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Das Ehrenamt macht Deutschland krisenfest

Das Ehrenamt macht Deutschland krisenfest

Björn Trautwein berichtet für die B.Z.-Aktion Berliner Helden über ehrenamtlich aktive Berliner und Berlinerinnen. Der Helden-Bär ist das Maskottchen des Projekts
Foto: Dirk Lässig

Björn Trautwein berichtet für die B.Z.-Aktion Berliner Helden über ehrenamtlich aktive Berliner und Berlinerinnen. Heute blickt er über die Hauptstadt hinaus – und beschreibt auch die Arbeit der Ehrenamtler in den Flutgebieten in Westdeutschland.

Flutkatastrophe, Hitzewelle, Corona-Pandemie. Deutschland schleppt sich angeschlagen durch den Sommer. Überall lauern Gefahren und Risiken. Was auffällt: immer wieder sind es Freiwillige und Ehrenamtliche und sozial engagierte Menschen, die in Notfällen helfen und den Laden am Ende zusammenhalten.

In den Flutgebieten öffnen Nachbarn ihre Häuser, schaufeln alle gemeinsam den Schlamm weg und die Männer und Frauen des Technischen Hilfswerks (THW) und der Feuerwehr pumpen Keller leer und bauen Behelfsbrücken über die Ahr.

Bis zu 4000 THW-Freiwillige waren täglich im Einsatz, leisteten über 700.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Ihr bisheriges Fazit: vier Trinkwasseraufbereitungsanlagen, mobile Hochwasserpegel, die den Verlauf des Hochwassers überwachen, mehr als 50 Teams, die sich um die Notstromversorgung kümmern.

Über Nacht konnte das THW Tausende Helfer mobilisieren. Weil diese Helfer jede Woche für Übungen ihre Freizeit opfern oder ihre Wochenenden in Übungscamps verbringen, um für genau solche Fälle bereitzustehen.

Sie lernen, wie man aus Schlamm wieder Trinkwasser macht, wie man mobile Übergänge an Flüssen baut, wie man Häuser und Gebäude abstützt oder im Notfall eben Menschen aus den Fluten bergen kann.

Der Unterschied zum Ernst- und Katastrophenfall: Es sind keine Kameras dabei. Von diesen Übungen gibt es keine Bilder und keine Schlagzeilen. In diesen Momenten schaut keiner hin. Das sind die Helfer allein. Doch die meisten können damit gut leben. Sie brauchen keinen Applaus für ihre Arbeit.

Doch Anerkennung sollte ihr Einsatz trotzdem bekommen. Übrigens nicht nur im Krisenfall. In dieser Woche beginnt in tausenden Berliner Sportvereinen wieder das Training. Fast immer sind es auch hier Ehrenamtliche, die in den Hallen, an den Seitenlininien oder Schwimmhallen stehen.

Auch sie stehen viel zu selten im Scheinwerferlicht.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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