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Erstes Heimspiel vor Publikum seit Oktober : Perfekter Abend für Alba Berlin und die Fans

Nach der ärgerlichen Niederlage im ersten Spiel schlägt Alba Berlin zurück und gleicht die Halbfinalserie gegen Ulm souverän aus.

Erstes Heimspiel vor Publikum seit Oktober : Perfekter Abend für Alba Berlin und die Fans

Marcus Eriksson (l) und Jayson Granger (r) ließen Andreas Obst und den Gästen aus Ulm am Dienstag keine Chance.Foto: Andreas Gora/dpa

Welch eine zusätzliche Energie bereits 1000 Fans auf das Feld übertragen können, war im zweiten Halbfinale zwischen Alba Berlin und Ulm schon nach wenigen Minuten deutlich zu sehen. Malte Delow war soeben nach einem Kontakt mit Dylan Osetkowski schmerzhaft zu Boden gegangen. Ulms Center schaute herab auf den jungen Berliner und wollte mit einem großen Schritt über ihn herübersteigen. Diese wenig freundliche Geste gefiel Niels Giffey gar nicht und so schubste Albas Kapitän Osetkowski zur Seite. Als dieser zur Freiwurflinie schritt, pfiff das Publikum, schrie und buhte. Es war eine frühe und eindrückliche Demonstration all dessen, was in der leeren Arena am Ostbahnhof in den vergangenen siebeneinhalb Monaten gefehlt hat.

Dass sich Alba deutlich besser präsentierte als bei der ärgerlichen Niederlage in Spiel eins am Sonntag war natürlich nicht nur der Unterstützung von draußen geschuldet, doch geholfen hat sie der Mannschaft sicher. Durch das 92:78 (28:18, 19:15, 19:24, 26:21) am Dienstagabend hat der Titelverteidiger die „Best-of-Five“-Serie ausgeglichen und fährt mit einem Zwischenstand von 1:1 nach Ulm, wo es bereits am Donnerstag (20.30 Uhr) weitergeht. Mit Maodo Lo (20), Simone Fontecchio (17), Marcus Eriksson (14), Ben Lammers (12) und Niels Giffey (10) punkteten gleich fünf Berliner zweistellig.

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Bei Alba hoffen sie seit dem Pokalfinale vor zwei Wochen auf eine baldige Genesung von Luke Sikma und Johannes Thiemann, doch anstatt sich aufzulösen vergrößern sich die Verletzungsprobleme momentan immer weiter. Für Louis Olinde ist die Saison bereits beendet und im ersten Spiel gegen Ulm haben sich dann auch Jonas Mattisseck (Schulter) und Peyton Siva (muskuläre Probleme im Oberschenkel) verletzt.

Die personelle Knappheit glich Alba allerdings mit großer Entschlossenheit aus. Den Berlinern war von der ersten Sekunde anzusehen, dass sie sich für die Auftaktniederlage rehabilitieren wollten. Hatte sich der Distanzwurf im ersten Spiel noch als großes Problem erwiesen, fiel nun gleich der erste Dreier von Giffey. Alba startete mit einem 8:0-Lauf und es dauerte mehr als drei Minuten, bis Andreas Obst den ersten Ulmer Korb erzielte.

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Die Gäste fanden dann zwar langsam ins Spiel, die Berliner blieben aber klar die bessere Mannschaft. Als eine Lehre aus der Niederlage vom Sonntag zogen sie viel häufiger zum Korb und provozierten dabei einige Fouls. Das erste Viertel beendete Alba mit zehn Punkten Vorsprung und blieb auch danach konzentriert. Obwohl nur neun Spieler zum Einsatz kamen, machte die Mannschaft von Trainer Aito Garcia Reneses den frischeren Eindruck und setzte den Gegner konstant unter Druck. Ulm gelangen zwar einige kurze Läufe und in der ersten Halbzeit war vor allem Troy Caupain mit 13 Punkten schwer zu stoppen, doch Alba konterte immer wieder im richtigen Moment.

Als die Berliner Mitte des dritten Viertels mit 58:42 führten und Osetkowski kurz darauf mit einem technischen sowie einem unsportlichen Foul disqualifiziert wurde, sah es deutlich nach einem Heimsieg aus. Ulm gab sich aber nicht geschlagen und kam im Schlussviertel noch mal auf sieben Punkte heran. Doch im Gegensatz zu Sonntag, als Alba eine hohe Führung in den letzten Minuten verspielte, behielten die Berliner dieses Mal die Kontrolle und siegten souverän – ganz zur Freude ihrer Fans. Julian Graeber

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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