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Die Behörden-Beschäftigten haben Respekt verdient

Die Behörden-Beschäftigten haben Respekt verdient

Helmut Kleebank (56, SPD), Bürgermeister von Spandau
Foto: Wolf Lux

Jeden Mittwoch schreiben Berliner Bezirks-Regierende hier ihre Meinung. Heute Helmut Kleebank (56, SPD), Bürgermeister von Spandau.

Von Helmut Kleebank

Im Jahr 2003 hat die UN-Vollversammlung den 23. Juni zum Welttag des öffentlichen Dienstes erklärt. Was hat sie sich dabei nur gedacht? Schließlich lesen wir nicht erst seit gestern ständig vom Versagen der Verwaltung – jedenfalls fühlt es sich so an.

Schauen wir etwas genauer hin, stimmt das allerdings nicht so ganz, eher sogar das Gegenteil. Der weitaus größere Teil der Verwaltung arbeitet unauffällig ohne irgendwelche Skandale und hält Stadt und Land am Laufen. Glauben Sie nicht?

Die Beschäftigen in den Bezirken, der Landes- und Bundesverwaltung, bei Polizei, Feuerwehr und den Eigenbetrieben sorgen jeden Tag für Sicherheit und das Funktionieren der Infrastruktur. Das aber sind wesentliche Grundlagen für unseren Wohlstand und für vieles mehr. Darüber wird nur in aller Regel nicht berichtet.

Innerhalb weniger Tage oder sogar Stunden ausgestellte Geburtsurkunden sind keine Tagesmeldung wert. Der kurzfristige Termin im Bürgeramt auch nicht. Lediglich die Einsätze der Feuerwehr haben das Potenzial recht regelmäßig erwähnt zu werden. Und natürlich, wenn irgendetwas nicht funktioniert.

Wir sollten nicht vergessen, dass wir alle auf die Dienstleistungen der öffentlich Beschäftigten angewiesen sind. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für das Funktionieren unseres Gemeinwesens. Deshalb sollten wir ihnen mit Respekt begegnen, auch wenn nicht immer alles so geht, wie wir uns das wünschen.

Dennoch müssen die Probleme angepackt werden. Eine der Baustellen, die in den letzten Monaten einen großen Schub bekommen hat, ist die Digitalisierung. Hier darf niemand mehr auf der Bremse stehen. Nicht in der Verwaltung und nicht in der Politik. Bei der Nachwuchsgewinnung und der Steigerung der Attraktivität der Arbeit im Öffentlichen Dienst auch nicht.

Im Ergebnis profitieren alle: Die Bürger:innen durch besseren, schnelleren und effizienteren Service, die Beschäftigten durch höhere Flexibilität und Zufriedenheit.  

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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