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Es ist einfach nur verrückt, seinen Impfpass zu posten

Es ist einfach nur verrückt, seinen Impfpass zu posten

B.Z.-Redakteurin Inga Grömminger über den Markt für gefälschte Impfausweise
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentral

In der vergangenen Woche wurde in sozialen Netzwerken eine Warnung des Bundesgesundheitsministeriums geteilt, den Impfpass doch bitte nicht zu posten.

Die Daten wie die Chargennummer der Covid-19-Impfung, Stempel des Impfzentrums oder die Unterschift des Arztes könnten für Fälschungen missbraucht werden, die dann an Leute verkauft werden, die sich nicht impfen lassen, aber die Freiheiten von Geimpften dennoch schnell zurückwollen.

Das ist einfach nur kriminell und verantwortungslos. Dass es wirklich diesen Markt dafür gibt. Und dass es Menschen gibt, die sich bewusst nicht impfen lassen wollen, aber dennoch frei durch die Gegend leben möchten, in dem Wissen, sie könnten sich und jemanden anstecken.

Es ist einfach nur verrückt, seinen Impfpass zu posten

Der Impfpass als Eintrittskarte. Die ersten Senioren sind mit ihrem Nachweis der Impfung schon einkaufen gegangen (Foto: Olaf Selchow)

Und einfach nur verrückt ist es, seinen Impfpass zu posten. Wozu? Zum Angeben? Ich bin schon gimpft, hehehe, schaut mal her, wie cool! Es sind ja nicht die über 60-Jährigen, die das tun. Es sind diejenigen, die das Glück hatten, irgendwie früher an einen Impftermin ranzukommen.

Natürlich dürfen die sich freuen, jeder ist glücklich und erleichtert, der geimpft ist, logisch. Es warten aber eben auch noch viele auf ihren Impftermin, und also ist es nicht sehr empathisch, seinen Impfpass in die Welt zu stellen.

Ohnehin besteht gerade die Gefahr einer gespaltenen, einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Die Geimpften, die bald schon mehr Freiheiten kriegen, auf der einen Seite. Die Ungeimpften, die noch warten müssen, auf der anderen. Immer wieder hörte ich in der vergangenen Woche das Wort „Impfneid“.

Ein Bekannter, der durch Zufall beim Hausarzt geimpft werden konnte, hat erzählt, dass der Arzt ihm davon abgeraten habe, anderen von der Impfung zu erzählen, das schüre nur Neid. 

Was man dagegen tun kann, lesen Sie hier!

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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