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Coronavirus in Berlin : Senat beschließt Schnelltests für Schulen und Kitas

Inzidenz bleibt unter 100 + Stufenweise Schulöffnung ab dem 17. Februar umstritten + Impfzentrum am Flughafen Tegel startet am Mittwoch + Der Virus-Blog.

Coronavirus in Berlin : Senat beschließt Schnelltests für Schulen und Kitas

Wann die Test kommen, ist bislang noch unklar.Foto: Marijan Murat/dpa

Der Berliner Senat hat am Dienstag beschlossen, Schulen und Kitas Schnelltests zur Verfügung zu stellen. Wann genau sie eingesetzt werden können, sei derzeit in der Klärung. (Mehr dazu unten im Newsblog)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Die Gesundheitsverwaltung meldete am Montag 284 Neuinfektionen mit dem Coronavirus, 128 mehr als am Vortag, zwei Corona-Ampeln stehen aktuell auf Rot
  • Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) warnt vor zu frühen Lockerungen
  • Streit um Schulöffnungen: Linkspartei und GEW bremsen Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) 
  • Mehr Service: Das sind die Regeln. Hier können Sie sich in Berlin testen lassen. Positiv – was nun? Ein Leitfaden. Corona im Kiez: Newsletter kostenlos bestellen.

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Coronavirus in Berlin : Senat beschließt Schnelltests für Schulen und Kitas

Senat beschließt Selbsttests für Schulen und KitasDer Berliner Senat hat am Dienstag die Durchführung von Schnelltests für Schüler:innen sowie alle Mitarbeiter:innen an Berliner Schulen und Kitas beschlossen.
  
Die Tests sollen neben anderen bereits umgesetzten Maßnahmen wie dem Screening, Teststellen für asymptomatisches Personal sowie mobilen Teststellen, eine sichere Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts ermöglichen.

“Flächendeckend und regelmäßig” sollen Schnelltestungen aller Berliner Schüler:innen sowie des gesamten pädagogischen und nichtpädagogischen Personals vorgenommen werden können, heißt es in der vom Senat beschlossenen Unterlage, die dem Tagesspiegel vorliegt. Ebenfalls mit Selbsttests versorgt werden sollen Berliner Kitas und deren Mitarbeiter:innen – Kita-Kinder sollen nicht getestet werden.

Klar ist: Die Tests sollen selbstständig und vor allem freiweillig durchgeführt werden. Eine Verpflichtung zum Testen ist erstens nicht vorgesehen und zweitens rechtlich unmöglich. In der Unterlage ist die Rede davon, dass pro Schüler:in oder Lehrer:in zwei Tests pro Woche bereitgestellt werden. Zur Einordnung: Allein für die Berliner Schulen würden so bis zu einer Million Test pro Woche benötigt. Fällt ein Test positiv aus, wird das Ergebnis mittels PCR-Test verifiziert, heißt es im Beschluss weiter. Zuständig dafür ist die Senatsverwaltung für Gesundheit.

Unklar ist, ab wann die Tests eingesetzt werden können. Zunächst müssen die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, die Gesundheitsverwaltung befindet sich in Klärung mit den zuständigen Bundesbehörden.

Coronavirus in Berlin : Senat beschließt Schnelltests für Schulen und Kitas

Berlins Regierender Bürgermeister Müller warnt vor zu schnellen Lockerungen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat sich für eine Verlängerung des Lockdowns ausgesprochen, um den Inzidenzwert der Ansteckungen mit dem Coronavirus weiter zu senken. “Man kann sich jetzt nicht zurücklehnen. Wenn wir zu schnell öffnen, sind wir wieder bei einer Inzidenz von über 100 und beginnen alles von vorne. Das wäre unzumutbar”, sagte Müller im Deutschlandfunk am Dienstag. 
Der Wert von 50 sei vor allem deswegen wichtig, weil er die Leistungsfähigkeit der Gesundheitsämter und der medizinischen Versorgung in den Kliniken zeige. “Unter 50 ist das alles sehr viel besser möglich”, sagte Müller. 
Die Virusvarianten jedoch hätten die Situation verschärft. Deshalb sei die Sorge groß, dass man zu früh wieder hohe Infektionszahlen habe, wenn man sich nur an der Zahl 50 orientiere. Deshalb gebe es viele, die nun sagen, man müsse wegen der Virusvarianten deutlich unter den Inzidenzwert von 50 kommen.
Man habe dahingehend zwar bislang noch eine dünne Datenbasis. Man sehe aber in anderen Ländern, was diese Virusvarianten anrichten. “Innerhalb von wenigen Tagen gibt es eine Vervielfachung der Infektionszahlen und wir wissen offensichtlich, dass diese Virusvariante deutlich aggressiver ist, dass man sich schneller ansteckt und dass es durchaus auch zu schwereren Krankheitsverläufen kommt.” Unbestritten sei deshalb, dass man mit ersten Öffnungsschritten sehr vorsichtig sein müsse. 
Ein Inzidenzwert von 50 sei jedoch das Minimum, in vielen Ländern würde man sich eher an der Zahl 30 oder 35 orientieren. Auf dem Weg die Zahlen sogar darüber hinaus zu senken, sei aber schon wieder vieles möglich. Hier spiele der Bildungsbereich vor allem eine Rolle. Gerade bei Kindern sehe man die sozialen Folgen und was man ihnen antue, wenn man ihnen kein Bildungsangebot mache. 
“Die Wissenschaft sagt nach wie vor, auch in den Schulen gibt es Infektionsrisiken, aber gerade in den ganz jungen Jahrgängen seien dies keine Ausbruchsherde, die man dann nicht mehr kontrollieren kann.” Wenn man den Schulbetrieb aber durch deutlich mehr Testungen absichere oder durch Impfungen für das Lehrpersonal, könne man in den jungen Jahrgängen mit dem Schulbetrieb wieder beginnen. 

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Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse in Berlin deutlich gesunken

Deutlich weniger junge Menschen haben im vergangenen Jahr in Berlin eine Ausbildung begonnen. Die Zahl der neuen Verträge ging im ersten Jahr der Coronakrise um rund 17,5 Prozent im Vergleich zu 2019 zurück, wie die Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK) am Dienstag mitteilte. Vor allem die von der Krise besonders schwer betroffenen Branchen stellten weniger Nachwuchskräfte ein als sonst. Um mehr als die Hälfte ging etwa die Zahl der Neu-Ausbildungsverträge bei den Veranstaltungstechnikern zurück. Auch im Hotel-, Restaurant-, und Tourismussektor lagen die Rückgänge bei mehr als 40 Prozent.
Ausbildung bedeute, für die Zukunft der nächsten zwei bis drei Jahre zu planen, teilte die Präsidentin der IHK Berlin, Beatrice Kramm, mit. „Vielen Betrieben fehlte – und fehlt – es an diesem Planungshorizont.“
In manchen Branchen wiederum nahm die Zahl der Verträge zu. Besonders Eisenbahn-Unternehmen stellten kräftig ein: Die Zahl der Ausbildungsverträge stieg im vergangenen Jahr um 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei IT-System-Eletronikern lag die Steigerung bei mehr als 30 Prozent. Den allgemeinen Rückgang konnten diese Branchen indes nicht kompensieren.
Insgesamt habe die Berliner Wirtschaft im vergangenen Jahr rund 14.900 Ausbildungsplätze angeboten, teilte die IHK weiter mit. Das waren demnach rund 13 Prozent weniger als 2019. Mehr als 1600 der Stellen blieben unbesetzt. Diesen offenen Plätzen standen und stehen laut Statistik der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit derzeit fast 3400 junge Menschen gegenüber, die als ausbildungssuchend gemeldet sind.
Wer aber bereits mitten in der Ausbildung steckte, musste sich zunächst nicht mehr Sorgen machen als sonst. Rund 2800 Verträge wurden im vergangenen Jahr aufgelöst, so wenige wie seit fünf Jahren nicht mehr. Die Auflösungsquote lag 2020 damit laut IHK bei knapp 12 Prozent. (dpa)

Mehr als 1400 Kältehilfe-Plätze für Obdachlose

Die Berliner Kältehilfe hält derzeit 1426 Plätze für Obdachlose bereit – so viele wie noch nie. “Es ist eine neue Marke, sie ist aber auch nötig, weil sich die Bedingungen erheblich verschärft haben”, sagte der Sprecher der Sozialverwaltung, Stefan Strauß, am Dienstag. 
Durch die Corona-Pandemie seien viele Möglichkeiten, sich aufzuwärmen oder Geld zu verdienen, weggefallen. Hinzu käme jetzt auch noch die extreme Kälte. Von den mehr als 1400 Plätzen seien 624 Plätze täglich rund um die Uhr nutzbar, sagte Strauß. In diesen Einrichtungen werde auch eine Sozialberatung angeboten. (dpa)

Weiter Distanzunterricht in Brandenburg

Im Vergleich zur vergangenen Woche hat sich die Lage in Brandenburg entspannt – die Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gesunken. Der Distanzunterricht wird dennoch bis zum 21. Februar weiter fortgesetzt. Mehr dazu von unseren Kollegen der Potsdamer Neuesten Nachrichten: 

tagesspiegel

Leichte Entspannung bei Corona-Lage in Brandenburg

Die Corona-Lage in Brandenburg hat sich im Vergleich zur vergangenen Woche leicht entspannt. Der Wert neuer Corona-Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Dienstag landesweit bei etwa 87, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam berichtete. Vor einer Woche betrug er noch 123.

Im Vergleich zum Vortag mit etwa 88 ging die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz aber nur geringfügig zurück. Die meisten zusätzlichen Infektionen kamen in Potsdam mit 71 hinzu. Während am Montag die Daten neuer Fälle aus acht Landkreisen oder kreisfreien Städten fehlten, stand am Dienstag nur die Zahl aus dem Kreis Spree-Neiße aus.
Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in einigen Landkreisen weiter relativ hoch. Schwerpunkt ist nach wie vor der Kreis Oberspreewald-Lausitz mit knapp 183, gefolgt von der Prignitz mit etwa 156. Derzeit sind 774 Corona-Patienten im Krankenhaus, davon 147 auf Intensivstationen. Seit Ende Dezember wurden mehr als 109.000 Menschen in Brandenburg geimpft, davon mehr als 30.000 sogar schon zwei Mal. (dpa)

„Britische Virus-Sorte schlägt womöglich voll durch“: Vivantes-Chef Danckert warnt vor der Ministerpräsidenten-Konferenz zu schnellen Lockerungen

tagesspiegel

Intensivbettenampel steht kurz vor Gelb – ein Bezirk bei Inzidenz unter 50

Am Montag hat die Gesundheitsverwaltung 284 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind 128 mehr als am Vortag, wobei am Sonntag allerdings nicht alle Gesundheitsämter ihre Werte gemeldet haben. Dennoch sind die Zahlen weiter rückläufig. Am vergangenen Montag etwa vermeldete die Gesundheitsverwaltung noch 455 Neuinfektionen.  
Die 7-Tage-Inzidenz liegt mit einem Wert von 71,7 weiter unter deutlich unter 100 – allerdings höher als in den vergangenen Tagen. Am Vortag lag er bei 70,5, davor bei 70,1. Die Berliner Corona-Ampel zur Inzidenz steht weiter auf Rot. Angestrebt werden weniger als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die niedrigste Inzidenz verzeichnet Lichtenberg mit einem Wert von 42,8.
Ebenfalls weiter auf Rot steht die Ampel für die Auslastung der Intensivbetten. Aktuell werden 25,1 Prozent aller Berliner ITS-Betten durch Covid-Patienten belegt. Dieser Wert ist seit Tagen ebenfalls rückläufig, bei 25 springt die Ampel auf Gelb.
15 Menschen, die am Coronavirus erkrankt waren, sind in den vergangenen 24 Stunden verstorben

Stufenweise Schulöffnung ab 17. Februar umstritten

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat mehrere Szenarien für eine stufenweise Rückkehr der Schulen zum Präsenzbetrieb entwickelt. Eines davon sieht auch die Rückkehr der Grundschüler ab dem 17. Februar vor. Entgegen anderslautender Berichte heißt es aus der Bildungsverwaltung jedoch, dies sei nur eines von mehreren Szenarien, die in der Senatssitzung am Dienstag diskutiert würden. 
Schon bevor eine Entscheidung getroffen wurde, treten Linkspartei und Lehrergewerkschaft auf die Bremse. „Wunschdenken darf in keiner Form zur Entscheidungsgrundlage werden“, sagte Regina Kittler, bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus, am Montag dem Tagesspiegel. Sie warnte vor einem „Lotteriespiel mit der Gesundheit“ von Kindern und Erwachsenen und kündigte an, das zur Debatte stehende Öffnungsszenario abwenden zu wollen. 
Grundvoraussetzung dafür, die Schulen schrittweise und zu Beginn wohl nur für die jüngsten Jahrgänge zu öffnen, sei ein Unterschreiten der 50er-Marke bei der 7-Tage-Inzidenz, sagte Kittler. Markus Hanisch, Sprecher der Lehrer:innengewerkschaft GEW, stimmt dem am Montag zu. 
Linke und Grüne kritisierten, dass in der Vorwoche mehrere SPD-Vertreter, darunter auch Innensenator Andreas Geisel, Schulöffnungen angekündigt und sogar mit einem Zeitplan versehen hatten. (Robert Kiesel)

Impfzentrum am Flughafen Tegel startet am Mittwoch

In Berlin geht in dieser Woche ein weiteres Impfzentrum an den Start: Am Mittwoch sollen die Immunisierungen im Gebäude des ehemaligen Flughafens Tegel beginnen. Ein Test am Samstag sei gut gelaufen, sagte Regina Kneiding, Sprecherin der Impfzentren. 
Geplant ist, in Tegel den Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca einzusetzen. Davon kamen am Samstag 14.400 Dosen in Berlin an. Dieser Impfstoff wird nur an Menschen unter 65 Jahren gespritzt. Bisher sind Impfzentren in der Arena-Halle in Treptow, im Erika-Heß-Eisstadion in Wedding und auf dem Messegelände unter dem Funkturm geöffnet. (dpa)

Bewohner Berliner Pflegeheime sind noch nicht alle geimpft

Die Corona-Impfungen in den Berliner Alten- und Pflegeheimen sind noch nicht abgeschlossen. Bisher haben rund 26.000 Heimbewohner eine erste Impfung bekommen, rund 20.000 auch schon ihre zweite, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit am Montag auf Anfrage mitteilte. Damit seien 90 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner einmal und rund 70 Prozent zweimal geimpft worden.Die Impfungen hatten am 27. Dezember begonnen. Die Pflegeheime werden von mobilen Impfteams angefahren. Nach Angaben der Senatsverwaltung sollen diese auch weiterhin eingesetzt werden, wenn ihre Arbeit in den Heimen beendet ist, etwa zur Impfung von Personen in häuslicher Pflege, Demenz-WGs oder ähnlichen Pflegeeinrichtungen. (dpa)

Je prekärer und enger, desto mehr Corona – die Unterschiede zwischen den Bezirken in der Pandemie sind gravierend und haben viel mit der sozialen Situation zu tun. 

Je prekärer und enger, desto mehr Corona

Der Senat veröffentlicht Daten zur Corona-Pandemie. Die Unterschiede zwischen den Bezirken sind gravierend und wohl auch auf die soziale Situation zurückzuführen.
tagesspiegel

Nur wenige Gesundheitsämter melden Neuinfektionen

Nur gut die Hälfte der Brandenburger Gesundheitsämter haben am Montag die Zahlen der Corona-Neuinfektionen an das zuständige Landesamt gemeldet. So wurden innerhalb eines Tages nur 105 neue Corona-Fälle registriert, wie das Landesgesundheitsamt am Montag mitteilte. Acht der insgesamt 18 Landkreise und kreisfreien Städte hatten keine neuen Fälle gemeldet.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um einen auf 2662. Die Zahl der aktuell Erkrankten sank um 184 auf 7261 Patienten. 756 von ihnen werden stationär in Krankenhäusern behandelt, davon knapp 150 auf Intensivstationen. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sank in ganz Brandenburg auf 88,1.
Seit Ende Dezember erhielten 106.207 Personen eine Corona-Schutzimpfung. Darunter sind knapp 28.000 Bürger, die bereits die notwendige Zweitimpfung erhalten haben. (dpa) 

Gesundheitsausschuss billigt neue Quarantäneverordnung

Die neue Quarantäneverordnung des Landes Brandenburg zur Eindämmung des Coronavirus bleibt in Kraft. Der Gesundheitsausschuss des Landtags gab am Montag in einer Sondersitzung dafür grünes Licht. Damit müssen sich bis zum 4. März Einreisende aus Risikogebieten wie dem Nachbarland Polen grundsätzlich in Quarantäne begeben und auf das Coronavirus testen lassen.

Ausnahmen gelten für Grenzpendler oder den Besuch von Familienangehörigen. Einreisende aus Staaten, in denen Mutationen des Virus verbreitet sind, müssen zusätzlich einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen.
Die Mehrheit von zehn Abgeordneten der rot-schwarz-grünen Koalitionsfraktionen sowie der Linken stimmte im Ausschuss dafür, der neuen Verordnung nicht zu widersprechen. Von der AfD kamen vier Gegenstimmen. Der Vertreter von BVB/Freie Wähler enthielt sich. “Mit verschärften Regeln für Einreisende und Reiserückkehrer aus Hochinzidenzländern und Staaten mit Mutationen des Coronavirus soll dem weiterhin unkalkulierbaren Infektionsgeschehen entgegengewirkt werden”, heißt es in dem Beschluss. (dpa)

Zwei Millionen Schnelltests für Berlin Kitas

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat am Sonntag angekündigt, zwei Millionen Schnelltests an Berliner Kitas zu verteilen. Das sagte Kalayci der “Berliner Morgenpost”. Drei Bezirke haben bereits Schnelltests bekommen, wie der Tagesspiegel zuvor berichtete. Bis Ende dieser Woche sollen alle Kitas ihre Schnelltests in den Bezirken abholen können. Danach sollen die Schulen versorgt werden.
Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hatte zuvor gegenüber dem Tagesspiegel angekündigt, dass die Kitas Priorität haben. Der Grund dürfte sein, dass in vielen Kitas bereits 50 bis 80 Prozent der Kinder in der Notbetreuung sind, sodass die Erzieherkräfte stärker infektionsgefährdet sind als etwa Lehrkräfte, deren Schüler überwiegend zu Hause beschult werden.

Brandenburg will Impftermine für Pflegepersonal anbieten

Brandenburg hat am Sonntag 9600 Dosen des neu zugelassenen Impfstoffs des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca erhalten. Dieser Impfstoff ist für unter 65-jährige Menschen vorgesehen, wie Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft, der auch Leiter des Krisenstabs ist, am Montag im RBB-Inforadio sagte. Voraussichtlich in dieser Woche sollen Termine für Pflegepersonal in Krankenhäusern oder ambulanten Diensten angeboten werden.

Insgesamt sollen ab dieser Woche bis Anfang März knapp 170.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer und Astrazeneca nach Brandenburg geliefert werden, sagte Ranft. In Zukunft sollen Anmeldungen nicht wie bisher über eine Telefon-Hotline möglich sein. Man wolle zielgerichtet die Menschen im Alter von über 80 Jahren anschreiben, so wie Berlin das bereits mache. Die Verwaltung sei vom Andrang und der “Impfbereitschaft der Menschen überrascht worden”. Kitas und Schulen sollen Schnelltests für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen. (dpa)

Inzidenz bei 70,5, ITS-Belegung bei 25,6 Prozent – Zahlen nur leicht verändert

Am Sonntag meldete die Senatsverwaltung für Gesundheit 156 Neuinfektionen. Am Wochenende melden allerdings nicht alle Gesundheitsämter ihre Werte, weshalb die Zahlen nur bedingt aussagekräftig sind. Vier Todesfälle kamen hinzu. 
Die stadtweite Inzidenz liegt bei 70,5 und damit leicht höher als am Vortag (70,1). Die Ampel steht weiter auf Rot – insgesamt ist der Wert jedoch in den vergangenen Wochen stark rückläufig. Die Berliner Bezirke liegen mittlerweile wieder alle über der 50er-Marke – Steglitz-Zehlendorf, das am Samstag als erster Bezirk den Wert wieder unterschritten hatte, liegt am Sonntag bei 59,7. Am höchsten ist die Inzidenz nach wie vor in Mitte (87,1).
Ebenfalls leicht höher als am Vortag liegt mit 25,6 Prozent der Anteil der Corona-Patienten auf Intensivstationen – das sind 325 Personen. 243 von ihnen werden beatmet. Die Ampel steht hier weiter auf Rot, schlägt aber auf Gelb um, wenn der Wert 25 Prozent unterschreitet.
Grün zeigt nach wie vor die Ampel für den R-Wert, der am Sonntag bei 0,94 liegt.

Party trotz Corona – Gäste fliehen vor Polizei trotz Kälte aufs Dach

Eisige Kälte hat nach kurzer Zeit die Flucht von Teilnehmern einer Party trotz Corona-Verordnung vor der Polizei in Potsdam beendet. Die Beamten waren in der Nacht zu Sonntag wegen lauter Musik aus einer Wohnung gerufen worden, teilte die Polizeidirektion West mit. Mehrere Menschen im Alter von 16 bis 20 Jahren wurden laut Polizei angetroffen, die nachweislich nicht einem Haushalt angehörten. Einige der Party-Gäste seien aus dem Fenster über die Feuerleiter aufs Dach geflüchtet. Zunächst hätten die Jugendlichen nicht auf die Polizei reagiert. Die Temperaturen und der eisige Wind hätten sie dann zur Rückkehr in die Wohnung bewegt. Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Eindämmungsverordnung wurden erstattet, wie es weiter hieß. (dpa)

Rund 90 Prozent der Berliner Pflegeheimbewohner haben erste Impfung erhalten

In Berlin haben mittlerweile 90 Prozent der Bewohner in Pflegeheimen ihre erste Impfung bekommen. 70 Prozent haben außerdem bereits die zweite Dosis erhalten. Das berichtete Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Sonntag. Sie dankte Ärzten, Pharmazeuten und der Bundeswehr für die gemeinsame Impfkampagne.

Wenige Infektionsfälle in Brandenburg – Sieben-Tage-Inzidenz gesunken

In Brandenburg sind die Werte der Sieben-Tage-Inzidenz der Ansteckungen mit dem Coronavirus und die Zahl der Neuinfektionen am Sonntag weiter gesunken. 276 neue Fälle kamen binnen 24 Stunden hinzu, teilte das Gesundheitsministerium mit (Stand: 0.00 Uhr). Vor einer Woche wurden 437 neue Ansteckungen gemeldet. Die Zahl der aktuell Erkrankten liegt derzeit im Land bei 7445 – 73 mehr als vor 24 Stunden gemeldet.
Am Wochenende kann es aufgrund des Meldeverzuges zwischen dem Bekanntwerden von Fällen vor Ort und der Übermittlung der Daten zu Abweichungen mit den aktuell veröffentlichen Zahlen kommen.
Weiter gesunken ist der Landesdurchschnitt der Sieben-Tage-Inzidenz – der neuen Ansteckungen innerhalb von einer Woche bei 100.000 Einwohnern. Er lag nach den Angaben bei 89,4, am Vortag wurden 92,3 gemeldet. Vor einer Woche lag er bei rund 140. Spitzenreiter sind die Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit 182,9, Oberhavel mit 135,3 und Prignitz mit 130,1. Aus der Landeshauptstadt Potsdam wurde ein Wert von 47,9 gemeldet. Ziel von Bund und Ländern ist es, die Inzidenz unter 50 zu bringen.
60.847 Menschen gelten als genesen von der Krankheit. 7445 (+73) Personen sind erkrankt. 7 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion, am Samstag wurden 83 Todesfälle registriert. Mit Stand Sonntag sind 2625 Tote zu beklagen.
Insgesamt 106.297 Menschen sind seit dem 27. Dezember geimpft worden. Am vergangenen Sonntag waren insgesamt 86.804 Corona-Schutzimpfungen erfasst worden. (dpa)

Krankenhaus-Hygieniker: Statt 7-Tage-Inzidenz neuer Index gefordert

Die derzeit genutzte 7-Tage-Inzidenz der gemeldeten Corona-Neuinfektionszahlen innerhalb einer Woche bei 100.000 Einwohnern ist aus Sicht der Deutschen Gesellschaften für Pädiatrische Infektiologie und für Krankenhaushygiene als Steuerungsmechanismus untauglich. „Ein neuer Index muss transparent und belastbar politische Entscheidungen begründen können“, schreiben beide Gesellschaften in einer Mitteilung. Daten der Überlastung des Gesundheitssystems mit Nennung von Zahlen zur Hospitalisierung, zur Belegung der Intensivbetten und zu Todesfällen müssten eingehen.
Der weitere Betrieb von Gemeinschaftseinrichtungen von Kindern und Jugendlichen in Corona-Zeiten sollte zudem oberste Priorität haben, fordern die beiden Gesellschaften. Er könne mit einem ausreichenden Maß an Sicherheit und Nachhaltigkeit umgesetzt werden, meinen sie. Kinder in diesen Einrichtungen seien keine Treiber der Pandemie.
In der Vergangenheit seien die weitreichenden Folgen der Schließung von Kitas und Schulen zu wenig berücksichtigt worden, kritisieren die beiden Gesellschaften. Für Kinder und Jugendliche seien diese Einrichtungen systemrelevant. „Schulschließungen können nur das letzte Mittel sein“, hieß es. Infektionshäufungen an Schulen kommen vor, allerdings fehlten meist strukturierte Ausbruchsuntersuchungen. (dpa)

Coronahilfen für Berliner Start-ups werden verlängert

Die Coronahilfen für Berliner Start-up-Unternehmen werden bis zum 30. April verlängert. Die Investitionsbank Berlin (IBB) öffne kurzfristig wieder dafür die Akkreditierung, teilte die Wirtschaftsverwaltung am Sonntag mit. Investoren könnten sich in der kommenden Woche für den sogenannten Baustein 2 der Coronahilfen für Start-ups bewerben. Dabei spiele es keine Rolle, ob sich die Geldgeber bereits beim ersten Bewerbungsverfahren beworben hätten. Sie müssten aber in der Lage sein, mindestens vier Start-ups oder Unternehmen bis zum Programmende zu unterstützen.

Bisher wurden laut Wirtschaftsverwaltung 71,95 Millionen Euro an Finanzierungshilfen für 134 Start-ups zugesagt. In Baustein 2 wird bei der Vergabe der Finanzierungsmittel auf die Einbindung privater Investoren gesetzt. Bei positivem Ergebnis ergänzen sie die öffentlichen Finanzierungsmittel mit Eigenanteil von 20 Prozent. (dpa)

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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