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Endlich wieder Wumms für die Liebe

Endlich wieder Wumms für die Liebe

Kennen wir uns? Nach einem Jahr in Jogginghosen erkennen viele ihren aufgebrezelten Partner kaum wieder. Gut so, sagt ein Paartherapeut!
Foto: studiostoks – stock.adobe.com Ad

Viele Paare erlebten während der Pandemie viel Nähe, aber wenig Herzklopfen. Mit den Lockerungen wird es jetzt aber wieder Zeit, der alten Beziehung neue Schmetterlinge zu verschaffen.

Viele Paare sahen sich über ein Jahr lang überwiegend in Jogginghosen, Netflix glotzend, aus dem Kühlschrank essend. Sonderlich sexy war das nicht. Aber was soll’s, wir befanden uns auch in einer noch nie da gewesenen Ausnahmesituation! Wer da noch im Negligé durch die Wohnung gesprungen ist, war vermutlich nicht ganz bei Sinnen.

„Haben viele Paare die Situation im ersten Lockdown noch spielerisch gemeistert, sich für ein Dinner-Date zu Hause schick gemacht, Liebesspielzeug bestellt, hatten die meisten im zweiten Lockdown einfach keine Kraft mehr“, erklärt der Berliner Paartherapeut und Buchautor Dr. Wolfgang Krüger (72). „Die Luft war bei vielen Paaren raus. Es stellte sich eine Art Hänsel-und-Gretel-Beziehung ein.“

Viele Paare lebten in der Pandemie wie Geschwister

Mit den Lockerungen kommt endlich auch ein bisschen Action in die Post-Covid-Beziehungen. Aber wird es wieder so aufregend wie vorher? Flattern die Schmetterlinge zurück?

Der Experte: „Jede Partnerschaft hat einen Resetknopf, den man von Zeit zu Zeit drücken muss, um sich wieder so zu fühlen wie am Anfang. Und jetzt, nach einer überstandenen Pandemie, ist dafür der perfekte Zeitpunkt.“

Seine Prognose: Die meisten Beziehungen werden wieder aufleben und aufatmen. Wie eine Sektflasche, aus der der Korken endlich rausspringt.

Das Frischverliebtsein lässt sich wieder einstellen

Aber warum wird der Übergang zum normalen Leben ausgerechnet Paaren so guttun? Wolfgang Krüger: „Es gibt zwei Dinge, die für das Gelingen einer Partnerschaft essenziell sind. Zum einen ist es Abstand. Die Möglichkeit, interessante Dinge auch ohne den Partner zu unternehmen. Das weckt die Sehnsucht und die Bewunderung für den anderen. Hockt man ständig zusammen, begehrt man sich nur wenig.“

„Das andere ist die Möglichkeit, etwas gemeinsam zu erleben. Da draußen. Das beschert uns Herzklopfen, intensiviert die Beziehung, sorgt für neue Gesprächsthemen. Monatelang war es ja nur Corona, etwas anderes gab es kaum zu bereden. Wer will danach noch übereinander herfallen?“

Trotzdem hätte die Krise auch etwas Gutes für Paare gehabt, so der Experte. Und ihnen gezeigt, dass sie auch Extremsituationen meistern können. Und dass sie als Team gut durch schwierige Zeiten kommen.

Also doch keine große Trennungswelle nach der Pandemie wie vermutet? „Klar, auch die kommt. Ähnlich wie nach Weihnachten oder nach dem Urlaub. Mit der Trennung wartet man meistens ab, bis der Sturm und die Zwangsnähe vorbei sind. Die meisten Partnerschaften werden sich aber tatsächlich verbessern“, so der Paartherapeut.

Und so kommt mit den Corona-Lockerungen auch das Frischverliebtseingefühl in Ihre Beziehung wieder zurück:

► Liebe muss gelegentlich inszeniert werden. Wir machen das am Anfang meistens unbewusst: ziehen uns hübsch an, tragen ein gutes Parfüm auf, waschen unseren Wagen vor dem Date. Später lässt es nach, Paare denken: Er/sie liebt mich auch in Jogginghose. Klar. Aber nach einem Jahr ist es jetzt auch gut damit. Brezeln Sie sich wieder auf und Sie werden sich wundern, war für Augen er/sie macht!

► Zu Beginn der Liebe überhäuft man den anderen mit Komplimenten. Später haben viele das Gefühl, nicht mehr um den Partner werben zu müssen. Falsch! Sagen Sie sich wieder, wie toll Sie sich finden. Es motiviert und kommt wie ein Bumerang zurück!

► Man hockte ein Jahr lang aufeinander – jetzt muss man nicht weiterhin alles zusammen machen. Jeder Partner sollte sich gelegentlich etwas zurückziehen, Zeit für sich nehmen, für eigene Hobbys, alte Freunde … Nur so entsteht wieder diese besondere Sehnsucht, wie wir sie am Anfang einer Beziehung fühlen.

► Raus aus der Netflix-Sofa-Schleife! Machen Sie wieder spannende Dinge mit Ihrem Partner! Den Erste-Date-Tisch im Restaurant buchen, Boot mieten und auf den Berliner Seen schippern, den halben Film im Autokino durchknutschen.

Nach so einem langen Stillstand brauchen wir wieder Abenteuer, das Unerwartete, um uns wieder lebendig und verliebt zu fühlen. Sinnliche gemeinsame Erlebnisse wie hören, schmecken, einen Sonnenuntergang erleben, lassen sich nicht durch den Bildschirm transportieren.

Eigentlich ist es ganz einfach! Man sollte sich überlegen: „Was habe ich am Anfang gemacht, um den anderen rumzukriegen?“ Dann weiß auch jeder in einer Beziehung, was jetzt, nach der Pandemie, wieder zu tun ist.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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