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Coronavirus in Berlin : Mehr als 50 Jugendliche feiern im Gleisdreieckpark – vier Polizisten verletzt

Probleme in der Astrazeneca-Impfhotline + 484 Neuinfektionen, Inzidenz bei 138 + Senat beschließt Rückkehr zum Kita-Notbetrieb + Der Virus-Blog.

Coronavirus in Berlin : Mehr als 50 Jugendliche feiern im Gleisdreieckpark – vier Polizisten verletzt

Polizeiwagen stehen bei warmen Temperaturen am Abend im vollen Park am Gleisdreieck.Foto: Fabian Sommer/dpa

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Berlin verstärkt gegen zu viele und zu enge Kontakte auch im Freien vorgehen. Mit den steigenden Temperaturen versammeln sich zunehmend mehr Menschen auf Plätzen und in Parks. Auch am Donnerstagabend ging die Polizei im Gleisdreieckpark wieder gegen Gruppen von zu vielen Menschen auf zu wenig Platz vor. (Mehr dazu weiter unten im Newsblog.)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Astrazeneca: Auch am Karfreitag wieder Schwierigkeiten mit der Impfhotline.
  • Zahlen: Inzidenz bei 138, 484 Neuinfektionen, zehn neue Todesfälle
  • Kitas: Ab Donnerstag Rückkehr zur Notbetreuung
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Coronavirus in Berlin : Mehr als 50 Jugendliche feiern im Gleisdreieckpark – vier Polizisten verletzt

Noch immer Probleme in der Astrazeneca-ImpfhotlineErneut gab es am Freitag Berichte über Probleme in der Astrazeneca-Impfhotline. Eine Terminsuchende sagt, sie sei nach gut 40 Minuten aus der Hotline geflogen, ein anderer berichtet, am Morgen nach zwei Stunden noch nicht einmal in die Warteschlange gekommen zu sein.
Bereits am Donnerstag kam es zu Problemen – Terminbuchungen waren nicht möglich, Die Termine konnten bei der stark frequentierten Impfhotline unter der Nummer 030 90282200 nicht vergeben werden. Manchem gelang es dann aber nach der Geduldsprobe, einen ersten Impftermin für Ostern zu vereinbaren – und einen Termin für die Zweitimpfung im Juni.
Das technische Problem solle rasch gelöst werden, hieß es bei der Hotline. Am Nachmittag teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit mit, bis 5. April würden die Zeiten der Hotline ausgeweitet, diese sei dann erreichbar von 7 bis 20 Uhr. Laut Doctolib, dem Impftermin-Dienstleister, beschränkten sich die Zeiten vorher auf 7 bis 18 Uhr.
Über 50.000 Impfungen in allen sechs Impfzentren seien über die Ostertage geplant, sagte der Koordinator der Berliner Impfzentren, Detlef Cwojdzinski, der rbb-Abendschau.

Die Senatsverwaltung hatte am Mittwoch angekündigt, Astrazeneca stehe ab sofort der Altersgruppe von 60 bis 70 Jahren zur Verfügung, wenn sie bisher noch keine Einladung erhalten habe. Das seien rund 300.000 Menschen, die nicht unter chronischen Krankheiten leiden. (mit dpa)

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Polizei gegen Park-Partys – Jugendliche verletzen Beamte am Gleisdreieckpark

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Berlin verstärkt gegen zu viele und zu enge Kontakte auch im Freien vorgehen. Mit den steigenden Temperaturen versammeln sich zunehmend mehr Menschen auf Plätzen und in Parks. Auch am Donnerstagabend ging die Polizei im Gleisdreieckpark wieder gegen Gruppen von zu vielen Menschen auf zu wenig Platz vor.

Anwesende Polizisten hätten gegen 20:30 Uhr wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzverordnung Kontrollen und Ansprachen im Park durchgeführt. Jugendliche seien aufgefordert worden, sich an die geltenden Corona-Regeln zu halten und den Park zu verlassen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hätten die jungen Erwachsenen teilweise sehr aggressiv auf die Polizisten reagiert.

 

Eine größere Personengruppe von rund 50 bis 70 Jugendlichen sei von Polizisten zum U-Bahnhof Gleisdreieck gebracht worden. Dort angekommen, sei aus der Gruppe heraus eine Dixi-Toilette umgestoßen worden. Nach Angaben der Polizei seien vier Polizeibeamte wenig später von einer Person aus derselben Gruppe heraus im Bahnhofseingang mit einem Feuerlöscher besprüht worden. Die Beamten hätten dadurch Atembeschwerden und Augenreizungen erlitten.

 

Die Verfolgung durch die vier Polizisten im U-Bahnhof hätte der Tatverdächtige mit wiederholtem Sprühen mit dem Feuerlöscher erschwert. Auch andere Personen im U-Bahnhof seien durch den Sprühnebel verletzt worden. Der Tatverdächtige habe in der Gruppe unerkannt untertauchen können.

 

Insgesamt seien elf Personen zwischen 15 und 27 Jahren festgenommen und ihre Personalien festgestellt worden. Ein Handy, mit dem die Tat gefilmt worden sein soll, sei beschlagnahmt worden. Die Polizei habe zudem Videoaufzeichnungen aus dem Bereich des Bahnhofs gesichert.

 

Die vier verletzten Polizeibeamten seien vor Ort von Sanitätern versorgt worden. Sie hätten ihren Dienst im Anschluss fortgesetzt. Die Ermittlungen, unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs, Missbrauch von Nothilfemitteln, tätlichen Angriffs und Beleidigung dauern an. Zudem seien Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung angezeigt worden.

 

Bereits in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag hatte es im Park am Gleisdreieck Auseinandersetzungen von feiernden Menschen, die sich dort in Gruppen und ohne Abstände aufhielten, mit der Polizei gegeben. Es kam unter anderem auch zu Flaschenwürfen. (Tobias Fellner, mit dpa)

Warum kreist ein Hubschrauber über dem Tempelhofer Feld?

Am Freitagnachmittag konnten Anwohner einen Hubschrauber über dem Dreiländereck von Neukölln, Tempelhof und Kreuzberg beobachten. Die Polizei bestätigte dies: Es handele sich um einen Polizeihubschrauber, der über dem Tempelhofer Feld gekreist sei. Es seien viele Menschen unterwegs, und man kontrolliere auch aus der Luft, ob sich alle an die Regeln halten. Anwohner berichteten, das Feld sei zwar voll gewesen am Nachmittag, aber die Menschen hätten sich gut verteilt.

484 Neuinfektionen, Inzidenz bei 138

In Berlin sind weitere 484 Corona-Virus-Infektionen erkannt worden. Damit liegt die Gesamtzahl der Fälle nun bei 147.950, wie die Senatsgesundheitsverwaltung in ihrem Lagebericht vom Freitag meldete. Innerhalb einer Woche wurden 138 Ansteckungen je 100.000 Einwohner als Sieben-Tage-Inzidenz registriert.

Seit Beginn der Pandemie sind in Berlin 3081 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, damit sind zehn Todesfälle hinzugekommen. 135.137 Menschen gelten mittlerweile als genesen.

Die Berliner Corona-Ampel zeigt bei der Inzidenz weiter Rot. Beim sogenannten R-Wert ist sie mit 0,75 im grünen Bereich. Der R-Wert gibt an, wie viele Menschen eine infizierte Person durchschnittlich ansteckt. 19,8 Prozent der Intensivbetten sind mit Covid-19-Patienten belegt. Die Berliner Ampel zeigt hier weiter Gelb. (dpa)

Brandenburg: Inzidenz überschreitet 150er-Marke – Lockerungen über Ostern

Die Zahl neuer Corona-Infektionen in Brandenburg pro 100.000 Einwohner in einer Woche hat die Marke von 150 überschritten. Der Wert stieg am Freitag auf knapp 151, teilte das Gesundheitsministerium mit. Damit liegt das Land im bundesweiten Vergleich auf dem vierthöchsten Rang hinter Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht.

In fast allen Kreisen und Städten gilt die Notbremse. Dies passiert, wenn die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt drei Tage hintereinander über 100 liegt. Dann darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen, Einkaufen mit Termin ist gestrichen, auch Museen haben wieder zu. Von Donnerstag bis Dienstagmorgen gilt eine Verschärfung: Wo die Notbremse gezogen werden muss, tritt auch eine Ausgangsbeschränkung zwischen 22 Uhr und 5 Uhr in Kraft, dafür gibt es Ausnahmen wie den Arbeitsweg.
Die Uckermark liegt bisher unter der 7-Tage-Inzidenz von 100. Im Kreis Dahme-Spreewald liegt der Wert seit Donnerstag wieder über 100. Die Polizei entdeckte bei Kontrollen in der ersten Nacht der Ausgangsbeschränkung bisher einen Verstoß. Bei 50 Kontrollen sei eine Ordnungswidrigkeit im Süden Brandenburgs festgestellt worden, sagte ein Sprecher. „Die Brandenburgerinnen und Brandenburger halten sich dran.“

Für das Osterfest wird die Vorgabe für private Treffen gelockert. Über Ostern kann sich auch bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 ein Haushalt mit einem weiteren treffen, insgesamt dürfen höchstens fünf Personen zusammen sein, Kinder bis 14 Jahren ausgenommen. Auch für Besuche in Pflegeheimen werden die Beschränkungen gelockert. Aus Sicht des Verbands privater Anbieter sozialer Dienste in Brandenburg ist das ein großes Risiko. Der Gesundheitsausschuss gab für die neuen Bestimmungen am Donnerstag grünes Licht. (dpa)

Immer mehr Fälle von Coronavirus-Varianten in Brandenburg

In Brandenburg steigt die Zahl besorgniserregender Coronavirus-Varianten stark. In der vergangenen Woche seien 1924 Fälle gezählt worden, in der Woche davor 1510, teilte das Gesundheitsministerium in Potsdam mit. In der zweiten März-Woche lag die Zahl noch bei 992. Am häufigsten kommt dabei die zuerst in Großbritannien entdeckte, sehr ansteckende Corona-Variante B.1.1.7 vor. Ihr Anteil an allen Corona-Fällen lag in Brandenburg in der vergangenen Woche bei 41,5 Prozent, in einigen Bundesländern ist er noch höher. Deutlich seltener ist in Brandenburg die Zahl der in Südafrika verbreiteten Variante B.1.351.

Die meisten Fälle der britischen Corona-Variante wurden mit 600 bisher im Landkreis Oder-Spree gezählt, gefolgt vom Kreis Elbe-Elster mit 592 Fällen und dem Kreis Oberhavel mit 530 Fällen. Elbe-Elster ist der Landkreis mit der höchsten Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Die in Südafrika verbreitete Mutante B.1.351 kam bisher verstärkt im Landkreis Barnim vor mit 21 Fällen bis Ende März.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) bezeichnete die Lage mit Blick auf die höhere Gefährlichkeit der Varianten im Krankheitsverlauf am Donnerstag als „außerordentlich besorgniserregend“. Besonders betroffen mache, dass Ausbrüche bei Kindern und jungen Menschen in Kita und Hort bundesweit stark zugenommen hätten, sagte sie im Gesundheitsausschuss des Landtags. Das zeige den Ernst der Lage. (dpa)

Corona-Gedenken mit Kerzen auf Tempelhofer Feld geplant

Mit 1.200 Kerzen auf dem Tempelhofer Feld soll am Karsamstag der Toten der Coronavirus-Pandemie in Berlin gedacht werden. Mit den Kerzen werde die aktuelle Zahl der an Corona Gestorbenen als Ziffer auf das Feld gebracht und mit einem Herz aus Kerzen gerahmt, teilten der Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz mit. Allein in der Bundeshauptstadt seien inzwischen mehr als 3.000 Menschen an Corona gestorben, bundesweit seien mehr als 76.000 Menschen durch die Pandemie zu Tode gekommen. (epd)

Blicken Sie noch durch? Hier unser Regel-Überblick

Testpflichten, Kita-Notbetreuung und verschiedene neue Ausgangsbeschränkungen ab Karfreitag und kommenden Dienstag. Damit Sie Bescheid wissen, was in Berlin eigentlich gilt, haben wir unsere Fragen und Antworten zu den Corona-Regeln umfassend aktualisiert.

tagesspiegel

Kitaträger-Verband kritisiert Notbetreuung scharf

Der Verband der Kleinen und Mittelgroßen Kitaträger (VKMK) hat die Rückkehr des Berliner Senats zur Notbetreuung in den Kitas scharf kritisiert. “Nach nunmehr einem Jahr gelingt es dem Senat immer noch nicht, ein Konzept zu realisieren, das über das ständige Öffnen und Schließen der Kitas hinausgeht”, teilte er nach dem Beschluss vom Donnerstag mit. Der VKMK vertritt die Interessen mehrere Dutzend Träger mit 9200 Plätzen in 186 Einrichtungen.
Mehrere Punkte seien “vollkommen inakzeptabel”, beklagte der Verband in seiner Mitteilung. Vor allem sei das Kindeswohl “nicht ansatzweise einbezogen worden”. Geschäftsführer Lars Békési schrieb: “Ein ständiges Wegsperren der Kinder scheint erschreckenderweise die einzige Idee des Senates zu sein.” Das Vorgehen sei nicht von den Empfehlungen der Wissenschaft gedeckt und zeige “ein erschreckendes Krisenmanagement.”
Békési beklagte, die Senatsbildungsverwaltung habe die Träger und ihre Verbände nicht angemessen einbezogen. Von der Entscheidung habe man aus den Medien erfahren. Dem Senat fehle ein Plan für eine Öffnung und auch für ein Ende des Notbetriebs. “Somit haben Träger, Fachkräfte und Eltern wieder einmal keine sichere Planungsgrundlage für die nahe Zukunft”, teilte der VKMK-Geschäftsführer mit. “Viele Träger werden mittlerweile nur noch durch ihre soziale Verantwortungvon einem Streik abgehalten.
Der Träger-Verband verwies darauf, dass es ein “umfangreiches und erprobtes Schutzkonzept” gebe – mit umfangreichen Hygienemaßnahmen, einem vorgezogenen Impfangebot für Erzieher:innen sowie der Beschaffung von FFP2-Masken und Schnelltests. “Wir fordern den Berliner Senat deshalb dringend dazu auf, seinen ‘Schlingerkurs’ zu beenden undPläne zu erarbeiten, die ein Bildungsangebot für alle Kinder auch in Zeiten der Pandemie sichern!”

Beamtenbund übt scharfe Kritik an Berliner Senat

„Dieses Chaos ist ja nicht mehr auszuhalten“, kommentiert der Landeschef des Beamtenbundes, Frank Becker, die Corona-Politik des Senats. Der Berliner Senat habe mit den Neuregelungen zur Verunsicherung der Beamten beigetragen, heißt es in einer Pressemitteilung am Abend. „Die Beschäftigten sind verunsichert, genervt und mittlerweile restlos bedient von den widersprüchlichen Anweisungen, unklaren Vorgaben und realitätsfernen Bestimmungen.“

Der Verbund fordert verbindliche und eindeutige Regelungen insbesondere in Hinblick auf die Corona-Tests und die Impfungen. Die Diensthabenden seien mit der Umsetzung der Testpflicht überfordert und betrachteten diese deshalb lediglich als Angebot.
Auch der Beschluss, den Betrieb in den Behörden bereits am Gründonnerstag herunterzufahren, hätte klarer geregelt werden müssen, heißt es weiter. „Stattdessen wurden die Betroffenen im Tagesrhythmus mit widersprüchlichen Rundschreiben über die Konsequenzen dieser Freistellung bombardiert.“

Test-Zentren erhalten Geld für kostenlose Tests schon im April

Der Berliner Senat und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin reagieren auf Kritik der zertifizierten Schnelltest-Stellen. Das Geld für die Gratis-Tests sollen die Unternehmen nun schon ab April erstattet bekommen und nicht erst frühestens im Mai. Das teilte Catherina Pieroth, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, am Donnerstag via Twitter mit.
Seit Anfang März werden Test-Stellen in Berlin vom Senat zertifiziert, schon über 210 Stationen gibt es. Dort kann sich jeder Berliner kostenlos testen lassen. Bislang arbeiten die Zentren aber auf eigene Rechnung und über Kredite. Die vereinbarten 18 Euro pro Test sollten sie erst ab frühestens Mai erhalten, hatte ihnen die KV mitgeteilt. Erste gaben deshalb schon wieder auf. Pieroth sagte dazu: “Toll, wie flexibel die KV reagiert!”

Inzidenz bei 141,6 – die meisten Neuansteckungen bei 30- bis 39-Jährigen

Die Berliner Gesundheitsverwaltung meldete am Donnerstag erneut 1205 neue und bestätigte Corona-Infektionen. Bereits am Mittwoch lag der Wert über der 1000er-Marke. Die meisten Ansteckungen wurden am Donnerstag in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen erfasst (227 neue Fälle), gefolgt von den 50- bis 59-Jährigen (179 neue Fälle). 
Auch die Inzidenz ist weiter gestiegen und liegt jetzt bei 141,6 – die dazugehörige Corona-Ampel steht auf Rot. Die höchste Inzidenz meldet Neukölln mit 209,4. Mit dem stadtweit niedrigsten Wert von 99,4 ist Pankow der einzige Berliner Bezirk, in dem die Inzidenz unter dem Schwellenwert von 100 liegt. 
16 Menschen sind in den vergangenen 24 Stunden in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben, das sind doppelt so viele wie am Vortag. Der Anstieg der Infektionszahlen macht sich auch auf den Intensivstationen bemerkbar: Dort ist der Anteil der Covid-Patient:innen erneut gestiegen auf 20,2 Prozent (von 19,3 Prozent am Mittwoch). Die Corona-Ampel für diesen Wert steht auf Gelb, erst bei 25 Prozent springt sie auf Rot um. 
11,63 Prozent der Berliner:innen haben bislang eine erste Impfung gegen das Virus erhalten. Die Zweitimpfung bekamen 5,52 Prozent.  

Mehr als 40 Prozent der Neuinfektionen in Brandenburg durch Mutation B.1.1.7

Die Zahl der Infektionen mit Coronavirus-Varianten in Brandenburg ist laut Gesundheitsministerium im März deutlich gestiegen. In der vergangenen Woche machte die Mutante B.1.1.7 demnach fast die Hälfte (42,5) der Corona-Fälle aus. Die Variante wurde zuerst in Großbritannien entdeckt, sie gilt als deutlich ansteckender als frühere Corona-Varianten. Bundesweit liegt der Anteil der Varianten nach Daten des Robert Koch-Instituts deutlich über 70 Prozent – Tendenz steigend. (dpa)

Steigende Inzidenzwerte in Brandenburg – Elbe-Elster-Kreis bei 266

Der Inzidenzwert geht in Brandenburg weiter in die Höhe. Nach einem Wert von 142,6 am Mittwoch lag er am Donnerstag nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei 146,4. Nahezu alle Landkreise und die Städte Cottbus, Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) liegen an drei aufeinander folgenden Tagen über der Marke von 100. Dann gilt die sogenannte Notbremse.

Nach einer Vereinbarung von Bund und Ländern gilt eine „Notbremse“ – landesweit oder regional, wenn der Wert neuer Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche drei Tage hintereinander in Landkreis oder kreisfreien Städten über 100 liegt. Brandenburg setzt die 100er-Notbremse auf Kreisebene um. Landkreise sollen weitere Maßnahmen ergreifen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz fortdauernd erheblich über 100 liegt.

Schwerpunkt der Corona-Infektionen bleibt der Süden des Landes. Der Kreis Elbe-Elster meldete eine Sieben-Tage-Inzidenz von rund 266 nach rund 260 am Mittwoch. Es folgt der Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit einem Wert von 192 nach 194,7 am Vortag. Der Kreis Uckermark verzeichnet mit 67,3 Ansteckungen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner die wenigsten neuen Corona-Fälle.

Dem Ministerium wurden am Donnerstag landesweit 871 neue Corona-Ansteckungen gemeldet. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus kamen vier neue Todesfälle hinzu. (dpa)

Müller zu Treffen abends im Park: Schon zehn Leute sind zu viel

Ab Karfreitag dürfen sich draußen nur maximal zwei Personen von 21 bis 5 Uhr gemeinsam aufhalten. Müller begründet das mit den Erfahrungen der vergangenen warmen Tage. “Wir haben Bilder gesehen wieder aus einigen Parkanlagen, wo ein-, zweihundert Menschen zusammenstanden.” Über Ostern werde von der Polizei und Ordnungsämtern vermehrt darauf geachtet werden, dass dies nicht wieder vorkomme. Und es werde nicht erst bei Hunderten eingeschritten. Auch zehn oder zwanzig Leute, die im Park zusammenstehen, seien zu viel, betonte Müller. Daraus könnten binnen Stunden Hunderte Infektionen entstehen. Der Senat habe deshalb Regeln festgelegt, die einschränken, aber ein Minimum an Kontakten noch ermöglichen. Eine Ausgangssperre sei weiterhin nicht geplant.
Damit endet dann auch die Pressekonferenz.

Senat prüft auch Einschränkungen für Schulen nach Osterferien

“Wir sehen im Kita- und Schulbereich, dass es auch Infektionsgeschehen gibt, noch mehr als im letzten Jahr, auch durch die Mutationen.” Auffällig sei, dass es im Umfeld des Betriebs vermehrt zu Infektionen komme. Man müsste eigentlich auch bei den Schulen Einschränkungen vornehmen, sagte Müller. Darüber sei gesprochen, aber noch nichts beschlossen worden. Wegen der Osterferien gebe es noch keinen akuten Handlungsbedarf. Außerdem werde an der Schule nun auch umfangreich getestet. Der Senat werde aber “in der nächsten Woche” prüfen, ob es auch an den Schulen Einschränkungen geben müsste.

Auf die Frage, warum zum Beispiel die Kita-Notbetreuung nicht vorher schon beschlossen wurde, sagt Müller, der Senat komme so häufig zu Sondersitzungen zusammen, um Entwicklungen genau zu beobachten und sich in seinen Entscheidungen sicher zu sein.

Kitas, Parks, private Treffen: Berlin verschärft seine Corona-Regeln – ein Überblick

Der Berliner Senat hat am Donnerstag eine Verschärfung der Corona-Regeln beschlossen.

Tagsüber bleibt es draußen bei den bekannten Regeln: maximal zwei Haushalte, maximal fünf Personen.
Ab Karfreitag sind draußen zwischen 21 und 5 Uhr nur noch Treffen von maximal zwei Personen erlaubt.
Über Ostern bleibt es drinnen bei den bekannten Regeln: maximal zwei Haushalte, aber maximal fünf Personen.
Ab Dienstag dürfen sich drinnen tagsüber nur noch die Angehörigen eines Haushalts mit einer weiteren Person treffen.
Nachts sind ab Dienstag gar keine Besuche zu Hause mehr erlaubt. Ausnahme: Ehe- und Lebenspartner:innen und getrennt lebende eigene Kinder.
Jeweils nicht mitgezählt werden Kinder unter 14 Jahren, sie dürfen immer dabei sein.
Ab kommendem Donnerstag gibt es nur noch eine Kita-Notbetreuung: bei mindestens einem Elternteil in systemrelevantem Beruf, Alleinerziehenden und pädagogisch besonders wichtigen Fällen.
Mehr dazu im folgenden Artikel.

tagesspiegel

Wie geht es mit den Astrazeneca-Impfungen weiter?

Viele Tausende über 60 hätten sich am Morgen bei der Impfhotline gemeldet, um einen früheren Termin mit Astrazeneca zu bekommen statt eines späteren Termins mit einem anderen Impfstoff. “Es gibt Probleme”, gestand Müller ein, aber das sei kein Versäumnis, sondern liege in der Natur der Sache. “Wenn Zigtausende umbuchen wollen”, könne es sein, das die Hotline überlastet sei. “Da kommt es mitunter auch zu Warteschleifen.” Inzwischen funktioniere es aber besser.
Für Bürger:innen unter 60 Jahren, die eine Astrazeneca-Impfung haben möchten, seien ab sofort nicht mehr die Impfzentren zuständig. Das solle über die Hausärzte abgewickelt werden, sagt Müller. Auf diesem Wege sei eine bessere Beratung im Einzelfall möglich. Die Impfung mit Astrazeneca unter 60 Jahren war in dieser Woche bundesweit ausgesetzt worden, nachdem sich Komplikationen gehäuft hatten.

Sophie Krause

Nehmen Sie bitte diese Regeln ernst. Wir wollen damit niemanden ärgern.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) bei der Senatspressekonferenz am Donnerstag

Weitere Beiträge

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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