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DHL-Erpresser stellt sich bei der Staatsanwaltschaft in Potsdam

DHL-Erpresser stellt sich bei der Staatsanwaltschaft in Potsdam

Mit diesem Foto suchte die Polizei nach dem DHL-Erpresser „OMAR“. Es wurde von einem Bitcoin-Geldautomaten aufgenommen
Foto: Polizei Brandenburg

Wurde der öffentliche Druck zu groß? Der mutmaßliche DHL-Erpresser hat sich am Mittag bei der Staatsanwaltschaft in Potsdam gestellt.

Von Axel Lier und Peter Rossberg

Das erfuhr B.Z. aus Sicherheitskreisen. Offenbar hat sich der Mann gegenüber Ermittlern und Staatsanwälten ausführlich eingelassen.

„Wir überprüfen jetzt seine Angaben und können leider keine weiteren Aussagen dazu machen“, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage.

Im April hatte die Polizei das Foto des Tatverdächtigen veröffentlicht. Das Foto des Gesuchten wurde am 22. Oktober vergangenen Jahres gegen 18.45 Uhr von einem Bitcoin-Geldautomaten in einem Spätkauf in Friedrichshain aufgenommen.

Das war passiert

Am 1. Dezember 2017 war in einer Apotheke am Rande des Potsdamer Weihnachtsmarkts eine Paketbombe entdeckt worden, in der sich eine Sprengvorrichtung und Nägel befanden. Darin wurde auch ein als QR-Code verschlüsseltes Schreiben entdeckt, mit dem DHL um 12 Millionen Euro in Bitcoins erpresst wurde.

DHL-Erpresser stellt sich bei der Staatsanwaltschaft in Potsdam

Der abgesperrte Potsdamer Weihnachtsmarkt im Dezember 2017 (Foto: Geisler-Fotopress)

Der Umsicht des Apothekers, der das Päckchen erhielt, war es mit zu verdanken, dass keine Menschen verletzt wurden. Er habe beim Öffnen ein Zischen gehört und bemerkt, „dass da so komische Drähte rausguckten“, berichtete der Apotheker später. Daraufhin alarmierte er die Polizei.

Später stellte sich heraus, dass schon Anfang November 2017 eine erste explosive Sendung des DHL-Erpressers im Postzentrum Frankfurt (Oder) eingegangen war. Diese geriet beim Öffnen in Brand, wodurch auch das Erpresserschreiben zerstört wurde. Weitere explosive Sendungen gingen im Januar bei einer Berliner Bankfiliale und im April bei der Handwerkskammer in Berlin ein. Danach herrschte Ruhe. „OMAR“ blieb ein digitales Phantom.

Seitdem ermittelt das LKA wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion sowie der schweren räuberischen Erpressung. Die Soko „Quer“ wurde im August 2019 zwar eingestampft – doch die Ermittlungen liefen weiter.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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