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Familie gehört in meinem Leben ganz nach oben

Familie gehört in meinem Leben ganz nach oben

Maria Dagus wollte kurzzeitig von Berlin von Paris ziehen, doch dann kam Corona dazwischen
Foto: Getty Images for William Fan .

Das künstlerische Talent liegt ihr im Blut. Als Tochter einer Tänzerin und eines Cellisten wusste Maria Dragus (27) schon früh, wo sie hin will. Zunächst träumte sie davon, eine große Tänzerin wie ihre Mama zu werden. In Dresden, wo sie auch geboren wurde, besuchte sie die Palucca-Schule, aber dann kam die Schauspielerei dazwischen. Mit 15 bekam Maria für ihre Rolle in „Das weiße Band“ den Deutschen Filmpreis und ist seitdem auch international ein gefragter Jungstar.

Seit 2012 lebt sie in Berlin. In „Wild Republic“ (jetzt bei MagentaTV) ist Maria Dragus nun erstmals in einer Serie zu erleben. Sie spielt die forsche Lindi, die zu einer Gruppe von jugendlichen Straftätern gehört, die auf der Flucht sind und in der rauen Natur ihre eigene Republik ausrufen wollen.

Familie gehört in meinem Leben ganz nach oben

Filmplakat für „Wild Republic“, jetzt auf MagentaTV

B.Z.: Eine eigene Republik gründen. Ein reizvolles Gedankenspiel für Sie?

Maria Dragus: Nicht wirklich, denn Freiheit ist für jeden etwas Unterschiedliches, wie wir ja alle wissen. Das würde auch nichts daran ändern, dass es Regeln geben muss, um friedlich zusammenleben zu können.

Dabei denkt man sofort an Menschen, die sich einem Staat nicht mehr zugehörig fühlen wie etwa Reichsbürger …

Genau das ist ja ein bisschen der Hintergrund meiner Figur Lindi. Ich glaube, deshalb ist sie auch diejenige in der Gruppe, die auf diese Ausnahmesituation am besten vorbereitet ist. Natürlich bleibt diese Serie für mich aber etwas ganz anderes als die Realität.

Was meinen Sie damit?

Ich selbst bin dankbar in einem System leben zu dürfen, welches mir so viel Sicherheit bietet. Wir haben Privilegien, die nur bestehen können, wenn man aktiv an der Gesellschaft teilnimmt und sich nicht davon abwendet.

Wie gut sind Sie bisher mit der Pandemie klargekommen?

Ich fühlte mich sehr privilegiert, im letzten Jahr an so einem Projekt gearbeitet haben zu dürfen. Ich weiß, dass es vielen ganz anders geht. Es ist aber natürlich auch Arbeit, im Kollektiv auf sich gegenseitig zu achten und vorsichtig zu sein.

Gibt es etwas, das Ihnen gerade besonders fehlt?

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal im Kino war. Wahrscheinlich auf der Berlinale 2020. Mir fehlt aber auch das Reisen. Meine halbe Familie lebt in Rumänien. Da mal schnell hinzufahren war früher normal. Ich spüre es schon, dass jetzt alles anders ist.

Mit wem aus Ihrer Familie stehen Sie gerade wie noch im Kontakt?

Ich telefoniere oder skype fast täglich mit meiner Oma und meinen Cousinen väterlicherseits. Das ist auch sehr wichtig für mich. Familie gehört in meinem Leben ganz nach oben. Die andere Hälfte meiner Familie lebt in Dresden, und die sehe ich so oft wie möglich.

Fühlen Sie sich allein in Berlin nicht oft einsam?

Ach, hier in Kreuzberg habe ich meine Freunde, die ich treffe. Wir testen uns jetzt vorher auch. Da muss man gerade sehr verantwortungsbewusst sein. Denn wir wollen ja alle, dass das bald vorbei ist.

Kochen Sie gern für andere oder auch nur für sich allein?

Gerade viel für mich allein, weil ich auch allein wohne. Aber mir fällt deshalb nicht die Decke auf den Kopf. Neben Spaziergängen ist Zoom ein fester Bestandteil meines Lebens geworden. Castings finden heutzutage auch online statt, sodass ich viel von zu Hause aus arbeite. So sieht also gerade mein Alltag aus.

Was ist aus dem Film geworden, den Sie vor „Wild Republic“ mit Judi Dench gedreht haben?

„Six Minutes to Midnight“ sollte 2020 in die Kinos kommen, aber durch Corona wurde das immer weiter verschoben. In den USA ist er letztlich in ausgewählte Kinos gekommen, in Europa auf verschiedenen Streamingplattformen. Schade bei so einem Projekt, in dem so viel Herzblut steckte.

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Wie sehr brauchen Sie den Wandel in Ihrem Leben?

Das Leben muss spannend bleiben. Ich brauche Herausforderungen, um mich weiterzuentwickeln. Ich mag es, Grenzen erst mal anzunehmen, aber dann doch zu sehen, wie man sie verschieben kann. Das liebe ich auch an meinem Beruf.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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