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Coronavirus in der Hauptstadtregion : 313 Neuinfektionen – Hohe Inzidenzen im Berliner Süden

Astrazeneca-Impfungen für über 65-Jährige + Inzidenz bei 68,2 + drei weitere Todesfälle + Museen in Brandenburg öffnen ab Dienstag + Der Corona-Blog.

Coronavirus in der Hauptstadtregion : 313 Neuinfektionen – Hohe Inzidenzen im Berliner Süden

Analyse eines Corona-Tests im Labor (Symbolbild).Foto: Hans Klaus Techt/APA/dpa

313 neue bestätigte Corona-Fälle wurden in Berlin am Sonnabend gemeldet. Die Inzidenz bleibt mit 68,2 nahezu unverändert knapp unter 70. Die höchsten Inzidenzwerte melden Neukölln mit 94,9 und Tempelhof-Schöneberg mit 89,2. Die niedrigste Inzidenz meldet Pankow mit 37,1. (Mehr dazu unten im Newsblog.)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Astrazeneca für über 65-Jährige: Berliner:innen über 65 können ab Sonntag Termine für die Astrazeneca-Impfung buchen, wenn sie vorab eine Einladung erhalten haben.
  • Klage gegen Schulschließungen: Sieben Berliner Eltern ziehen gegen die Schließung der Schulen vor das Verwaltungsgericht.
  • Mehr Service: Das sind die aktuellen Corona-Regeln. Hier können Sie sich in Berlin testen lassen. Positiv – was nun? Ein Leitfaden. Corona im Kiez: Newsletter kostenlos bestellen.
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Coronavirus in der Hauptstadtregion : 313 Neuinfektionen – Hohe Inzidenzen im Berliner Süden

Berlin öffnet Astrazeneca-Impfung für über 65-Jährige

Ab Sonntag können in Berlin auch über 70-Jährige einen Impftermin für den Astrazeneca-Impfstoff buchen. Zuvor war der Impfstoff nur für Menschen unter 65 Jahren zugelassen. Nachdem die Ständige Impfkommission die Altersbeschränkung aufhob, habe man das Terminbuchungssystem umgestellt, heißt es in einer Mitteilung der Gesundheitsverwaltung am Samstag. 

Nachdem sie eine Einladung erhalten haben, können sich aktuell Berliner:innen über 70 Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen. In der Gruppe der über 80-Jährigen wurden bereits an drei Viertel der Menschen die Dosen verabreicht. Ab kommender Woche sollen sich laut Gesundheitsverwaltung auch Menschen in der Altersgruppe zwischen 65 und 70 impfen lassen können, sofern sie wegen bestimmter chronischer Vorerkrankungen eine Impfeinladung erhalten haben. 
Astrazeneca wird im Impfzentrum im früheren Flughafen Tegel und von nächster Woche an auch im früheren Flughafen Tempelhof verabreicht. Auch in Arztpraxen sollen in der kommenden Woche Impfungen beginnen. Die Kassenärztliche Vereinigung geht davon aus, dass auch dort zunächst Astrazeneca genutzt wird. (mit dpa)

Coronavirus in der Hauptstadtregion : 313 Neuinfektionen – Hohe Inzidenzen im Berliner Süden

Inzidenz in Berlin weiterhin bei knapp unter 70 – mehr als 200 Intensivpatienten

In Berlin liegt die Sieben-Tage-Inzidenz nach wie vor knapp unter 70: Am Samstag lag der Wert, der angibt, wie viele Menschen sich pro 100.000 Einwohner:innen innerhalb einer Woche anstecken, bei 68,2. Die höchste Inzidenz meldet aktuell der Berliner Süden mit den Bezirken Neukölln (94,9) und Tempelhof-Schöneberg (89,2). In Pankow ist die Inzidenz am niedrigsten und mit 37,1 nah am Schwellenwert für Lockdown-Öffnungen.
Wie die Gesundheitsverwaltung am Samstag mitteilte, wurden innerhalb eines Tages 313 neue Corona-Fälle in der Stadt bestätigt. Am Freitag waren es 415, an diesem Tag vor einer Woche 311. 
Drei weitere Menschen sind in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in den vergangenen 24 Stunden verstorben. Auf den Intensivstationen ist die Zahl der Covid-Patient:innen zum Wochenende hin leicht zurückgegangen: Dort werden aktuell 212 Corona-Infizierte behandelt, durch sie sind 17,8 Prozent der verfügbaren Intensivbetten belegt. Am Freitag waren es noch 18,6 Prozent.

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Cirque du Soleil sagt Produktion am Potsdamer Platz ab

Schlechte Nachrichten für die Fans des Cirque du Soleil. Die für das Berliner Theater am Potsdamer Platz vorgesehene Produktion „Nysa“ ist vom Veranstalter Live Nation komplett abgesagt worden. „Aufgrund der fortdauernden Ausnahmensituation, deren Ende bisher nicht abzusehen ist“ sowie durch „die mit der Pandemie verbundenen Verbote, Beschränkungen und Behinderungen“ habe man sich zu diesem Schritt gezwungen gesehen, ist auf der Website berlin.cirquedusoleil.de zu lesen. Ticketinhaber werden dort gebeten, sich an die Vorverkaufsstellen zu wenden, bei denen sie ihre Eintrittskarten erworben haben. 
Der Cirque du Soleil wollte in Berlin nicht als Veranstalter auftreten, gemanagt wurde das Vorhaben von der Firma Live Nation. Im Juli vergangenen Jahres hatte Live Nation gegenüber dem RBB noch erklärt, die für den Herbst 20202 angekündigte Berlin-Premiere der Show werde lediglich um ein Jahr verschoben. Auf eine Nachfrage des Tagesspiegels, warum es nun doch zur Komplettabsage kam, reagierte die Pressestelle des Unternehmens nicht. Maik Klokow vom Konkurrenten „Mehr BB Promotion“ dagegen sagte im Gespräch mit dieser Zeitung, er habe weiterhin Interesse daran, das Theater am Potsdamer Platz zu übernehmen: „Wenn wir das Haus bekommen könnten, würden wir es sofort anmieten, auch jetzt in der Krise.“ (Frederik Hanssen)

Inzidenzwert in Brandenburg leicht gestiegen – Mehrere Landkreise über 100

In Brandenburg ist die Zahl neuer Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner:innen innerhalb einer Woche leicht gestiegen. Nach einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von 62,8 am Freitag wurde am Samstag 63,1 ermittelt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Am Samstag vor einer Woche lag er bei 63.

Innerhalb eines Tages von Freitag auf Samstag kamen 252 neue Fälle hinzu, am Freitag waren es 298. Am Samstag vor einer Woche wurden 241 neue Infektionen registriert. Die Entwicklung in Brandenburg ist sehr unterschiedlich: Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz liegt mit 117,9 weiter an der Spitze bei den Sieben-Tage-Inzidenzwerten, gefolgt von Elbe-Elster mit 110. Die Landkreise mit den niedrigsten Werten sind die Prignitz (31,5), Märkisch-Oderland (42,4) und die Uckermark (48,8).

Eine erste Impfung haben seit Dezember 129.121 Brandenburger erhalten, rund 77.300 haben inzwischen die nötigen beiden Impfungen. (dpa)

Brandenburg versorgt Pflegebedürftige mit dem Impfmobil

Mit einem mobilen Impfteam sollen ab der kommenden Woche vor allem ältere Bürger:innen  im Landkreis Ostprignitz-Ruppin geimpft werden. Damit würden insbesondere pflegebedürftige Menschen erreicht, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Samstag in einer Mitteilung.

Impfberechtigte werden von den Verwaltungen über das Angebot informiert. Gerade für den ländlichen Raum mit einem relativ hohen Anteil älterer Bürger:innen sei es wichtig, dass der lebensrettende Impfstoff auf schnellem Weg und in großer Zahl zu den Menschen komme, sagte Landrat Ralf Reinhardt (SPD). (dpa)

Eltern ziehen wegen Schulschließung vor Gericht

Sieben Eltern haben beim Berliner Verwaltungsgericht einen Eilantrag gegen die Schulschließung eingelegt. Das Gericht will frühestens nächste Woche darüber entscheiden. 

Eltern wollen schnellere Schulöffnungen gerichtlich erzwingen

Sieben Berliner Eltern gehen gerichtlich gegen den eingeschränkten Schulbetrieb vor. Der Eilantrag richtet sich auch gegen das Wechselmodell.
tagesspiegel

Museen können in Brandenburg öffnen – mit Hygienekonzepten 

In Brandenburg öffnen die Museen: Durch die von der Landesregierung beschlossenen kleinen Schritte zur Lockerung der Corona-Beschränkungen ist das ab Montag wieder möglich. Voraussetzung ist, dass sich die Infektionslage nicht verschlechtert.

Die Museen freuen sich und haben schon lange Vorkehrungen getroffen, sagte Susanne Köstering, Geschäftsführerin des Museumsverbandes Brandenburg auf Anfrage. Abstands- und Hygieneregeln müssen eingehalten werden. Einige Häuser werden demnach sofort, andere später öffnen. Das werde sich vermutlich bis Ostern hinziehen. Interessierte sollten sich auf den Internetseiten informieren.
„Die Wiederöffnungsmöglichkeit kam nun genauso abrupt wie die Schließungsanordnungen“, sagte Ulrike Kremeier, Direktorin des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst (BLMK) in Cottbus und Frankfurt (Oder), auf Anfrage. Sie hätte sich etwas weniger eruptive Entscheidungen gewünscht.
Am Dienstag öffnet nach ihren Angaben das Haus in Cottbus – Besuche sind allerdings nur mit Anmeldung möglich. Die Ausstellung in der Rathaushalle Frankfurt (Oder) hingegen kann wegen der niedrigen Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt auch ohne Voranmeldung besichtigt werden. Der Zutritt sei aber nur mit medizinischen Masken gestattet.
Im Barberini Museum in Potsdam laufen diese Woche noch die Vorbereitungen für die am 13. März öffnende Ausstellung „Rembrandts Orient“. In 120 Werken wird gezeigt, wie niederländische Maler auf Einflüsse aus dem Nahen, Mittleren und Fernen Osten reagierten.
Auch das Brandenburg-Preußen Museum in Wustrau (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) erwartet ab Dienstag wieder Besucher – mit Maskenpflicht und Abstandsregeln. Führungen seien derzeit nicht möglich. Der Museumsverband empfiehlt Interessenten einen Blick auf die Internetseiten der Museen. (dpa) 

Aldi in Berlin verkauft nur wenig Schnelltests 

Seit diesem Samstag verkauft Aldi Schnelltests für den Selbstgebrauch für Zuhause. Allerdings waren die Tests in den meisten der 68 Aldi-Märkte schon am frühen Morgen sofort ausverkauft. Was auch dran lag, dass es in vielen Filialen des Discounters nur eine Handvoll Tests gab. Vor vielen Aldi-Supermärkten wie im Ring-Center in Friedrichshain oder an der Hasenheide in Neukölln bildeten sich am Morgen ab sieben Uhr lange Warteschlangen. Der Laden an der Hasenheide verkaufte aber insgesamt nur sechs Tests, der Markt im Ring-Center in Friedrichshain nur wenig mehr. 
Nachschub soll es bald geben. Kommende Woche sollen die Corona-Selbsttests außerdem in diversen Drogerien angeboten werden. (Louise Otterbein). Mehr lesen Sie hier: 

In Berliner Aldi-Filialen gab es nur wenige Selbsttests zu kaufen

Seit Samstag sind Corona-Schnelltests im Handel erhältlich. Doch bei den Aldi-Märkten waren sie schnell vergriffen. Die Enttäuschung war groß.
tagesspiegel

Discounter-Schnelltests schon ausverkauft 

Seit diesem Samstag verkauft Aldi Schnelltests für den Selbstgebrauch für Zuhause. Wie diese Tests funktionieren lesen Sie hier. 
Kommende Woche sollen die Corona-Selbsttests aber auch in diversen Drogerien angeboten werden. 

Corona-Selbsttests für alle: Wie sie funktionieren und wer daran verdient

Aldi verkauft von diesem Samstag an Selbsttests, andere Händler wollen folgen. Noch ist der Markt umkämpft: Denn wenige Anbieter haben bislang eine Zulassung erhalten.
tagesspiegel

FDP kritisiert Öffnungsverbot für Baumärkte als realitätsfremd  

Die Berliner FDP-Fraktion hat die neuen Öffnungsregeln für Gartencenter und Baumärkte in der Hauptstadt als realitätsfremd kritisiert. „Während andere Bundesländer den Baumärkten pünktlich zum Saisonstart eine reguläre Öffnung mit strengen Hygieneregeln ermöglichen, hält Berlin an der unnötigen Schließung fest“, sagte FDP-Fraktionsvorsitzender Sebastian Czaja der Deutschen Presse-Agentur. Anders als noch im ersten Lockdown sei dort nur Einkaufen mit gebuchtem Termin möglich. „Das ist nicht nur aus Sicht des Infektionsschutzes überflüssig, sondern mal wieder ein Beispiel einer völlig realitätsfremden Regelung“, kritisierte Czaja.
Gartencenter dürfen ganz regulär öffnen – die sind aber in der Regel in den Baumärkten integriert. Es macht keinen Sinn, dass ich im gleichen Geschäft meine Blumen jederzeit kaufen darf, um die Schippe zum Einpflanzen zu holen, aber umständlich einen Termin brauche“, argumentierte der FDP-Fraktionschef. „Diese Willkür bei den Regeln sorgt für weiteren Vertrauensverlust und zuletzt auch für Verlust der Akzeptanz für sinnvollere Maßnahmen.“ Der Berliner Senat hatte bei einer Sondersitzung am Donnerstag eine entsprechende Regelung beschlossen. (dpa) 

Berliner Zoo bereitet Öffnung von Tierhäusern und Aquarium vor  

Der Berliner Zoo plant die Öffnung der Tierhäuser und des Aquariums. Der Zugang solle jedoch angesichts der Corona-Pandemie nur unter Einhaltung strenger Auflagen möglich sein, teilte die Einrichtung mit. „Auf dem gesamten Gelände von Zoo und Tierpark gilt derzeit ohnehin schon eine Maskenpflicht“, sagte ein Zoosprecher auf Nachfrage. „Welche Bedingungen darüber hinaus in den Häusern gelten werden, besprechen wir derzeit.“ Weitere Details sowie der konkrete Öffnungstermin sollen in der kommenden Woche bekanntgegeben werden. Bis dahin lasse der Zoo sowohl die Tierhäuser als auch das Aquarium geschlossen. Zu sehen sind weiterhin die Tiere in den Außenanlagen.
Der Berliner Senat beschloss am Donnerstag Änderungen beim Infektionsschutz und erlaubt damit auch eine Öffnung von Tierhäusern und des Aquariums. (dpa)

Mittelstands-Verband fordert, alle Branchen zum 1. April zu öffnen

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Berlin hat gefordert, den Lockdown für den gesamten Einzelhandel sowie die Gastronomie und Hotellerie im kommenden Monat zu beenden. Der Senat solle die Öffnung ab dem 1. April „unter Einhaltung klarer, berlinweiter gültiger Vorschriften“ ermöglichen, teilte die Mittelstands-Vertretung am Freitagabend mit.
Die Unternehmen in diesen Branchen kämpften nicht nur um finanzielle Entschädigungen beim Bund und den Ländern, sondern seien mehrheitlich inzwischen in ihrer Existenz bedroht. „Die Kreisverbände und Mitglieder des Landesvorstands erreichen täglich erschütternde Nachrichten verzweifelter Unternehmerinnen und Unternehmer, die eine weitere monatelange Schließung nicht mehr verkraften können und Klarheit über den Zeitpunkt und Voraussetzung haben müssen“, hieß es.
Über die jüngst von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen heißt es: „Die diskutierten Vorschläge, zum Beispiel für Terminvereinbarungen im Einzelhandel, sind lebensfremd und machen jeden weiteren Geschäftsbetrieb für Unternehmen unwirtschaftlich“, heißt es. Inzidenzwerte dürften nicht der einzige Faktor für die Beurteilung der gesundheitlichen Situation sein, wenn schwere Krankheitsverläufe nur noch sehr selten bei jüngeren Menschen vorkämen. (dpa)

Brandenburg öffnet je nach Infektionslage

Fast drei Monate nach dem Beginn des harten Corona-Lockdowns können in Brandenburg Geschäfte und Museen unter Auflagen wieder öffnen. Das Kabinett beschloss am Freitag kleine Schritte zur Lockerung der Beschränkungen, die davon abhängig sind, wie sich die Zahl neuer Infektionen innerhalb einer Woche im Land entwickelt. Ab Montag (8. März) können Geschäfte und Museen öffnen, wenn man einen Termin gebucht hat und falls sich die Infektionslage nicht mehr deutlich verschlechtert. Auch Kosmetikstudios öffnen dann unter Auflagen. Drei Wochen nach den Grundschulen können auch die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen ab 15. März in den Wechselunterricht zwischen der Schule und zu Hause gehen.
Das Treffen mit Freunden oder Bekannten wird einfacher: Vom kommenden Montag an können sich zwei Haushalte mit bis zu fünf Menschen treffen, bisher war es ein Haushalt mit einer weiteren Person. Mit den neuen Regeln setzt Brandenburg eine entsprechende Vereinbarung zwischen Bund und Ländern vom Mittwoch um. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält die Lockerungsschritte für wichtig, verweist aber auf die weiter bestehenden Risiken durch das Coronavirus.
„Wichtig ist, dass der positive Trend, den wir in den vergangenen Wochen hatten, sich weiter fortsetzt“, sagte Woidke. Es sei weiter zwingend erforderlich, dass sich die Menschen an die Regeln zu Abstande und Hygiene halten.
Der Lockdown wird grundsätzlich bis zum 28. März verlängert. Wenn der Wert neuer Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche zwischen 50 und 100 liegt, wird ab Montag der Einkauf im Einzelhandel und der Besuch von Museen und Gedenkstätten mit Termin möglich. Auch individueller Sport im Freien mit bis zu 10 Erwachsenen oder bis zu 20 Kindern ist wieder erlaubt. Am Freitag lag diese 7-Tage-Inzidenz landesweit bei knapp 63. Bei einem Wert unter 50 gilt nur die Begrenzung der Kundenzahl pro Fläche ohne Termin.
Weitere Öffnungen sind in den folgenden Wochen davon abhängig, ob sich der Inzidenzwert jeweils zwei Wochen lang nicht verschlechtert. (dpa)

Mehr als 400 neue Infektionen – Inzidenz bei knapp 70

Die Zahl der gemeldeten Corona-Ansteckungen in Berlin ist um weitere 415 gestiegen. Das geht aus dem Lagebericht der Gesundheitsverwaltung vom Freitag hervor. Pro 100 000 Einwohner wurden innerhalb einer Woche 69,7 Infektionen erfasst, der Wert liegt damit etwas niedriger als am Vortag (70,5). Die Corona-Ampel steht bei diesem Kriterium weiter eindeutig auf Rot. Auf Gelb würde sie erst ab einem Wert von 30 springen, auf Grün ab 20.
15 weitere Menschen starben laut dem Lagebericht nach einer Coronavirus-Infektion. Insgesamt sind damit seit Beginn der Pandemie 2889 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus erfasst worden. Die Zahl der registrierten Corona-Fälle in dem Zeitraum von inzwischen rund einem Jahr stieg auf 131 551. Davon gelten 123 194 Menschen als genesen. Rund 5,5 Prozent der Berliner haben die erste Dosis der Corona-Schutzimpfung erhalten, 3,3 Prozent auch bereits die zweite.
Gelb zeigt die Corona-Ampel beim Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten: Er ist im Vergleich zum Vortag leicht gewachsen, auf 18,6 Prozent. Grün zeigt die Corona-Ampel bei der Reproduktionszahl mit 0,8. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Schnitt 80 andere Menschen anstecken. Liegt dieser Wert längerfristig deutlich unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. (dpa)

Erste Kita-Mitarbeitende und Personal an Förderzentren erhalten Impf-Einladungen

Am Freitag hat die Bildungsverwaltung die ersten Impf-Einladungen an Lehrkräfte an Berliner Förderzentren verschickt. Rund 6.000 Lehrkräfte, Erzieher sowie weitere Mitarbeitende sollen damit einen Impftermin vereinbaren können. Im Laufe des Tages sollen auch die Einladungen für Kitapersonal an die bezirklichen Jugendämter verschickt werden. Sie werden von dort aus in der kommenden Woche an die einzelnen Kitas weitergeleitet.
Sie erhalten in ihrem Brief einen personalisierten Code, der für die Online-Buchung genutzt wird. Sie sollen das Astrazeneca-Vakzin im Impfzentrum Tegel erhalten, ab Anfang kommender Woche dann auch im neu eröffneten Zentrum im ehemaligen Flughafen Tempelhof.
Bildungssenatorin Sandra Scheeres zeigte sich über die Einladungen erfreut. “Gerade die Beschäftigten an den Förderzentren können oft zu ihren Schülerinnen und Schülern keinen Abstand halten”, sagte sie am Freitag. Man arbeite mit Hochdruck daran, dass die Impfeinladungen an Berliner Kitas ab kommender Woche verschickt würden – das beträfe in einem ersten Schritt rund 50.000 Personen. Zudem wolle sie sich dafür einsetzen, dass auch Beschäftigten an Grundschulen bald eine Impfung angeboten werden könne. “Das hängt maßgeblich von den vorhandenen Impfkapazitäten ab.”

Zahl der Impfungen mit Astrazeneca in Berlin deutlich gestiegen

Die Zahl der Corona-Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff in Berlin ist deutlich gestiegen. Gab es in der Startphase im Impfzentrum Tegel, wo er bisher zum Einsatz kommt, nach dem 10. Februar rund 200 Impfungen täglich und Anfang vergangener Woche gut 400, lag die Zahl am Mittwoch bei 1021 und am Donnerstag bei 1009. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit auf Anfrage am Freitag mit. Im Vollbetrieb wären allerdings bis zu 3800 Impfungen pro Tag möglich – davon ist das Zentrum noch weit entfernt.
„Wir haben laut RKI heute insgesamt 28 182 gemeldete Impfungen mit Astrazeneca, das entspricht etwa Berlins Bevölkerungsanteil an den bundesweiten Zahlen“, sagte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung. Berlin hat den Angaben zufolge inzwischen 93 600 Impfdosen des britisch-schwedischen Herstellers bekommen, davon 28 800 in dieser Woche. Eine weitere Lieferung sei vom Hersteller verschoben worden.
Von den gelieferten Impfdosen seien 66 524 Dosen disponiert, also schon genutzt worden oder fest verplant. Davon seien 42 000 Impfdosen an Berliner Krankenhäuser für deren Personal gegangen, die den Astrazeneca-Impfstoff ebenfalls nutzen.
„Wir versenden gerade Buchungscodes an große Gruppen unter 65 Lebensjahren, darunter Kita-Personal“, so der Sprecher der Gesundheitsverwaltung. Außerdem soll Berücksichtigung finden, dass die Ständige Impfkommission den Astrazeneca-Impfstoff in Deutschland nun auch für Menschen ab 65 Jahren empfiehlt. Am Montag öffnet ein weiteres Impfzentrum in einem Hangar auf dem ehemaligen Gelände des Flughafens Tempelhof. Auch dort soll der Astrazeneca-Impfstoff verwendet werden. (dpa)

Fünf Millionen Euro für Brandenburger Kultur

Rund fünf Millionen Euro stellt das Land Brandenburg bis Ende Juni für Kultureinrichtungen bereit. Coronabedingte Einnahmeausfälle sollen damit zu 100 Prozent ausgeglichen werden, wie Kulturministerin Manja Schüle (SPD) am Freitag sagte. 
Im vergangenen Jahr betrug die Kulturhilfe des Landes vier Millionen Euro. Etwa die Hälfte der insgesamt 500 Einrichtungen im Land bekamen finanzielle Hilfe. Öffentliche, private und gemeinnützige Einrichtungen und Träger können sich bewerben. Investitionen sind über das Programm nicht förderfähig.
Die Hilfe sei wichtig, denn Kultur müsse durchhalten, sagte Schüle. Kultur sei kein Luxus. Einschränkungen und Belastungen für die Einrichtungen dauerten an.
Verlässliche Unterstützungsinstrumente seien nach wie vor unerlässlich, wenn Museen, Theater, Orchester oder andere Einrichtungen in Existenznot gerieten, weil ihnen die Einnahmen etwa aus Kartenverkäufen wegbrechen. Wichtig sei, die vielfältige Kulturlandschaft im Land zu sichern.
Unter anderem erhielt das Sinfonieorchester Collegium musicum Potsdam 16.150 Euro aus dem Fonds. Wegen weggebrochener Ticketeinnahmen habe die Gefahr bestanden, den Konzert- und den Probenbetrieb einstellen zu müssen, sagte Dirigent Knut Andreas. Dank der Hilfe konnte das 75 Jahre alte Ensemble Konzerte unter Hygienebedingungen geben.
Ohne die 52.000 Euro vom Land hätte das Stechlin-Institut keine Veranstaltungen organisieren können, sagten die beiden Geschäftsführer Romy und Stef Richter. Das Geld sei für das Projekte existenziell gewesen, einen Ort im ländlichen Raum zu schaffen, wo sich künstlerisches Denken und Handeln mit ökologischer und sozialer Verantwortung verbinden. (dpa)

Impfzentrum Tempelhof startet im Halbtagsbetrieb

Das neue Impfzentrum in Tempelhof soll nach dem Start am Montag zunächst nur nachmittags geöffnet sein. Für die Startphase seien zunächst 200 Impfungen pro Tag vorgesehen, sagte die Sprecherin der Impfzentren, Regina Kneiding, am Freitag. Das letzte von sechs Berliner Einrichtungen dieser Art ist im Hangar 4 des ehemaligen Flughafens untergebracht. Dort kommt der Impfstoff von Astrazeneca zum Einsatz.
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) teilten am Freitag mit, es sei eine Zubringer-Lininie mit zwei Kleinbussen zum neuen Impfzentrum geplant. Sie sind demnach täglich zwischen 12 und 19.30 Uhr im Einsatz; ab dem 22. März, wenn der Impfbetrieb auf zwei Schichten ausgeweitet wird, dann von 8.30 bis 19.30 Uhr. Die Busse starten am U-Bahnhof Paradestraße, die Fahrt dauert etwa drei Minuten. (dpa)

In Berlins größtem Labor ist in 52 Prozent aller positiven Corona-Proben die Mutation B.1.1.7 nachgewiesen worden. 

Britische Mutation in 52 Prozent der positiven Berliner Corona-Proben

Der Anteil der B.1.1.7-Fälle steigt im Labor von Vivantes und Charité deutlich. An der Universitätsklinik sollen bald Studenten geimpft werden.
tagesspiegel

Sportpolitikerin verärgert über Senatsbeschlüsse

Nicole Ludwig, Sportpolitikerin der Grünen, ärgert sich maßlos über die Beschlüsse des Senats, was den Sport betrifft: „Berlin schränkt ohne Not den Sport für Jugendliche weiter ein. Es ist nicht erklärbar, warum Sport für 13- in 14-Jährige untersagt wird“, sagte Ludwig dem Tagesspiegel. Es gebe dafür keinen epidemiologischen Grund. Bundesweit lautet die Regelung, dass Individualsport mit maximal 5 Personen aus 2 Haushalten und Sport in Gruppen von bis zu zwanzig Kindern bis 14 Jahren im Außenbereich auch auf Außensportanlagen möglich ist.
Anders als die Bundesregelung gilt in Berlin die Ausnahmeregelung für Kinder für Sport mit bis zu 20 Personen im Freien nur bis zwölf und nicht bis 14 Jahre.  Für alle über 12-Jährigen gelten im Sport die gleichen Regeln wie bei den Kontaktbeschränkungen: Ab 8. März 2021 dürfen sich maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten zum Sport machen treffen.

Alle wieder in die Schule, noch im März. Auch in Berlin?

Alle Schüler sollen nach den Worten der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, noch im März wieder in die Schule gehen können. “In der Kultusministerkonferenz sind wir uns einig: Wir wollen, dass noch im März alle Schülerinnen und Schüler wieder zur Schule gehen – auch wenn es im Regelfall erst mal Wechselunterricht sein wird”, sagte Brandenburgs Bildungsministerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am Freitag.

Ob das auch für Berlin gilt, ist noch nicht klar. Die Verwaltung von Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) äußerte sich dazu bislang nicht. In Berlin dürfen die ersten drei Grundschulklassen sowie die Abschlussklassen seit dem 22. Februar im Wechselunterricht wieder in die Schule gehen. Am 9. März kommen nach den bisherigen Plänen die Viert- bis Sechstklässler dazu, als nächstes sollen “perspektivisch” und “vorbehaltlich der Infektionslage” die Oberstufen und die 10. Klassen drankommen. Eine Präsenzpflicht gibt es derzeit nicht. 

Ursprünglich wollte Scheeres die Klassen 10 bis 13 sowie die Grundschüler bereits im Januar in halber Klassenstärke wieder zurückzuholen, hatte aber nach massiven Protesten eine Kehrtwende eingelegt.

In Brandenburg sollen ab dem 15. März alle Schüler der weiterführenden Schulen im Wechselunterricht in die Schule gehen können, die Grundschüler sind bereits zurückgekehrt.

Ernst betonte am Freitag: “Auch wenn wir durch die Virusmutation eine veränderte Situation haben, können wir nicht noch mal mehrere Wochen warten. Dafür haben die Schulschließungen einen zu hohen sozialen Preis.” Kinder und Jugendliche litten stark unter der Beschränkung ihrer Kontakte – nicht nur durch schlechtere Bildungschancen, sondern auch psychisch. “Das darf uns nicht kalt lassen”, sagte Ernst. “Deshalb ist für mich klar, dass wir nicht nur die Grundschulen öffnen müssen, sondern auch an den weiterführenden Schulen zumindest in den Wechselunterricht gehen müssen.”

Impfen und Testen: Kalayci kritisiert erneut Spahn

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat am Freitagmorgen auf Twitter verkündet, Berlin habe 80 Prozent des bisher gelieferten Serums der deutschen Firma Biontech verimpft. “Mehr geht nicht, weil Reserve” schrieb die Senatorin. Man hätte mehr impfen können, so Kalayci weiter, und kritisierte den Bund: “Die späte und knappe Bestellung von Impfstoffen hat fatale Folgen insbesondere bei steigenden Infektionen!”

Scharf attackierte Kalayci Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag auch bei Radio Eins. Dieser habe die Strategie “Testen für alle” erst zum 1. und dann zum 8. März in Aussicht gestellt. “Und jetzt wird eine Taskforce eingerichtet vom Bund. Weil Herr Spahn das anscheinend so nicht hinbekommt.” Dass Spahn und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) diese Taskforce leiten sollen, mache ihr “eindeutig Sorgen”. Berlin werde nicht auf den Bund warten, sagte Kalayci. “Wir haben alleine als Land Berlin schon über 20 Millionen Schnelltests besorgt und im Bereich Bildung machen wir es echt vor, wie es geht.”
Die Befürchtung der Berliner Abgeordneten Wolfgang Albers (Linke), der Vorsitzender des Gesundheitsausschusses ist, teilt Kalayci nicht. Albers sagte am Freitag im Inforadio, in Berlin fehlten Logistik und mangelnde Kapazitäten für die neue Teststrategie von Bund und Ländern, die einen Schnelltest pro Woche und Bürger vorsieht. 
“Der Bund hat sich da einen schlanken Fuß gemacht. Der hat die Verantwortung in die Kommunen und in die Länder gegeben und hat sich über die praktische Ausführung nicht weiter Gedanken gemacht», sagte Albers. “Die Reduzierung auf die neun Teststellen, die wir bisher haben, werden nicht ausreichen. Und selbst wenn man es verdoppelt, ist es eine Zahl, die bei weitem nicht dem Bedarf entsprechen dürfte”, sagte er mit Blick auf die Hauptstadt.
Kalayci sieht Berlin hingegen gut aufgestellt und ist zuversichtlich, dass allen Bürgern ab Montag ein kostenloser Schnelltest zur Verfügung gestellt werden kann. “Ich denke, dass Berlin diese Infrastruktur hat”, sagte Kalayci bei Radioeins. “Wir haben sehr viele Teststellen in den letzten Wochen aufgebaut, sowohl stationäre als auch mobile, das heißt, die Infrastruktur haben wir.” (mit dpa)

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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