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Coronavirus in Berlin : Inzidenz sinkt in einer Woche deutlich – fast 25 Prozent geimpft

Auch für Geimpfte: Berlin hält an Quarantäne für Reiserückkehrer fest + Impfungen nun auch für Lehrer an Oberschulen + Der Corona-Blog.

Coronavirus in Berlin : Inzidenz sinkt in einer Woche deutlich – fast 25 Prozent geimpft

Ein Corona-Schnelltest. Bis das Ergebnis da ist, dauert es etwa 15 Minuten.Foto: imago

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin ist binnen einer Woche deutlich zurückgegangen. Während sie am vergangenen Freitag noch bei 135,0 lag, betrug sie an diesem Freitag lediglich 126,1. Für Sonnabend weist der Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung sogar nur noch 121,0 aus. der Bezirk Pankow liegt bei 55,7. Fast 25 Prozent der Berlinerinnen und Berliner haben mindestens eine Impfung erhalten. (Mehr dazu weiter unten im Newsblog.)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Auch für Geimpfte: Berlin hält an Quarantäne für Reiserückkehrer fest – anders als andere Bundesländer
  • Mehr Impfberechtigte: Ab dem 3. Mai können Berliner der Prioritätengruppe 3 einen Impftermin buchen. Berechtigt sind jetzt auch Lehrer der weiterführenden Schulen.
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Inzidenz geht in einer Woche deutlich zurück – fast 25 Prozent der Berliner geimpft

Die Sieben-Tage-Inzidenz war in Berlin am Freitag erneut rückgängig. Sie sank von 130,2 auf 126,1. Für Sonnabend weist der Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung sogar nur noch 121,0 aus. Zum Vergleich: Am Freitag vergangener Woche, als die Berliner Statistik auf die Berechnung des Robert-Koch-Instituts umgestellt wurde, lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 135,0.
Auch wenn durch die Verbreitung von Schnelltests Infektionen inzwischen früher erkannt werden können, dürfte diese Entwicklung bisher kaum auf die am vergangenen Sonnabend in Kraft getretene Bundesnotbremse zurückzuführen sein, da es immer mehrere Tage dauert, bis Ansteckungen verlässlich erkannt und die Gesundheitsämter informiert sind.
Besonders weit zurückgegangen ist die Inzidenz inzwischen im Bezirk Pankow, dem einwohnerstärksten Berlins: von 95,5 vor einer Woche auf 55,7 an diesem Freitag. Mit einer Inzidenz von 172,5 ist die Inzidenz in Spandau am höchsten. Dort waren es vor einer Woche lediglich 143,6.
Nachgelassen hat auch die Auslastung der Intensivstationen. Waren vor einer Woche noch 334 Covid-19-Patient:innen wegen eines schweren Verlaufs in intensivmedizinischer Behandlung, was 27,9 Prozent der Betten entsprach, so waren es an diesem Freitag nur noch 25,8 Prozent, was 315 Patient:innen entsprach. Am Donnerstag war es noch einer mehr – 25,9 Prozent Auslastung.
Mit 616 Neuinfektionen meldete Berlin am Freitag auch deutlich weniger Fälle als noch vor einer Woche, als es 886 waren. Drei weitere Menschen starben. Die Reproduktionszahl lag mit 0,83 erneut deutlich unter der Schwelle von 1. Ist dies über längere Zeit der Fall, deutet das auf ein nachlassendes Infektionsgeschehen hin. In Berlin lag der R-Wert zuletzt am Montag mit 1,05 darüber.
Fast 1,25 Millionen Impfungen sind in Berlin bis Freitag verabreicht worden. In dieser Zahl sind Erst- und Zweitimpfungen zusammengerechnet. Fast 25 Prozent der Berlinerinnen und Berliner haben mindestens eine Impfung erhalten, 9,2 Prozent sogar schon beide Spritzen. Zum Vergleich: Am Freitag vergangener Woche waren es gut 160.000 Impfungen weniger – da hatten er 21,2 Prozent der Berlinerinnen mindestens eine Impfung erhalten.

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Lehrer:innen in Berlin können ab 3. Mai Impftermine buchen

Die etwa 50.000 Beschäftigten an den weiterführenden und beruflichen Schulen können ab dem 3. Mai umgehend einen Impftermin buchen, um sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. Das teilte die Senatsverwaltung für Bildung am Freitag mit.
Per Brief werde die Senatsverwaltung umgehend das Dienstpersonal an den Schulen mit weiteren Details über diese Möglichkeit informieren. Auch die rund 4.000 Beschäftigten in den Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe in den bezirklichen Jugendämtern werden ab 3. Mai eine Impf-Möglichkeit erhalten. 
Zuvor hatte die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung mitgeteilt, dass hinreichend Impfkapazitäten zur Verfügung stünden.
In den vergangenen Monaten hatten bereits etwa 46.000 Beschäftigte an den Kitas, 36.000 Beschäftigte in den Grundschulen und der ergänzenden Förderung und Betreuung, 7.000 Beschäftigte an den Förderschulen, 1.500 Personen in der Kindertagespflege, 8.000 Beschäftigte der Eingliederungshilfe im Bereich Jugend und 500 Beschäftigte der Kinder- und Jugendambulanzen ihre Impfeinladung erhalten. Viele Beschäftigten haben schon ihre Erstimpfung bekommen.

Gymnasiallehrer aus Mitte kritisieren Corona-Schulpolitik

Lehrkräfte des John-Lennon-Gymnasium kritisieren in einem Brief an die Schulsenatorin Scheeres die aktuelle Situation an den Berliner Schulen, wie die Berliner Zeitung am Donnerstag berichtete. 
Die Lehrkräfte des Gymnasiums in Berlin-Mitte fordern unter anderem ein neues Impfangebot. So lange sollten die Schulen bei einer Inzident von über 100 bei Jugendlichen geschlossen werden. 
Zudem solle für die Testungen an Schulen externes Personal eingesetzt werden, da die zeitlichen Ressourcen dafür aktuell nicht reichen würden. Bei den Lehrkräften des Gymnasiums sorgt das Handeln des Senats scheinbar zunehmend für Unmut und Unverständnis. 
Eine interne Umfrage im Kollegium der Schule habe nach Angaben der Berliner Zeitung ergeben, dass sich 81 Prozent der Lehrer:innen in ihrer Gesundheit gefährdet fühlten, 87,5 Prozent sähen sich in einer übermäßigen Arbeitsbelastung ausgesetzt und 98,5 Prozent hätten nicht den Eindruck, von der Bildungsverwaltung unterstützt zu werden. Die Lehrkräfte hätten aber betont, die Kritik und der Unmut richte sich nicht an die Schulleitung.  
Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderte am Donnerstag in einer Pressemitteilung, “schnellstmöglich Impfangebote für die Beschäftigten der weiterführenden Schulen zu ermöglichen”. Der Vorsitzende der GEW Berlin kritisierte in der Mittelung, die Inzidenz bei Schüler:innen sei deutlich höher als im Durchschnitt der Bevölkerung. Nichtsdestotrotz sei ein Großteil der Lehrkräfte nicht geimpft. (Nicolas Lepartz)

Berlin hält an Regeln für Reiserückkehrer fest – auch für Geimpfte

Anders als in vielen anderen Bundesländern gilt in Berlin weiterhin die Regel, dass auch vollständig Geimpfte nach der Rückkehr aus einem Corona-Risikogebiet in Quarantäne müssen. In Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, NRW und Rheinland-Pfalz ist das inzwischen anders. Hier besteht die Quarantänepflicht nur fort, wenn man aus einem vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Virusvariantengebiet zurückkehrt.
Dass sich Berlin dem Vorbild der anderen anschließt, ist derzeit nicht geplant, heißt es auf Tagesspiegel-Anfrage bei der Senatsverwaltung für Gesundheit. Man warte auf die für Mai erwartete bundeseinheitliche Regelung. Reisende müssen in Berlin derzeit zehn Tage in Quarantäne, wenn sie aus einem Risikogebiet kommen, und 14 Tage bei Rückkehr aus einem Virusvariantengebiet. Im ersten Fall kann man die Quarantäne nach fünf Tagen mit einem negativen Corona-Test beenden. (Heike Jahberg)

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Gericht bestätigt vorerst Testpflicht für Berliner Unternehmen

Das Berliner Verwaltungsgericht hat die bestehende Testpflicht für Unternehmen in der Hauptstadt vorerst bestätigt. Das Gericht habe den Eilantrag eines privaten Unternehmers gegen die Pflicht zurückgewiesen, teilte ein Sprecher am Freitag mit. Die Verpflichtung sei eine „notwendige Schutzmaßnahme zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus“, hieß es. Die Maßnahme sei daher verhältnismäßig. Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.

Laut dem neuen Bundesgesetz zu verschärften Kontakt-Beschränkungen in der Corona-Krise müssen Unternehmen ihren Mitarbeitern einmal pro Woche einen Corona-Test anbieten, wenn diese nicht von zu Hause aus arbeiten können. Beschäftigtengruppen mit erhöhtem Infektionsrisiko sollen sogar zweimal pro Woche ein Testangebot erhalten. In Berlin sind die Unternehmen zudem verpflichtet, mindestens die Hälfte ihrer Büro-Arbeitsplätze ins Homeoffice zu verlagern. (dpa)

Piks-Rekord in Berlin – doch es mangelt weiter an Impfstoff

Mit genau 26.683 verabreichten Dosen war der 28. April der bisher impfstärkste Tag in Berlins Arztpraxen. Das teilte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) am Freitag mit. Demnach seien in den Vertragsarztpraxen in den vergangenen drei Tagen rund 67.000 Impfungen verabreicht worden, womit sich die GFesamtzahl der Impfungen auf 198.000 erhöht. Mehr als 1800 Praxen nähmen mittlerweile an den Schutzimpfungen teil, so die KV.

„Dieses Ergebnis freut uns natürlich und zeigt, dass sich das Impftempo in Berlin durch die Vertragsärzte deutlich erhöht hat“, heißt es seitens des Vorstands der KV Berlin. „Unser Dank gilt allen Ärztinnen und Ärzten, die sich bereits an den Impfungen beteiligen und damit eine hohe Mehrbelastung in Kauf nehmen, um bei der Bewältigung der Pandemie zu helfen.“ Gerade in den letzten Tagen habe es in den Praxen einen großen Patientenansturm gegeben, der so schnell nicht abebben wird.

Allerdings sei der Mangel an Impfstoff weiterhin ein großes Problem.  „Das Impfen in den Praxen leidet bisher noch immer darunter, dass wir nicht ausreichend Impfstoff erhalten. Das wird vermutlich auch noch bis Ende Mai der Fall sein“, so die Prognose der KV Berlin.

Nach Protesten: Vordertüren in Berliner Bussen bleiben geschlossen

Nach Kritik und Bedenken der zuständigen Gewerkschaft Verdi bleiben die Vordertüren der Berliner Busse vorerst weiter geschlossen. Die ursprünglich für Anfang Mai angekündigte Wiedereröffnung des Vordereinstiegs werde verschoben, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Donnerstagabend mit.

„Selbstverständlich nehmen wir die Sorgen unserer Fahrer*innen sehr ernst und können die Beunruhigungen in den Zeiten der Pandemie nachvollziehen“, hieß es von BVG-Chefin Eva Kreienkamp. Es sollten nun weitere Messungen zur Verteilung von Aerosolen im Fahrerbereich durchgeführt werden.

Im März 2020 waren die Vordertüren geschlossen und die Fahrerbereiche mit Folie abgetrennt worden, um Infektionen zu vermeiden. Inzwischen haben fast alle Busse rund um den Fahrerplatz sogenannte „Spuckschutz“-Scheiben erhalten. Die BVG hatte deshalb vor wenigen Tagen angekündigt, den Vordereinstieg wieder zu ermöglichen.

Mehrere Dutzend Busfahrer protestierten dagegen am Donnerstag vor der Zentrale der BVG. Viele seien in Sorge um ihre Gesundheit, hieß es von der Gewerkschaft. (dpa)

Verwaltungsgericht: Privatarzt bekommt keinen Corona-Impfstoff

 Berliner Privatärzte dürfen ihre Patienten weiterhin nicht gegen das Coronavirus impfen. Ein Arzt sei mit seinem Anliegen gescheitert, vom Land Berlin Impfstoff für seine Privatpatienten zu erhalten, teilte das Verwaltungsgericht am Donnerstag mit. Demnach hatte der Mediziner auf seine Berufspflicht verwiesen: Ohne den Impfstoff könne er nicht zugunsten seiner Patienten handeln und müsse gegen sein ärztliches Gelöbnis verstoßen. Das Land Berlin müsse ihm darum Impfstoff zur Verfügung stellen – und nicht nur den Kassenärzten.

Das Gericht wies den Eilantrag jedoch ab. Die Patienten könnten sich schließlich an Kassenärzte oder die staatlichen Impfzentren wenden, um eine Impfung gegen das Corona-Virus zu bekommen. Gegen den Beschluss (VG 14 L 190/21) kann noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden. (dpa)

742 Neuinfektionen, Inzidenz sinkt erneut leichtIn Berlin sind am Donnerstag 742 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden – am Vortag waren es noch 1053. Es gab keinen weiteren Todesfall, wie aus dem Lagebericht der Senatsverwaltung für Gesundheit hervorging.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht auf 130,2. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen neu mit dem Virus infiziert haben.Dem Wert werden seit dem Gesetz zur bundesweiten Corona-Notbremse Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zugrunde gelegt. Gestern betrug die vom RKI berechnete Zahl 134,0.

Die Zahl der Infizierten in Berlin seit Beginn der Pandemie im Vorjahr wurde mit 167.843 angegeben, wovon 154.101 Menschen als genesen gelten. 3210 Menschen starben bisher im Zusammenhang mit Corona.

Die Belastung auf den Berliner Intensivstationen sank zwar leicht, blieb aber auf einem hohen Wert: Sie lag am Donnerstag bei 25,9 Prozent. Am Vortrag waren noch 26,4 Prozent der Intensivbetten laut Gesundheitsverwaltung mit Covid-19-Patienten belegt.

Wöchentliche Querdenker-Demos in Kreuzberg geplant, Bezirkspolitik dagegen

Menschen aus dem „Querdenker“-Spektrum wollen laut Infos der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Friedrichshain-Kreuzberg ab dem heutigen Donnerstag wöchentlich in Kreuzberg demonstrieren. Die Bezirksverordneten (außer AfD) stellten sich am gestrigen Mittwoch mit der gemeinsamen Resolution „Gegen Querdenker-Demos in unserem Bezirk“ entschieden dagegen.

„Das Ansinnen der Anmelder*innen, unseren weltoffenen Bezirk für Verschwörungspropaganda oder das Verbreiten von diskriminierenden Inhalten zu missbrauchen, verurteilen wir scharf“, heißt es darin. Bereits am Samstag zog die Demo „Generationen miteinander – Herzensangelegenheit“ durch Kreuzbergs Straßen – allerdings mit viel Gegenprotest. (Corinna von Bodisco)

Stiftung plant Öffnung von einigen Schlössern ab Mitte Mai

Nach monatelanger Schließung aufgrund der Corona-Pandemie plant die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), ab Mitte Mai ausgewählte Museumsschlösser wieder zu öffnen – mit Terminbuchung. Abhängig von der Entwicklung der Inzidenzwerte sei frühestens der 12. Mai als Öffnungstermin vorgesehen, teilte die Stiftung am Donnerstag mit. Dann sollen unter anderem Schloss Sanssouci und Schloss Cecilienhof wieder für Besucher offen stehen. Auch Schloss Paretz mit Remise, Schloss Rheinsberg, das Schlossmuseum Oranienburg und Schloss Caputh sollen dann öffnen.

In Berlin soll der Besuch des Neuen Flügels im Schloss Charlottenburg und das Schloss Schönhausen in Niederschönhausen wieder möglich sein. Geplant ist, dass das Belvedere Pfingstberg in Potsdam bereits am 8. Mai öffnet. Die Stiftung versteht die geplante Öffnung ihrer Schlösser nach eigenen Angaben als Kulturangebot „in einer durch erhebliche Einschränkungen geprägten Zeit.“ „Gesundheitsschutz bleibt das Gebot der Stunde“, betonte Generaldirektor Christoph Martin Vogtherr. Einschließlich der Pfaueninsel in Berlin bleiben alle Park- und Gartenanlagen der Stiftung weiter zugänglich.

Grundlage für die Öffnungen seien die Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes und der Eindämmungsverordnungen der Länder Brandenburg und Berlin, wie es von der Stiftung weiter hieß. Wenn demnach in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an fünf aufeinander folgenden Tagen die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 unterschritten wird, kann am übernächsten Tag geöffnet werden.

Durch Beschilderungen, Markierungen und das Personal soll den Angaben nach auf die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen hingewiesen werden. Zudem ist die maximale Anzahl der Menschen, die sich gleichzeitig in den Schlossräumen aufhalten dürfen, begrenzt. Das Tragen einer medizinischen Maske ist Pflicht. In Berlin ist ein negativer Corona-Test erforderlich, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Dies gilt nicht für Personen, die den Nachweis über eine vollständige Impfung mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff vorlegen können. (dpa)

Gewerkschaft hat Bedenken gegen Öffnung der vorderen Bustüren

Fahrgäste der BVG sollen beim Bus von Montag an wieder vorne einsteigen können. Doch es gibt Bedenken dagegen. Die Gewerkschaft Verdi fordert, mit der Öffnung zu warten, bis die dritte Welle der Corona-Pandemie in Berlin abgeflacht ist und sich alle impfen lassen können. Notwendig sei auch eine Gefährdungsanalyse gemeinsam mit der Beschäftigtenvertretung, forderte Verdi.

Mehrere Dutzend Busfahrer protestierten am Donnerstag vor der Zentrale der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) dagegen, dass sie den Fahrgästen den Vordereinstieg wieder öffnen sollen. Viele seien in Sorge um ihre Gesundheit, hieß es von der Gewerkschaft.
Im März 2020 waren die Vordertüren geschlossen und die Fahrerbereiche mit Folie abgetrennt worden, um Infektionen zu vermeiden. Inzwischen haben fast alle Busse rund um den Fahrerplatz sogenannte „Spuckschutz“-Scheiben erhalten. Das Unternehmen verweist auf eine Studie zur Ausbreitung von Aerosolen im Fahrgastraum und auf andere Verkehrsbetriebe, die die Busse ebenfalls wieder vollständig öffnen. Kunden können ihre Fahrkarten beim Fahrer nur noch kontaktlos mit Karte oder Handy bezahlen. (dpa)

Testcenter in Adlershof droht mit Schließung – „keinen einzigen Cent“ bekommen

Das Unternehmen Napaso aus Adlershof droht wegen fehlender Kostenerstattung durch das Land, sein Testcenter wieder zu schließen. In einem Brief an den Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick beklagt das Unternehmen, man habe noch „keinen einzigen Cent“ von Bund und Land bekommen. „Alle Investitionen in Personal, Löhne, Schulungen, Organisation, Material erfolgten und erfolgen weiterhin ausschließlich durch Vorfinanzierung der napaso GmbH.“

Dem Vernehmen nach haben die privaten Testcenter, die teilweise schon seit Mitte März kostenlose Bürgertests anbieten, ihre Kostenerstattungen noch nicht einmal beantragen können. Napaso hat für seine Teststation Teile einer bezirklichen Sporthalle angemietet. Weil dafür noch keine Mietzahlung eingegangen ist, hat der Bezirk nach Angaben der Napaso GmbH die Miete jetzt schriftlich angemahnt. „Formal sicherlich richtig, aber dennoch moralisch sehr fragwürdig“, erklärt die Napaso GmbH. (loy)
(Weitere Meldungen aus Treptow-Köpenick lesen Sie jeden Montag im Leute-Newsletter des Tagesspiegels – zum kostenlosen Abo bitte hier entlang.)

Inzidenzwert sinkt leicht, mehr als 1000 Neuinfektionen

In Berlin sind 1053 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden – am Vortag waren es noch 951. Neun weitere Menschen starben, wie aus dem Lagebericht der Senatsverwaltung für Gesundheit am Mittwoch hervorging.
Die Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht auf 134,0. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen neu mit dem Virus infiziert haben.Dem Wert werden seit dem Gesetz zur bundesweiten Corona-Notbremse Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zugrunde gelegt. Gestern betrug die vom RKI berechnete Zahl 136,5.

Die Zahl der Infizierten in Berlin seit Beginn der Pandemie im Vorjahr wurde mit 167.101 angegeben, wovon 153.233 Menschen als genesen gelten. 3210 Menschen starben bisher im Zusammenhang mit Corona.

Die Belastung auf den Berliner Intensivstationen bleibt indes hoch: 26,4 Prozent der Intensivbetten sind laut Gesundheitsverwaltung mit Covid-19-Patienten belegt.

Parlament will 215 Millionen Euro für Weiterbetrieb der Impfzentren bis September freigeben

Der Hauptausschuss will am Mittwoch knapp 215 Millionen Euro für den Weiterbetrieb der Berliner Impfzentren freigeben. Aus der Vorlage der Gesundheitsverwaltung für Sitzung geht hervor, dass der Senat bis Ende September mit dem Betrieb der sechs Zentren rechnet, auch wenn bis dahin längst breit in den Hausarztpraxen geimpft werden soll. Rund 97 Millionen Euro der erwarteten Ausgaben werden später von der Bundesebene erstattet. Das Geld stammt aus der Pandemierücklage des Berliner Senats.

Noch bis Juni rechnet der Senat auch mit der Kostenübernahme für den Fahrservice zu den Impfzentren für über 70 Jährige. Schon jetzt wurden für die Kostenübernahme rund 15 Millionen Euro ausgegeben. In den kommenden zwei Monaten geht der Senat von Kosten in Höhe von zusätzlich 12 Millionen Euro für die Taxi-Gutscheine aus. Eine Million Euro wird für den Betrieb des Shuttle-Service der BVG eingeplant. Allein für den Betrieb der IT-Infrastruktur plant der Senat mit weiteren 20 Millionen Euro bis Ende September, die Anmietung der Liegenschaften kostet dagegen nur rund neun Millionen Euro.
Besonders die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin hatte zuletzt immer wieder das Festhalten an den Impfzentren kritisiert. Sie hatte „auch mit Blick auf die Kosten dafür plädiert, die Impfzentren sukzessive zurückzufahren“. Die Verträge sollen aber so gestaltet sein, heißt es aus Koalitionskreisen, dass der Senat rasch aussteigen kann. (Julius Betschka)

Brandenburg plant ab Mai längerfristige Corona-Impfterminplanung 

Wer sich in Brandenburg gegen Corona impfen lassen will, kann ab Mai möglicherweise längerfristig einen Termin vereinbaren als bisher. „Wir haben jetzt Impfstoffzusagen für den Mai einschließlich für den Juni, dass wir dann auch dazu übergehen können, längerfristig Termine zu vergeben – auch wenn der Impfstoff noch nicht bei uns ist“, sagte Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Mittwoch im Landtag in Potsdam. Er sprach von drei bis vier Wochen Vorlauf für Impftermine in Arztpraxen und Impfzentren. Bisher würden Termine erst vergeben, wenn der Impfstoff auch geliefert sei.

Seit Ende Dezember haben rund 583.000 Brandenburger eine Erstimpfung und fast 181.000 eine Zweitimpfung erhalten. Der Innenminister sagte, die Konzentration liege derzeit bei den Zweitimpfungen. Das bringe „Licht am Ende des Tunnels“. Dies führe allerdings dazu, dass es weniger Erstimpfungen gebe. Die Impfung der über 80-Jährigen sei fast abgeschlossen. Als gefährdetste Gruppe nannte der Minister die über 60-Jährigen. „Wir haben nach wie vor eine extrem dramastische Situation“, sagte Stübgen. Jeder dritte Covid-19-Patient auf den Intensivstationen der Krankenhäuser sterbe. (dpa)

tagesspiegel

Wieder höhere Zahl von Corona-Neuinfektionen in Brandenburg  

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Brandenburg im Vergleich den Vortagen wieder deutlich gestiegen. Innerhalb eines Tages seien 444 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Am Montag waren es 279 und am Dienstag 110 Neuinfektionen, allerdings hatten zwei Landkreise keine neuen Daten gemeldet. Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sank am Mittwoch landesweit erneut leicht auf 117,9. Bundesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei rund 161.
Die Städte Cottbus und Frankfurt (Oder) sowie die Landkreise Elbe-Elster und Spree-Neiße lagen deutlich über dem Inzidenzwert von 165. Nach drei Tagen über diesem Wert müssen mit der neuen Bundes-Notbremse am übernächsten Tag alle Schulen schließen. Nach den Landkreisen Spree-Neiße, Oder-Spree und der Stadt Cottbus ist dies nun auch in Frankfurt (Oder) der Fall.
Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 an drei Tagen gilt eine Ausgangsbeschränkung zwischen 22 Uhr und 5 Uhr mit Ausnahmen. Nur der Landkreis Barnim liegt seit längerem unter diesem Wert. (dpa)

Familienministerin Giffey will mobile Impfteams in Problem-Stadtteilen einsetzen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat sich für mobile Impfteams in benachteiligten Stadtteilen ausgesprochen. „Wenn zusätzlich mit mobilen Teams gearbeitet werden kann, würde ich das absolut befürworten. Zunächst einmal ist Aufklärungsarbeit wichtig“, sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“.Bei vielen Menschen gebe es Vorbehalte, große Ängste und Unsicherheiten. „Und dann wird doch vielleicht die Entscheidung getroffen: Ich lasse mich jetzt impfen, aber ich weiß gar nicht, wie das geht.“ Deshalb müsse man um Vertrauen werben und „hingehen, ansprechen in der Sprache, über die Sender, die gehört und gesehen werden“, sagte Giffey. Mit den Teams könne man dort schließlich alle Menschen erreichen.Die Ministerin mahnte besonders negative Folgen der Pandemie für Kinder an, die schon vorher sozial benachteiligt waren. „80 Prozent der Kinder geht es gut, 20 Prozent sind aber eben mit besonderem Unterstützungsbedarf, das sind sehr viele Kinder mit Migrationshintergrund. Und diese Schere wird natürlich durch die Pandemie verstärkt“, sagte Giffey. Die Bundesregierung werde deshalb mit Aufholprogrammen besonders diese Kinder und Jugendliche in den Blick nehmen. (dpa)

Coronavirus in Berlin : Inzidenz sinkt in einer Woche deutlich – fast 25 Prozent geimpft

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey bei einer Pressekonferenz zum neunten Familienbericht.
 
Bild:
Bernd von Jutrczenka/dpa

Freie Besuchszeiten, weniger Testpflicht: Kalayci verspricht Lockerungen für Pflegeheime mit hoher ImpfquoteAus Sicht von Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci sind in den Pflegeheimen weitere Schritte in Richtung Normalität möglich. Sie habe mit vielen Expertinnen und Experten genauer angeschaut, wie die Situation in den Einrichtungen sei, sagte die SPD-Politikerin der RBB-„Abendschau“ am Dienstag. „Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass wenn zum Beispiel in einem Pflegeheim 90 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner geimpft sind, wir weitere Normalitätsschritte machen können“, so Kalayci.

„Punkt eins ist, dass sich Besucherinnen und Besucher nicht mehr testen lassen müssen, wenn sie einen vollen Impfschutz haben.“ In diesem Fall solle es auch keine zeitliche Begrenzung mehr bei den Besuchsregeln geben – egal ob für drinnen oder draußen.
An den Einschränkungen für Pflegeheimbewohner, die oft unter der bisherigen weitgehenden Isolation leiden, hatte es in der Vergangenheit wiederholt Kritik gegeben. Erst seit Samstag sind in den Alten- und Pflegeheimen wieder täglich zwei Stunden Besuch von einer Person erlaubt und auf dem Außengelände täglich für zwei Stunden von zwei Personen. Kalayci hatte nach der Sitzung des Senats am Dienstagnachmittag weitere Schritte angekündigt.

Dazu zählt auch, dass es für die Pflegekräfte keine tägliche Testpflicht mehr geben soll, wenn sie einen vollen Impfschutz haben oder genesen sind, wie die Gesundheitssenatorin in der „Abendschau“ erläuterte. „Das heißt, die nächsten Lockerungsschritte stehen an“, sagte Kalayci. „Wir haben diese Vorschläge mit den Pflegeverbänden abgestimmt.“ Die neuen Regeln sollen der Senatorin zufolge „in den nächsten Tagen“ umgesetzt werden. (dpa)

Selbsttests für Lehrer, Schulschließungen, Lockerungen für Geimpfte und Genesene: Diese neuen Corona-Regeln hat der Berliner Senat heute beschlossen

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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