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Glückliches 1:0 in Leipzig : FC Bayern hat schon wieder eine Hand an der Schale

Durch ein Tor von Leon Goretzka gewinnt der FC Bayern München das Spitzenspiel bei Verfolger RB Leipzig. Der amtierende Meister hat nun sieben Punkte Vorsprung.

Glückliches 1:0 in Leipzig : FC Bayern hat schon wieder eine Hand an der Schale

Starke Kombination. Thomas Müller (rechts) bereitete vor, Leon Goretzka vollendete.Foto: REUTERS/Alexander Hassenstein

Wenn ein Torhüter so lange im Fokus steht wie Manuel Neuer am Samstagabend, ist das für seine Mannschaft meist keine sonderlich gute Nachricht. Für den FC Bayern galt das im Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga bei Rasenballsport Leipzig allerdings nicht – was auch damit zu tun hatte, dass der Nationaltorwart seinen großen Auftritt noch vor dem Anpfiff hatte.

Der Berliner Schiedsrichterassistent Lasse Koslowski hatte ein kleines Loch im Netz des Münchner Tors entdeckt und Neuer verknotete es kurzerhand mit seinem Handtuch. Für den Offiziellen war das jedoch nicht ausreichend: Erst nachdem ein Stadionmitarbeiter das Netz mit Kabelbinder geflickt hatte, konnte es mit vierminütiger Verzögerung losgehen.

So viel Action wie unmittelbar vor dem Anpfiff gab es in Neuers Fünfmeterraum lange Zeit nicht – und so gewannen seine Münchner im Leipziger Zentralstadion durch ein Tor von Leon Goretzka in der Schlussphase der ersten Hälfte 1:0 (1:0). Durch den Auswärtserfolg beim ersten Verfolger hat der FC Bayern an der Tabellenspitze nun sieben Punkte Vorsprung auf die Leipziger und einen ganz großen Schritt auf dem Weg zur neunten Meisterschaft in Folge gemacht.

Die Münchner mussten ohne den verletzten Weltfußballer Robert Lewandowski sowie die gesperrten Alphonso Davies und Jerome Boateng auskommen. Bei Leipzig fehlten Angelino, Kevin Kampl und Marcel Halstenberg.

Glückliches 1:0 in Leipzig : FC Bayern hat schon wieder eine Hand an der Schale

Ein Loch im Netz musste kurz vor Anpfiff mit Kabelbinder geflickt werden.Foto: imago images/Picture Point LE

Dennoch starteten die Sachsen aktiver in das Spiel. Rasenballsport hatte viel Ballbesitz und war sichtlich bemüht, die Münchner gar nicht erst in ihren Rhythmus kommen zu lassen. Den Tabellenführer schien das allerdings nicht sonderlich zu stören. Die Mannschaft von Trainer Hansi Flick war sichtlich darauf bedacht, die Leipziger nicht in ihr bekanntes Umschaltspiel kommen zu lassen.

So ergab sich ein intensives Duell mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld, das jedoch lange ohne Torchancen auskommen musste. Ein Abschluss von Emil Forsberg nach vorheriger Abseitsstellung und ein Schuss deutlich neben den Pfosten durch Eric Maxim Choupo-Moting waren die einzigen halbwegs nennenswerten Strafraumszenen.

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Das änderte sich in der Schlussphase der ersten Halbzeit. Nach einem starken langen Ball von Joshua Kimmich schaffte sich Thomas Müller mit einem Haken etwas Platz, passte zurück an den Elfmeterpunkt, von wo Leon Goretzka den Ball zum Münchner 1:0 humorlos in die rechte Ecke drosch. Wenig später hatten auch Leroy Sané und Choupo-Moting weitere Chancen.

Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann reagierte auf den Rückstand sowie die offensive Harmlosigkeit seiner Mannschaft und brachte zur zweite Hälfte Justin Kluivert für Forsberg. Vor allem gingen die Gastgeber nun aber mit einer ganz anderen Entschlossenheit zu Werke. In Strafraumnähe agierten sie viel gradliniger und suchten konsequent den Abschluss.

Allein in den ersten Minuten nach der Pause erspielten sie sich durch Christopher Nkunku, Marcel Sabitzer und Dani Olmo vier gute Möglichkeiten. Da dabei aber jeweils die Präzision fehlte, blieb Neuer weiter beschäftigungslos. Nach einer knappen Stunde konnte sich dann auch der Münchner Torwart auszeichnen, als er einen Distanzschuss von Sabitzer über die Latte lenkte.

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Die Bayern wackelten nun merklich. Leipzig zwang die Gäste mit energischem Pressing zu Fehlern im Spielaufbau und hätte sich den Ausgleich zu diesem Zeitpunkt bereits verdient gehabt. Bei den Münchnern ging nach vorne nicht mehr viel und es wirkte, als wollten sie den Sieg – vielleicht auch mit Blick auf das Champions-League-Viertelfinale am Mittwoch gegen Paris St. Germain – mit möglichst geringem Kraftaufwand über die Zeit bringen.

20 Minuten vor Schluss brachte Flick mit Jamal Musiala sowie Serge Gnabry frische Spieler und auch Nagelsmann reagierte. Mit Yussuf Poulsen, Alexander Sörtloth und Hee-Chan Hwang schickte der Leipziger Trainer alle verfügbaren Offensivspieler auf den Rasen. Die akute Drangphase der Sachsen war da aber bereits vorbei und so blieb es beim knappen Münchner Auswärtssieg.

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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