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Gastronom Michael Eilhoff kämpft sich nach Corona mühsam zurück ins Leben

Gastronom Michael Eilhoff kämpft sich nach Corona mühsam zurück ins Leben

Vor einem Jahr: Promi-Wirt Eilhoff vor seinem Restaurant „Lutter & Wegner seit 1811“
Foto: Christian Lohse

Jeder Schritt fühlt sich so an, als ob er Schuhe aus Blei tragen würde. Promi-Wirt Michael Eilhoff (62, „Lutter & Wegner seit 1811“) lernt wieder laufen. Er überlebte den schweren Verlauf seiner Corona-Erkrankung. Lag zwei Monate im künstlichen Koma. Jetzt kämpft er für die Rückkehr in die Normalität.

Noch ist er weit entfernt von seiner früheren Agilität. „Meine Muskulatur hat sich während des Komas zurück gebildet. Mein Lungenvolumen liegt momentan bei 50 Prozent“, so Eilhoff zur B.Z. Wo oder wie er sich angesteckt hat, ist ihm ein Rätsel.

Er befindet sich in der Reha-Klinik Beelitz-Heilstätten. Bis Mitte Februar wurde er künstlich ernährt, bis Mitte März im Vier-Stunden-Rhythmus künstlich beatmet. Er war von 110 Kilo auf 70 Kilo abgemagert. Aktuell wiegt er 85 Kilo.

Täglich telefoniert er mit seiner Frau Cindy (47). Sie hält das Restaurant mit Außer-Haus-Verkauf über Wasser. „Es ist ein Wunder, dass ich mein Handy wieder alleine halten kann“, so Eilhoff. „Einen Joghurt Deckel kann ich noch nicht öffnen.“

Gastronom Michael Eilhoff kämpft sich nach Corona mühsam zurück ins Leben

Folgen seiner Corona-Erkrankung: Gastronom Michael Eilhoff (62) läuft mit einem Rollator durch die Reha-Klinik (Foto: privat)

Täglich macht er Physiotherapie-Übungen: Handtraining oder eben laufen lernen. „Ich schaffe schon 50 Meter am Rollator“, sagt er stolz. Sein Physiotherapeut hat immer den Rollstuhl parat, falls ihn die Kraft verlassen sollte. Eilhoffs Füße müssen mit Schienen unterstützt werden.

Um 11 Uhr gibt es Mittagessen. Und wie schmeckt es dem Gourmet-Koch? „Geschmacklich? Will ich nicht drüber reden“, grummelt er. Bis 15 Uhr ist Mittagsruhe. Er schläft viel. Sein Körper braucht das. Nachmittags gibt es Anwendungen.

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Um 17.30 Uhr Abendessen. „Danach lege ich mich wieder hin und schlafe bis zum nächsten Morgen. Alles ist eben doppelt so anstrengend.“

Zu seinem Hochzeitstag am 2. Juni will er wieder zu Hause sein. „Am meisten freue ich mich, Cindy wieder in die Arme zu nehmen. Und auf ein Stück Pizza.“

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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