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Coronavirus in Berlin : Inzidenz steigt am fünften Tag in Folge – auf nun 6,9

63 Neuinfektionen registriert + Bezirk Mitte wieder bei Inzidenz von 14,7 + Brandenburger Landtag gibt 13 Millionen für Schüler frei + Der Corona-Blog.

Coronavirus in Berlin : Inzidenz steigt am fünften Tag in Folge – auf nun 6,9

Corona-Tests im Labor.Foto: imago images/photothek

Das Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin ist am fünften Tag in Folge gestiegen. Nach 4,8 am Sonntag kletterte sie inzwischen wieder auf 6,9. Das Robert-Koch-Institut meldete am Freitagmorgen 63 registrierte Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Die höchste Inzidenz unter den Bezirken weist aktuell Mitte mit 14,7 aus. (Mehr dazu unten im Newsblog)

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Coronavirus in Berlin : Inzidenz steigt am fünften Tag in Folge – auf nun 6,9

Inzidenz in Berlin steigt fünften Tag in Folge – nun auf 6,9

Das Infektionsgeschehen in Berlin ist weit entfernt von dem Niveau vor wenigen Monaten. Der Abwärtstrend der vergangenen Wochen scheint jedoch nicht nur gestoppt, sondern dreht sich wieder. Am Freitag ist die Sieben-Tage-Inzidenz in der Hauptstadt am fünften Tag in Folge gestiegen – auf nun 6,9. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor.
Noch vor einer Woche lag die Inzidenz bei 5,1. Am Sonnabend ging sie auf 5,0 und am Sonntag auf 4,8 zurück – seitdem nimmt sie wieder zu. Am Donnerstag betrug der Wert schon wieder 6,2, nun stieg er abermals an. Das RKI meldete am Freitagmorgen 63 registrierte Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Neue Todesfälle wurden jedoch nicht bekannt.
Bei den Bezirken gibt es weiterhin deutliche Unterschiede. Nachdem zwischenzeitlich alle zwölf unter der Zehner-Marke lagen, ist das inzwischen nicht mehr so. Die höchste Inzidenz weist aktuell der Bezirk Mitte mit 14,7 aus. Auch Friedrichshain-Kreuzberg mit 9,6 und Charlottenburg-Wilmersdorf mit 9,0 sind nicht mehr weit von einem zweistelligen Wert entfernt. Die östlichsten Bezirke stehen am besten da: In Marzahn-Hellersdorf beträgt die Inzidenz lediglich 1,9, in Lichtenberg 2,4 und in Treptow-Köpenick 4,1.

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Brandenburger Landtag: Haushaltspolitiker geben 13 Millionen Euro für Schüler frei

Die Haushaltspolitiker im Brandenburger Landtag haben grünes Licht für zusätzliche 13 Millionen Euro für ein Corona-Aufholprogramm für Schülerinnen und Schüler gegeben. Die Mehrheit des Haushaltsausschusses stimmte am Donnerstag für die Kofinanzierung von Bundesmitteln durch das Land in dieser Höhe für dieses Jahr. Nicht die gesamte Summe wird allerdings im laufenden Jahr verwendet. Die Mittel fließen in Form von Umsatzsteueranteilen, im kommenden Jahr sind 25,8 Millionen Euro eingeplant.

„Wir sind gerade im Planungsprozess“, sagte Bildungsstaatssekretärin Ines Jesse. Bei dem Programm geht es um das Aufholen von Lernrückständen, aber auch um sozialpädagogische Unterstützung für Kinder und Jugendliche und mehr Ferien- und Freizeitangebote.

Der AfD-Finanzpolitiker Andreas Galau kritisierte, dass noch kein konkretes Konzept vorliege. „Was ist, wenn wir im Herbst einen vierten Lockdown bekommen und in den Schulen (…) das Chaos ausbricht?“, fragte er. „Das ist mir alles viel zu unkonkret hier.“

Nach bisherigen Angaben von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) stehen für die nächsten beiden Schuljahre 68,7 Millionen Euro zur Verfügung – davon sollen 38,7 Millionen vom Bund kommen, während Brandenburg 30 Millionen Euro aus dem Corona-Rettungsschirm beisteuern will.

Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Jörg Vogelsänger (SPD) sieht das Programm nicht nur als wichtig an für das Aufholen von Lernrückständen. „Manche Kinder haben durch die soziale Isolation oder im schlimmsten Fall durch die häusliche Gewalt ganz andere Sorgen als ihre eventuell entstandenen Lernlücken“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. (dpa)

Müller: Berlin intensiviert Impfkampagne

Berlin intensiviert nach Angaben des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller seine Impfkampagne. “Wir sind jetzt an einem Punkt angelangt, an dem wir zielgerichteter die Menschen erreichen müssen“, sagt der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur Reuters. “In Berlin haben wir eine großangelegte Impfkampagne in verschiedenen Sprachen gestartet, die die Menschen motivieren soll, sich gegen Corona impfen zu lassen, damit wir die Impfbereitschaft noch weiter erhöhen.” Dabei werde auch die Wichtigkeit der Zweitimpfung hervorgehoben. 
Müller verweist zudem auf Schwerpunktimpfungen in bestimmten Quartieren, mobile Impfteams und Sonderkontingente für Studierende. “Hier ist nun weiter Kreativität gefragt”, sagt er. Man brauche Impfangebote, “die man schnell und ohne viel Aufwand annehmen kann”. (Reuters)

Corona-Infektionszahlen in Brandenburg leicht gesunken – Inzidenz minimal gestiegen

Die Zahl der Corona-Ansteckungen in Brandenburg ist leicht gesunken und liegt innerhalb eines Tages weiter im zweistelligen Bereich. 13 neue Fälle seien gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Potsdam mit. Am Mittwoch waren es 21. Vor einer Woche wurden landesweit 16 neue Infektionen gemeldet.

Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche, die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, stieg in Brandenburg leicht von 2,6 auf 2,8. Damit liegt das Land aber im bundesweiten Vergleich weiter im unteren Bereich. Die höchsten Werte im Land haben die Landkreise Elbe-Elster mit 13,7 und Spree-Neiße mit 5,3 sowie die kreisfreie Stadt Cottbus mit 5. Die niedrigste Inzidenz wurde für die Landkreise Barnim mit 0,5 und Uckermark mit 0,8 ermittelt. Die Inzidenz ist entscheidend, wenn es um Lockerungen geht.
Mittlerweile wurden im Land rund 1,34 Millionen Erstimpfungen verabreicht. Rund 933.000 Menschen sind vollständig geimpft: Das sind 37 Prozent der Bevölkerung. (dpa)

Berlin schließt vier von sechs Impfzentren vorzeitig

Berlin will nun doch schon vier von sechs Impfzentren schließen – und das erste sogar recht bald. Das Zentrum im ehemaligen Flughafen Tempelhof werde bereits am 20. Juli dichtgemacht, das im Velodrom Mitte August, die beiden Zentren im Erika-Heß-Eisstation und in der Arena in Treptow sollen Ende August folgen. Das berichtet die “Berliner Morgenpost” unter Berufung auf Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) und die Kassenärztliche Vereinigung (KV). Zuvor hatte die “Berliner Zeitung” unter Bezug auf den Berliner Rotkreuz-Präsidenten Mario Czaja berichtet. Geöffnet bleiben sollen vorerst die beiden Impfzentren auf dem Messegelände und im ehemaligen Flughafen Tegel.
Der Schritt kommt überraschend, denn Kalayci hatte sich noch Ende Juni für einen längeren Betrieb ausgesprochen. “Wir haben in den vergangenen Monaten erlebt, wie wichtig die Impfzentren und mobilen Impfteams für den Impferfolg sind”, schrieb die Gesundheitssenatorin seinerzeit bei Twitter. „Daher sollen sie nach dem 30.09. nicht vollständig geschlossen werden und können in reduzierter Form weiterhin im Einsatz bleiben.“ Außerdem solle sichergestellt werden, dass die Kapazitäten bei Bedarf schnell wieder hochgefahren werden könnten. Die KV hatte damals schon die immensen Kosten kritisiert, die Impfungen in Arztpraxen sind deutlich günstiger.
Diese Auffassung hat sich nun offenbar auch bei der Gesundheitsverwaltung durchgesetzt. Die Schließungspläne seien bisher nur zurückgehalten worden, berichtet die “Berliner Morgenpost”. Von der Veröffentlichung sei Kalayci “überrumpelt” worden.

Inzidenz in Berlin steigt auf 6,2 – 51 Neuinfektionen

In Berlin ist die Sieben-Tage-Inzidenz erneut gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag einen Wert von 6,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Am Mittwoch lag der Wert bei 5,6, am Dienstag bei 5,3, am Montag bei 4,9. Laut RKI wurden 51 neue Corona-Fälle registriert sowie ein Todesfall.
Der R-Wert, der angibt, wie viele Menschen im Mittel von einem Infizierten angesteckt werden, liegt in Berlin laut Lagebericht der Gesundheitsverwaltung bei 0,81, der Anteil der für Covid-Patienten benötigten Intensivbetten bei 4,1 Prozent. 

Wie aus dem Impfdashboard des RKI hervorgeht, sind 56,3 Prozent der Berliner mindestens einmal geimpft (Stand Mittwoch), vollständig geimpft sind 38,3 Prozent.

Corona-Infektionen in Brandenburg steigen wieder zweistellig

Die Zunahme neuer Corona-Ansteckungen in Brandenburg liegt wieder im zweistelligen Bereich. Innerhalb eines Tages kamen 21 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Potsdam mitteilte. Im Kreis Barnim wurden allerdings zwei Infektionen wegen Doppelzählung abgezogen. Die meisten Ansteckungen kamen mit fünf im Kreis Elbe-Elster dazu. In Brandenburg/Havel starb ein Mensch im Zusammenhang mit Covid-19. Vor einer Woche wurden landesweit sieben neue Infektionen gemeldet, am Tag darauf 18 neue Fälle.
Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche, die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, stieg in Brandenburg leicht von 2,4 auf 2,6. Damit liegt das Land aber im bundesweiten Vergleich weiter im unteren Bereich: Nur Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt haben einen geringeren Wert. Die Inzidenz ist entscheidend, wenn es um Lockerungen geht. So sollen große Sport- und Kulturveranstaltungen mit bis zu 25 000 Zuschauern auch in Brandenburg bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 wieder möglich werden – das hatten Bund und Länder vereinbart. (dpa)

Berghain-Garten öffnet nach Corona-Pause wieder

In Berlins legendärem Techno-Club Berghain darf wieder getanzt werden, wenn auch vorerst nur unter freiem Himmel. „Von diesem Samstag an öffnen wir bei gutem Wetter jedes Wochenende unseren Outdoor-Dancefloor mit DJ-Programm“, heißt es auf der Internetseite des weltberühmten Clubs.
Einlass soll es nur für Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete geben – und das wohl auch nur für diejenigen, die Gnade finden vor der berühmt-berüchtigten harten Türpolitik. Ferner seien Mund und Nase im gesamten Klubgarten zu bedecken. Schon Freitagabend (9.7.) soll der Garten für Gäste des zu dem riesigen Berghain-Komplex gehörenden Schwulenclubs Lab.oratory öffnen, wie es auf dessen Website hieß.
Die Hallen des auch für seine sexuelle Freizügigkeit bekannten Berghains sind wegen den Einschränkungen der Corona-Pandemie bereits seit März 2020 für Clubgänger geschlossen. Die Clubszene Berlins wie auch die anderer Städte leidet stark – die Betriebe gehörten zu den ersten, die im Corona-Lockdown schließen mussten, und werden wohl eher die letzten sein, die wieder komplett öffnen dürfen.
Der Berghain-Garten immerhin hatte auch im vergangenen Jahr zeitweise wieder geöffnet. Und für Kunstinteressierte hat seit Juni sogar das Innere des Clubs wieder auf: In Zusammenarbeit mit der Boros Foundation zeigt das Berghain dort eine Kunstausstellung, in deren Zuge an der Außenfassade ein riesiges Banner mit den Worten „Morgen ist die Frage“ prangt. (dpa)

Coronavirus in Berlin : Inzidenz steigt am fünften Tag in Folge – auf nun 6,9

Blick auf den Club Berghain.
 
Bild:
IMAGO / Emmanuele Contini

Delta-Variante überholt Alpha-Variante in Berlin – Inzidenz steigt leicht auf 5,6

In Berlin hat die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus anteilsmäßig die bislang vorherrschende Mutante Alpha (B.1.1.7) überholt. Im Lagebericht der Berliner Gesundheitsverwaltung vom Mittwoch wird der Anteil der in Indien entdeckten Variante auf rund 29 Prozent in der Woche bis zum 4. Juli beziffert. Die bisher dominierende Variante hingegen, die ursprünglich in Großbritannien entdeckt wurde, macht demnach nur noch ein Fünftel (20,2 Prozent) der Infektionen aus. Ihre Kurve fällt seit mehreren Wochen – ausgehend von einem Niveau von rund 90 Prozent – stark ab.
Vermutlich liegt der tatsächliche Anteil der Infektionen, die durch Delta hervorgerufen werden, bereits noch höher: Seit einigen Wochen stark steigend ist laut Lagebericht der Anteil der Proben ohne Mutationsnachweis, mit nun gut 45 Prozent. Bei diesen Fällen kann es sich nach Behördenangaben um Delta-Infektionen handeln, da nicht alle Labore bei PCR-Tests gezielt nach der als besorgniserregend eingestuften Variante suchten. Dass Delta auch in Deutschland dominant wird, galt zuletzt für Experten nur noch als Frage der Zeit.
Die Delta-Variante hat sich in vielen Ländern weltweit ausgebreitet und gilt als deutlich ansteckender als bisherige Varianten. Grundsätzlich sei anzunehmen, dass es durch sie häufiger zu sogenannten Durchbruchinfektionen – also Infektionen bei Geimpften – und auch zur Weitergabe des Virus durch Geimpfte kommen könne, hatte der Impfstoffexperte Leif Erik Sander von der Charité am Dienstag auf dpa-Anfrage erklärt. „Allerdings sollte man auch positiv hervorheben, dass sich sowohl in Israel als auch in Großbritannien zeigt, dass die Impfung sehr gut vor schweren Krankheitsverläufen schützt.“ In beiden Ländern hat Delta die Inzidenzen wieder ansteigen lassen.
Auch in Berlin ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zu den vergangenen Tagen leicht gestiegen. Binnen einer Woche wurden 5,6 Fälle pro 100.000 Einwohner erfasst, wie am Mittwochmorgen aus dem Dashboard des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorging. Am Vortag war der Wert mit 5,3 angegeben worden, am Sonntag hatte er mit 4,8 so niedrig gelegen wie lange nicht. Nun bewegt sich die Inzidenz wieder ungefähr auf dem Niveau von Mitte vergangener Woche.
Der R-Wert, der angibt, wie viele Menschen im Mittel von einem Infizierten angesteckt werden, liegt in Berlin laut Lagebericht der Gesundheitsverwaltung bei 0,80, der Anteil der für Covid-Patienten benötigten Intensivbetten bei 4,3 Prozent. 
Nach Angaben des RKI sind 56,2 Prozent der Berliner mindestens einmal geimpft (Stand Dienstagnachmittag), vollständig geimpft sind 37,9 Prozent. Damit liegt Berlin im Länderranking im Mittelfeld.
Fachleute gehen davon aus, dass die Sommerferien erst einmal einen abbremsenden Effekt auf die Pandemie haben. Die Befürchtungen in Hinblick auf Delta gelten vor allem dem Schulstart, denn für Kinder unter 12 Jahren gibt es noch keinen zugelassenen Impfstoff. Wer zwischen 12 und 18 Jahren alt ist, kann mittlerweile zwar grundsätzlich geimpft werden. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt dies in der Altersgruppe jedoch bislang nur, wenn bestimmte Vorerkrankungen vorliegen. Das Gremium begründet das unter anderem mit fehlenden Daten zur Sicherheit des Impfstoffs bei Kindern.

Im Vergleich zum Dienstag wurden in Berlin laut RKI-Daten weitere 55 Neuinfektionen erfasst und ein Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus kam hinzu. Seit Beginn der Pandemie steckten sich in Berlin laut RKI-Statistik 180 378 Menschen nachweislich an; die meisten gelten als genesen. 3562 Menschen starben in Zusammenhang mit dem Coronavirus. (dpa,Tsp)

Inzidenz in Brandenburg bei 2,4 – Anteil der Delta-Variante bei 38 Prozent

Die Zahl neuer Corona-Infektionen in Brandenburg bleibt niedrig, aber die Fälle mit der Delta-Variante nehmen zu. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag stieg die Zahl der bestätigten Fälle mit der neuen und besonders ansteckenden Variante des Coronavirus auf 80. Die meisten wurden demnach mit 17 aus dem Kreis Elbe-Elster gemeldet. Am Montag vergangener Woche hatte das Ministerium von landesweit 61 Infektionen mit der Delta-Variante berichtet.

„Wir beobachten eine stetige Zunahme, allerdings auf insgesamt noch niedrigem Niveau“, sagte der stellvertretende Ministeriumssprecher Dominik Lenz. So seien in der vergangenen Woche von 58 Corona-Fällen 22 Delta-Mutationen gewesen, das sind knapp 38 Prozent. Damit liege Brandenburg leicht unter dem Bundesdurchschnitt. In deutschen Laboren geht mittlerweile knapp die Hälfte aller untersuchten Corona-Befunde auf die Delta-Variante zurück. Das teilte der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag mit. Demnach betrug der Delta-Anteil bei der Datenerhebung der Woche bis 4. Juli 47 Prozent. Der Verband sprach von einem „erwartungsgemäßen“ Anstieg.
Die Zahl der Corona-Fälle in Brandenburg nahm innerhalb eines Tages leicht zu Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag acht Neuinfektionen. Am Montag hatte es keine neuen Corona-Ansteckungen gegeben. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz, die Ansteckungen innerhalb einer Woche je 100 000 Einwohner, stieg im Vergleich zum Vortag leicht von 2,3 auf 2,4. Vor einer Woche lag der Wert bei 2,5 – also auf äußerst niedrigem Niveau.
Die höchste Inzidenz innerhalb von sieben Tagen verzeichnete der Landkreis Elbe-Elster mit 11,8. Bis auf Cottbus (6,0) und den Kreis Oder-Spree (5,0) blieben alle Landkreise und kreisfreien Städte unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von drei. Drei neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung kamen am Dienstag hinzu. (dpa)

Treffen, Masken, Partys: Die neuen Regeln im Überblick

Der Berliner Senat hat am Dienstag weitere Lockerungen der Corona-Regeln beschlossen, die ab Sonnabend gelten werden. Hier finden Sie einen Überblick über die Änderungen.

tagesspiegel

Kalayci: Auch Geimpfte sollten sich weiter testen lassen

„Auch vollständig Geimpfte haben keinen hundertprozentigen Schutz“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). Einen pauschalen Impfschutz gebe es nicht, auch keinen hundertprozentigen. Ziel sei, die Herdenimmunität von 80 Prozent zu erreichen. „Die Impfbereitschaft muss erhöht werden.“ Kalayci sagte, in Unternehmen sollten weiterhin Tests angeboten werden auch für diejenigen, die bereits geimpft seien. „Solange es ein Restrisiko gibt, sollten wir uns nicht von allen Maßnahmen verabschieden.“ 

Kontaktbeschränkungen in geschlossenen Räumen fallen – Clubs bleiben geschlossen

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat nach der Senatssitzung am Dienstag verkündet, es gebe „weitere Lockerungen“ für die Berliner. „Wir sehen aber nach wie vor das Risiko, was die Delta-Variante angeht.“ In Berlin liege der Inzidenzwert derzeit bei 5,3. Niemand könne sagen, wie er sich entwickele. Aber es sei ein leichter Anstieg von 4,9 auf 5,3 festzustellen. Der Blick auf junge Erwachsene werde beim Impfmanagement ein Thema. 
Reisen sei weiterhin ein Risikofaktor. „Wir haben über 1430 Teststellen in der Stadt.“ Das sei eine gute Ausstattung. Die Testpflicht könne bei Rückkehrern deshalb gut umgesetzt werden. Einreisende aus Virusvariantenländern würden von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes kontaktiert. Kalayci sagte, die Positivrate bei PCR-Tests sei mit 0,8 niedrig.
Kalayci erläuterte die Maskenpflicht. Ab diesem Samstag soll sowohl im Innen- als auch Außenbereich die Maskenpflicht auf medizinische Masken begrenzt werden. In Bus und Bahn und bei körperlichen Dienstleistungen müssten dagegen weiterhin FFP2-Masken getragen werden. 
Kontaktbeschränkungen in geschlossenen Räumen gibt es nicht mehr für private Treffen. Es gilt die Obergrenze 100 Personen im Freien für private Veranstaltungen, 50 Personen sind maximal für private Feiern im Innenraum erlaubt. 
Die Obergrenze für öffentliche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen wird von 500 auf 1000 heraufgesetzt, im Freien gilt die Obergrenze von 2000 Personen. 
Mit 1000 Personen gibt es sogenannte Tanzlustbarkeiten im Freien, in Innenräumen sind sie „nach wie vor untersagt“, sagte Kalayci. Clubs dürfen ihre Räume also noch nicht öffnen. 
Die heute beschlossene bundeseinheitliche Regelung bezieht sich auf mehr als 5000 Personen bei Großveranstaltungen mit Schachbrettsystem bei Platzierungen und Testpflicht. Das seien aber „Einzelfallentscheidungen“, betonte Kalayci – diese müssen genehmigt werden. Die Grenze bleibe in Berlin bei 1000 in geschlossenen Räumen, im Freien könnten 2000 Menschen zu einer Veranstaltung zusammenkommen. 
Staatssekretär Christian Gaebler (SPD), Chef der Senatskanzlei, ergänzte die heute bundesweit gefassten Eckpunkte für Großveranstaltungen mit 5000 Personen: Die Inzidenz müsse unter 30 liegen, ein negativer Testnachweis vorliegen, das Abstandsgebot müsse ebenso wie begrenzter Alkoholausschank und ein Zutrittsverbot von alkoholisierten Personen gelten.

Kalayci: Können es “schaffen, dass im September 80 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft sind”

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci sieht die Notwendigkeit, der Impfkampagne neuen Schwung zu geben. 3,4 Millionen Impfungen seien in Berlin bisher umgesetzt worden. 55,9 Prozent hätten die erste Impfung, 37,3 Prozent die zweite Impfung erhalten. „Das Impfen läuft in Berlin sehr gut“, betonte Kalayci. Auch mobile Impfteams seien unterwegs. 

Aber die Nachfrage stagniere derzeit auch in Arztpraxen. Früher seien neue Termine im Impfzentrum binnen weniger Stunden vergeben gewesen, inzwischen dauere das eine Woche bis zehn Tage. „Das Angebot wird im August die Nachfrage übersteigen.“ Deshalb lege man Kampagnenschwerpunkte. „Jedes Impfangebot soll angenommen werden“, forderte Kalayci die Berliner:innen auf, sich impfen zu lassen, um schon bald eine Herdenimmunität zu erlangen. Einen harten Kern werde es aber geben, der sich nicht impfen lassen werde.
Kalayci will deshalb an die Sonderimpfungen anknüpfen, die es in den vergangenen Monaten in den Bezirken gab – zunächst für sozial schwache Kieze, später aber auch für ganze Stadtteile geöffnet. „Wir müssen in die Kieze rein gehen, dorthin, wo möglichst viele Menschen sind“, sagte die Senatorin. Kalayci sprach von niederschwelligen Angeboten, etwa auf Straßen oder sogar bei Supermärkten, vor allem dort, wo junge Menschen anzutreffen seien. Zuvor hatte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) schon Impfungen auf dem Tempelhofer Feld ins Gespräch gebracht.
Berlin sei bei den Impfquoten für über 60-Jährige gut, rund 84 Prozent hätten die Erst-, 72,2 Prozent hätten die Zweitimpfung erhalten. „Wenn das Impftempo so bleibt, schaffen wir es, dass im August 80 Prozent der Bevölkerung geimpft sind.“ Das bezog die Senatorin auf eine Impfung, bis Ende September sei dann ein vollständiger Impfschutz denkbar. Das seien aber rein rechnerische Prognosen. Die sogenannte Kreuzimpfung sei eine „gute Nachricht“, betonte Kalayci. 
Ab heute gibt es ein Impfangebot, sich mit AstraZeneca impfen zu lassen, pro Tag seien 900 Impfungen möglich. Das Angebot beziehe sich auf die 150.000 Berliner:innen über 60 Jahre, die noch nicht geimpft worden sind. Mit den Impfungen müsse man „mehr auf die Straße hinaus“, sagte Kalayci. Das Angebot solle erweitert werden. 

Kontaktbeschränkungen bei privaten Treffen sollen ganz wegfallen

Der Senat diskutiert am Dienstag über eine Lockerung der Corona-Regeln. Nach Tagesspiegel-Informationen soll es keine Kontaktbeschränkungen bei privaten Treffen mehr geben. Bisher war eine Begrenzung auf zehn Personen aus maximal fünf Haushalten für private Zusammenkünfte in Innenräumen festgelegt. In einer Vorlage an den Senat war noch die Rede von 20 Personen aus zehn Haushalten
Das Tragen einer FFP2-Maske in Bussen und Bahnen bleibt weiterhin Pflicht. Eine FFP2-Maske muss auch bei körperlichen Dienstleistungen getragen werden. Im Einzelhandel, auf Märkten oder bei kulturellen Veranstaltungen ist eine medizinische Maske vorgeschrieben. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) wird im Anschluss an die Senatssitzung am Dienstag über die Lockerungen informieren. 

Pop schlägt Impfaktion auf Tempelhofer Feld vor

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop wünscht sich mehr Tempo bei den Corona-Impfungen und schlägt dazu neue Angebote mit mobilen Impfteams vor. „Wir müssen beim Impfen schneller und flexibler werden, damit wir im Kampf gegen Corona weiter an Vorsprung gewinnen können“, sagte die Grünen-Politikerin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. „Ein Impfmobil an belebten Plätzen wie dem Tempelhofer Feld wäre dafür ein geeignetes Mittel.“

Mobile Impfteams hätten am Anfang der Impfkampagne mit dem Impfen älterer Menschen in Pflegeheimen tatkräftig unterstützt. „Auch jetzt könnten sie uns dabei helfen, mit niedrigschwelligen Impfangeboten viele Berlinerinnen und Berliner zu erreichen und so die Impfraten deutlich zu erhöhen. Der Impfmotor darf in der jetzigen Phase der Pandemie nicht ins Stottern geraten“, so Pop weiter. „Alle Menschen mit Impfschutz schützen ihre eigene Gesundheit und die ihres Umfeldes und tragen dazu bei, die Pandemie zu besiegen.“ (dpa)

Coronavirus in Berlin : Inzidenz steigt am fünften Tag in Folge – auf nun 6,9

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne).
 
Bild:
Kira Hofmann/dpa

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Kreuzimpfung in Berlin (T+)

Zweimal Astrazeneca bei Menschen über 60 – was bisher Standard war, ist nun passé. Am Donnerstag hat die Ständige Impfkommission (Stiko) die neue Empfehlung veröffentlicht, nach einer Erstdosis Astrazeneca künftig eine zweite Spritze mit einem mRNA-Impfstoff zu verabreichen. Und das gilt für alle Altersgruppen. Bundesländer und Ärzt:innen müssen nun kurzfristig umplanen. Was bedeutet die Entscheidung für Berliner:innen, denen eine oder beide Impfungen noch bevorstehen? Ein Überblick über die wichtigsten Fragen und Antworten lesen Sie auf Tagesspiegel Plus. (Farangies Ghafoor)

tagesspiegel

Corona-Inzidenz in Berlin weiter steigend

Berlin verzeichnet bei den Corona-Zahlen auf noch niedriger Basis eine weiter steigende Inzidenz. Innerhalb von sieben Tagen wurden am Dienstag 5,3 Ansteckungen je 100.000 Einwohner gemeldet. Am Vortag hatte das Robert Koch-Institut noch einen Wert von 4,9 angegeben. 54 Corona-Neuinfektionen wurden vom RKI gemeldet, zwei Todesfälle kamen hinzu.
Wie aus dem Lagebericht der Gesundheitsverwaltung am Dienstag hervorgeht, ist die Inzidenz im Vergleich zu der von vor einer Woche um 27 Prozent gesunken. Der R-Wert, der angibt, wie viele Menschen im Mittel von einem Infizierten angesteckt werden, liegt in Berlin bei 0,92, der Anteil der für Covid-Patienten benötigten Intensivbetten bei 4,2 Prozent
Seit Beginn der Pandemie steckten sich in Berlin laut Statistik 180.322 Menschen nachweislich an. Die meisten gelten als genesen. 3561 Menschen starben in Zusammenhang mit dem Coronavirus. (mit dpa)

Brandenburger Kommunen mit Überschuss trotz Corona-Pandemie

Die Brandenburger Städte, Gemeinden und Landkreise haben 2020 trotz Coronakrise einen Überschuss erwirtschaftet. Das neunte Mal in Folge sei ein Plus von rund 400 Millionen Euro erzielt worden, ergab der Kommunale Finanzreport der Bertelsmann Stiftung, der am Dienstag vorgestellt wurde. Dank umfangreicher Hilfen von Bund und Land konnten Haushaltskrisen angesichts von Steuerverlusten abgewendet werden.
Die Kassenkredite der Kommunen konnten weiter reduziert werden. Sie gelten als Krisenindikator und gehen der Studie zufolge meist einher mit hohen Sozialausgaben und Steuersätzen, niedrigen Investitionen und allgemein geringen Handlungsspielräumen für die Lokalpolitik.
In der Coronakrise ist laut dem Report 2020 vor allem die Gewerbesteuer im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen: In den Gemeinden waren es fast 17 Prozent. Die Rezession treffe steuerstarke Gemeinden härter, sagte Kirsten Witte, Kommunal-Expertin bei der Bertelsmann Stiftung. Im Einzelfall gebe es dann deutlich größere Haushaltslücken.
Während von der Erstattung der Gewerbesteuermindereinnahmen überproportional wirtschaftsstarke Kommunen profitierten, erreichten die Hilfen für die Hartz-IV-Kosten meist sozial-schwache Städte. Die Stadt Brandenburg gewinne hierdurch pro Jahr fast 5 Millionen Euro, das schaffe neuen Spielraum, sagte René Geißler, Professor für öffentliche Finanzen an der TH Wildau und Mitautor des Finanzreports.
Gesunken sind laut Report die kommunalen Ausgaben für Hartz-IV – im Zehnjahresvergleich etwa um ein Drittel. Der Bund erhöhte ab 2020 und dauerhaft seinen Finanzierungsanteil an den Hartz-IV-Kosten und entlastete die Kommunen mit 90 Millionen Euro. 
Beim Bundestrend mit steigenden Investitionen konnten die Kommunen in Brandenburg nicht mithalten und lagen sogar unter dem Bundesdurchschnitt. In Bayern investierten die Kommunen fast doppelt so viel wie in Brandenburg.
Das Land öffnete auch einen eigenen Rettungsschirm: gewährte Sonderzuwendungen für Mehrausgaben der Pandemie, setzte die Steuererstattung 2021 fort und stockte den Kommunalen Finanzausgleich auf. In den kommenden beiden Jahren wolle das Land seine Hilfen fortsetzen, hieß es. (dpa)

Woher kommen die langen Schlangen vorm Impfzentrum Tegel?

Lange Warteschlangen haben sich am Sonntag und Montag vor dem Corona- Impfzentrum in Tegel gebildet. Woran liegt das? Personalengpässe gebe es nicht, sagte Regina Kneiding, Sprecherin der Impfzentren. „Es bleibt kein Mitarbeiter in den Impfzentren der Arbeit fern“, sagte sie. „Sie gehen ihrer Arbeit mit außergewöhnlichem Engagement nach.“ Es könne zu Wartezeiten „aus vielfältigen Gründen“ kommen, antwortete die Senatsgesundheitsverwaltung. Personen mit Impftermin kämen häufig eher zu früh als zu spät, sodass sich ein Rückstau bilde. Das führe zu einer Verdichtung an Terminen und zu „Schlangen, deren Abarbeitung sich über den Tag hinzieht“. (Sabine Beikler)

Kalayci lehnt Bußgelder für Impfschwänzer ab

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sieht weder die Notwendigkeit noch die rechtliche Grundlage für Bußgelder gegen sogenannte Impfschwänzer. „Wir haben tatsächlich nur ein bis zwei Prozent der Menschen, die nicht kommen“, sagte sie am Montag dem RBB mit Blick auf diejenigen, die ohne abzusagen nicht zu ihrem Impftermin in den Zentren erscheinen. „Gott sei Dank sagen sehr viele Berlinerinnen und Berliner regelrecht ab, gerade in der Urlaubszeit.“

Der Präsident des Berliner Roten Kreuzes (DRK), Mario Czaja, hatte im RBB für Strafzahlungen in Höhe von 25 bis 30 Euro geworben für diejenigen, die ihren Impftermin verfallen lassen, ohne abzusagen. Er nannte ein solches Verhalten „unsolidarisch denen gegenüber, die schnell einen Termin haben wollen“. (dpa)

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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