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Fragen des Tages : Lockerungspläne und Debatte um Impfstrategie – das war heute wichtig

Außerdem: Johnson zeigt Weg aus Lockdown + Clan-Angehörige sollen sich Kriegswaffen besorgt haben + Und ein Ausblick auf morgen.

Fragen des Tages : Lockerungspläne und Debatte um Impfstrategie – das war heute wichtig

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer.Foto: Marwan Naamani/dpa

Wie jeden Tag bringen wir Sie mit den Fragen des Tages auf den aktuellen Stand – natürlich mit den passenden Antworten. Sie können die „Fragen des Tages“ auch als kostenlosen Newsletter per Mail bestellen. Zur Anmeldung geht es hier. 

Was ist passiert?

• Merkel und die Sehnsucht nach Öffnung: Diese Lockerungspläne liegen jetzt auf dem Tisch. Die Kanzlerin will Paketlösungen, die SPD-Seite hat schon Öffnungsvorschläge. Doch Schnelltest-Fragezeichen und das Impftempo erschweren einen Lockdown-Ausweg. Mein Kollege Georg Ismar weiß, was jetzt geplant wird.

• Sollten zunächst alle nur eine erste Impfdosis erhalten?
Lauterbach und Drosten plädieren dafür, mehr Erst- statt Zweitimpfungen durchzuführen. In einem US-Medizin-Fachblatt wurden nun Vor- und Nachteile erörtert. Mein Kollege Christopher Stolz hat aufgeschrieben, was für einen Wechsel der Impfstrategie spricht – und was dagegen.

• Der „unwiderrufbare“ Corona-Ausstieg des Boris Johnson.
Schulöffnung, Gruppen-Picknick, Tennis-Spielen: Die Zahl der Infektionen sinkt, die der Impfungen steigt: Der britische Premier will den Weg aus dem Lockdown aufzeigen – aber mit Vorsicht. Lesen Sie hier, wie Johnson sich die “Einbahnstraße in die Freiheit” vorstellt.

• Clan-Angehörige in Berlin sollen sich Kriegswaffen beschafft haben.
Polizisten gehen Hinweisen nach, wonach im Clan-Milieu Maschinenpistolen versteckt wurden – womöglich als Vorbereitung auf Kämpfe mit Tschetschenen. Die Auswertung einer Großrazzia in der vergangenen Woche laufen. 

• Lego bringt seine treuesten Fans gegen sich auf.
PR-Desaster für den Weltkonzern: Mit Anwälten geht Lego gegen Händler und Youtuber vor. Sympathisch wirkt das nicht. Jetzt droht den Dänen ein schwerer Schlag, schreibt mein Kollege Sebastian Leber.

Was wurde diskutiert?

• Und plötzlich entdeckt die Politik das Leid der Kinder.
Perfide Argumente in der Lockerungsdebatte: Marode Schulen, kaputtes Klima, Kita-Notstand – die Politik schert sich selten um Kinder. Es sei denn, es geht um Corona-Lockerungen. Ein Kommentar von Sidney Gennies.

• Fluch oder Segen? – Ich will nicht ins Homeoffice!
In der Coronakrise sollen wir zu Hause arbeiten. Das ist richtig. Eine Homeoffice-Pflicht, wie sie in Berlin diskutiert, geht aber zu weit, findet meine Kollegin Heike Jahberg.

• Warum der mächtige Kremlchef diesen Mann fürchtet.
Kann Nawalny Putin besiegen? Der Art, wie der russische Staatsapparat Alexej Nawalny und seine Leute verfolgt, haftet etwas Irrationales an. Das lässt tief blicken, schreibt die New Yorker Politikwissenschaftlerin Nina L. Chruschtschowa in einem Gastbeitrag. 

• Gewalt gegen Frauen – „Eifersuchtsdramen“? Es ist der Frauenhass!
Noch wird nicht dokumentiert, wie viele Straftaten aus frauenfeindlichen Motiven begangen werden. Das muss sich ändern, fordert meine Kollegin Judith Langowski.

Was können Abonnenten lesen?

• Geruchssinn weg? Erst Frühwarnung, dann Long-Covid-Symptom.
Durch die Nase zum Gehirn. Wenn Sars-CoV-2 die Sinneszellen in der Nase befällt, kann das Anzeichen für lange anhaltende Folgen der Infektion sein, schreibt Hermann Feldmeier.

• „Wie fühlen Sie sich?“ – Die einfachste Frage – so schwer zu beantworten.
Warum fängt man einen aussichtslosen Streit an? Der Verstand hilft einem da nicht. Viel einflussreicher sind Gefühle. Aber was fühlt man wirklich? Ein Essay von Ariane Bemmer.

• Wie die Pandemie junge Menschen seelisch krank macht.
Depressionen, Ängste, Suizidgedanken: Ihnen fehlen Freunde, Anregungen, eine Perspektive: Immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene leiden unter der Coronakrise. Lange wurde das vernachlässigt, schreibt mein Kollege Werner van Bebber.

• Wenn Eltern ihr Kind Corona nennen wollen.
Welche Vornamen zulässig sind: In Deutschland gibt es bereits mehr als eine halbe Million Vornamen. Gabriele Rodriguez, die auch über die Zulässigkeit von Namen urteilt, erforscht Trends und gibt Entscheidungshilfen, die Elisabeth Binder hier zusammengestellt hat.

Was können wir unternehmen?

Ein Atelier besuchen: „Inside Infinity“ im Finnland-Institut, Weßensee. Farben der Unendlichkeit – Kunst trifft Mathematik: Die finnische Malerin Helena Kauppila übersetzt Wissenschaft in kraftvolle Bilder. 

Mal Reinhören: Impfstoff für die Ohren. Eine wahnwitzige Dreiecksbeziehung zwischen Klezmer, Jazz und Post Punk: Das grandiose Debütalbum „For The First Time“ von Black Country, New Road. 

Lesen: Biografie ausgelöscht, Leben wiedergefunden: Norbert Gstreins mitreißender Roman “Der zweite Jakob”.

Was sollte ich für morgen wissen?

Digitale Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Die Missbrauchskrise im Erzbistum Köln ist zu einer enormen Belastung für die gesamte katholische Kirche in Deutschland geworden. Immer lauter klingt auch innerkirchlich der Ruf nach personellen Konsequenzen. 

Champions League-Achtelfinale, Hinspiel: Um 21 Uhr laufen die Münchner Bayern bei Lazio Rom auf.

Geburtstag im Lockdown: Jan Böhmermann, Satiriker und Power-Twitterer, wird 40. 

Zahl des Tages: 777

Der US-Flugzeughersteller Boeing hat erneut Probleme. Nach dem Brand eines Triebwerks einer Passagiermaschine vom Typ 777 der US-Gesellschaft United Airlines rief Boeing seine Kunden dazu auf, 128 Maschinen des Typs vorerst am Boden zu lassen. Für Boeing ist das Problem ein weiterer Schlag. Nach zwei Abstürzen mit mehreren hundert Toten galt fast zwei Jahre lang ein Flugverbot für die Maschinen vom Typ 737 MAX. Bis zu den Abstürzen war die Maschine der Verkaufsschlager des Konzerns gewesen.

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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