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Deutsche Basketballer dürfen weiter von Olympia träumen

Deutsche Basketballer dürfen weiter von Olympia träumen

Alba-Center Johannes Thiemann wird beim Versuch des Korblegers vom Russen Timofey Mozgov gefoult
Foto: ANTONIO BRONIC/REUTERS

Die deutschen Basketballer ziehen beim Qualifikationsturnier für Olympia ins Halbfinale ein. Gegen Russland tut sich das Team von Bundestrainer Henrik Rödl lange schwer.

Der Olympia-Traum für das Team von Bundestrainer Henrik Rödl lebt weiter. Angefeuert von NBA-Star Schröder auf der Tribüne zitterte sich die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes in Split beim olympischen Qualifikationsturnier ins Halbfinale.

Am Donnerstag glückte auch im zweites Gruppenspiel mit 69:67 (32:35) gegen Russland ein Erfolg, damit beendete das deutsche Team die Vorrunde als Erster der Gruppe A. Bester Werfer beim Sieger war Center Johannes Voigtmann von ZSKA Moskau mit 13 Zählern, auch Moritz Wagner (zwölf), Niels Giffey (elf) und Joshiko Saibou (elf) punkteten zweistellig.

Damit geht es am Samstag im Halbfinale entweder gegen Gastgeber Kroatien oder Außenseiter Tunesien. Im anderen Halbfinale spielen Brasilien und Mexiko gegeneinander. Nur der Gewinner des Turniers qualifiziert sich für die Olympischen Spiele in Tokio.

Deutsche Basketballer dürfen weiter von Olympia träumen

Albas Maodo Lo (l.) im Duell mit dem Russen Anton Kardanakhishvili (Foto: ANTONIO BRONIC/REUTERS)

„Es macht einfach unheimlich Spaß, mit diesen Jungs zu arbeiten. Sie haben wieder sehr viel Charakter gezeigt“, lobte Rödl seine Spieler nach der hart umkämpften Partie. „Ich bin unglaublich stolz auf die Jungs“, sagte auch Voigtmann. „Aber am Ende zählt nur, dass wir uns für Olympia qualifizieren. Für das Halbfinale bekommen wir noch keine Olympia-Akkreditierung.“

Nur bei einer Niederlage mit bis zu sechs Punkten würde die deutsche Mannschaft nicht ins Halbfinale einziehen. Die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes erwischte erneut einen schwachen Start. „Natürlich hatten wir das ein bisschen im Kopf, aber als Profis müssen wir das ausblenden“, sagte Giffey.

Rödl hatte seine Startformation auf zwei Positionen verändert. Für NBA-Profi Isaac Bonga, der wegen einer Oberschenkelprellung passen musste, begann Alba Berlins Giffey. Der zweite NBA-Profi Wagner rückte für Danilo Barthel in die erste Fünf.

Doch wie schon gegen Mexiko fehlte es dem deutschen Spiel nach der turbulenten Vorbereitung an Rhythmus. Die Russen, die am Mittwoch bei der Niederlage gegen Mexiko noch komplett enttäuscht hatten, zogen so schnell auf zehn Punkte davon (17:7). Rödl reagierte mit einer Auszeit und stimmte seine Spieler noch einmal lautstark ein. Mit Erfolg: das deutsche Team agierte nun in der Defensive deutlich aggressiver.

Deutsche Basketballer dürfen weiter von Olympia träumen

Joshiko Saibou punktete gegen die Russen mit elf Punkten zweistellig (Foto: Tilo Wiedensohler/dpa)

Angefeuert von Schröder auf der Tribüne und angetrieben von Wagner und dem umstrittenen Joshiko Saibou auf dem Parkett steigerte sich das deutsche Team nun weiter und übernahm im zweiten Viertel die Führung. Zur Pause lag Deutschland aber dennoch mit drei Punkten zurück (32:35) – es wurde das befürchtete Nervenspiel.

Russland zog auf zehn Punkte davon (51:41). „Da sah es nicht gut aus“, gab Rödl zu. Doch Deutschland kämpfte und verkürzte bis zum Schlussviertel wieder auf drei Zähler (50:53). Kurz vor Schluss lag Deutschland knapp vorne. Russlands einzige Chance war, sich in die Verlängerung zu retten und dort noch hoch zu gewinnen.

Es wurde skurril: Bei einem Punkt Vorsprung elf Sekunden vor Ende verwarf Johannes Thiemann absichtlich zwei Freiwürfe, Russland konnte nicht mehr ausgleichen – das deutsche Team jubelte.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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