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Frauen flogen schon immer auf Berlin

Frauen flogen schon immer auf Berlin

Superstar: Elly Beinhorn umrundete im Motorflugzeug die ganze Welt. Die B.Z. rettete sie 1931 aus Timbuktu
Foto: picture-alliance/ dpa *

Berlin bekommt Deutschlands erste Flughafen-Chefin, aber selbstbewusste Frauen sind nichts neues im Luftverkehr der Hauptstadt.

Der neue Boss am BER ist eine SIE. Mit Aletta von Massenbach (52) steht ab 1. Oktober eine Frau an der Spitze der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (B.Z. berichtete). Deutschlands erste Flughafen-Chefin überhaupt.

Juristin Massenbach kam vor einem Jahr als Finanzchefin. Nun wird sie Nachfolgerin von Engelbert Lütke Daldrup (64), der in den Ruhestand geht.

Der Flughafen steckt in der Finanzkrise, aber eigentlich kann nichts schief gehen: Denn Frauen flogen schon immer auf Berlin. In Berlins Luftfahrtgeschichte gab es viele starke Frauen!

Käthe Paulus war die erste deutsche Berufsluftschifferin und Fallschirmspringerin. Die gelernte Näherin fertigte sich Fallschirme selbst aus Seide und stürzte sich als Luftakrobaten aus Ballons. Seit 1912 lebte sie in Berlin und erfand 1916 den bis heute gebräuchlichen Paketfallschirm Käthchen lebte bis zu ihrem Tod 1935 in der Gotthardstraße 105 in Reinickendorf.

Frauen flogen schon immer auf Berlin

Frau ohne Nerven: Käthchen Paulus war Luftakkrobatin. Im selbstgenähten Fallschirm stürzte sie sich aus Fesselballons (Foto: ullstein bild)

Melli Beese wurde Deutschlands allererste Pilotin. 1911 begann ihre Ausbildung in einer Rumpler-Taube in Johannisthal.

Am 13. September erhielt sie ihre Flugzeugführerlizenz Nummer 115. Die erste Pilotin, nach 114 Männern. Bald darauf eröffnete sie selbst eine Flugschule. Ihr Mann war Franzose, wurde im 1. Weltkrieg interniert. Melli erkrankte an TBC, wurde morphiumsüchtig und erschoss sich 1925. Ihre Abschiedsworte: „Fliegen ist notwendig. Leben nicht.“ In Schmargendorf liegt sie begraben.

Frauen flogen schon immer auf Berlin

Pilotin Nr. 1: Melli Beese war die erste Frau, die in Deutschland einen Flugschein erwarb (Foto: picture-alliance / dpa)

Bekannt wie ein Filmstar war Elly Beinhorn. Die 21-Jährige absolvierte in Staaken eine Fliegerausbildung, bekam 1929 ihren Pilotenschein. Sie kaufte sich auf Raten eine Messerschmitt M23b und wurde Kunstfliegerin. 1932 umrundete sie im Flugzeug die Welt, stellte immer neue Rekorde auf.

Im Jahr zuvor musste sie in Timbuktu notlanden und galt als verschollen. Die B.Z. am Mittag schickte ein Ersatzflugzeug und holte Elly nach Hause.

Erst mit 72 Jahren gab sie 1979 das Fliegen auf, sie starb 2007 im Alter von 100 Jahren.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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