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Coronakrise in Berlin : Weiter kein Präsenzunterricht für Klassen 7 bis 9 nach den Ferien

Charité schränkt Regelbetrieb ein + Deutsches Historisches Museum öffnet am Freitag + Amtsarzt plädiert für Schulöffnung + Der Corona-Blog für Berlin.

Coronakrise in Berlin : Weiter kein Präsenzunterricht für Klassen 7 bis 9 nach den Ferien

Die Klassen 7 bis 9 sollen in die Klassenräume zurückkehren, sobald die Abiturjahrgänge ihre letzten Unterrichtstage absolviert…Foto: Matthias Balk/dpa

Der Berliner Senat hat sich in seiner Sondersitzung am Donnerstag darauf verständigt, am Wechselunterricht für Grund- und Oberschulen festzuhalten und eine Testpflicht einzuführen.(Mehr dazu weiter unten im Newsblog.)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Charité schränkt Regelbetrieb ein: Wegen steigender Patientenzahlen in der dritten Corona-Welle schränkt Berlins Universitätsklinik Charité künftig wieder den übrigen Klinikbetrieb stark ein.
  • Deutsches Historisches Museum öffnet am Freitag: Die Öffnungszeiten werden nach hinten verschoben, auf 12.00 bis 20.00 Uhr, das Museum stellt sich darauf ein, dass Besucher einen negativen Coronatest vorlegen müssen.
  • Amtsarzt plädiert für Öffnung, Senat berät: Neuköllns Amtsarzt hat sich für eine Öffnung der Schulen nach den Osterferien ausgesprochen, der Berliner Senat berät darüber am Donnerstag.
  • Die aktuellen Zahlen: 545 Neuinfektionen, acht weitere Tote, Inzidenz sinkt auf 110,5, aber 23,7 Prozent Intensivpatienten mit Covid-19.
  • Mehr Service: Die aktuellen Corona-Regeln. Hier gibt es kostenlose Schnelltests. Positiv – was nun? Ein Leitfaden. Corona im Kiez: Newsletter kostenlos bestellen.
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Coronakrise in Berlin : Weiter kein Präsenzunterricht für Klassen 7 bis 9 nach den Ferien

Mehr Covid-19-Fälle – Charité reduziert Zahl der planbaren Eingriffe

Wegen steigender Patientenzahlen in der dritten Corona-Welle schränkt Berlins Universitätsklinik Charité künftig wieder den übrigen Klinikbetrieb stark ein. Ab kommender Woche würden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder vermehrt in Covid-19-Bereichen eingesetzt, planbare Eingriffe würden zurückgefahren, teilte der für die Krankenversorgung zuständige Vorstand Martin Kreis am Donnerstag mit. “Wir rechnen mit einer erneut starken Arbeitsbelastung unserer Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte.” Notfälle und zeitkritische Eingriffe sollen von der Regelung vorerst ausgenommen bleiben.
Die Charité versorgt in Berlin vorrangig Betroffene mit schweren Covid-19-Verläufen. Sie hatte bereits von Mitte Dezember bis Ende Januar ein Notfallprogramm gefahren, um die Patientenzahlen zu bewältigen. Seit Mitte März steigt bundesweit die Zahl der Intensivpatienten mit Covid-19 wieder deutlich an, auf nun mehr als 4400. In Berlin nähert sich die Auslastung der Intensivbetten mit dieser Art von Erkrankten wieder der als kritisch definierten Schwelle von 25 Prozent an. Als Nadelöhr bei der Versorgung gilt vor allem die Verfügbarkeit von Pflegepersonal. (dpa)

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Weiter kein Unterricht für die Klassen 7 bis 9 

Der Berliner Senat hat sich in seiner Sondersitzung am Donnerstag darauf verständigt, am Wechselunterricht für Grund- und Oberschulen festzuhalten und eine Testpflicht einzuführen. Tagesspiegel-Informationen zufolge bleiben die Klassenstufen 7 bis 9 zunächst weiterhin vom Präsenzunterrricht ausgeschlossen. Sie sollen in die Klassenräume zurückkehren, sobald die Abiturjahrgänge ihre letzten Unterrichtstage absolviert haben. Details zur Testpflicht und zum Zeitpunkt der Rückkehr der Mittelstufe an die Schulen werden zeitnah bekanntgegeben.

Deutsches Historisches Museum öffnet Ausstellungen wieder

Museumsbesucher müssen in Berlin mittlerweile einen negativen Coronatest vorlegen. Darauf stellt sich nun auch das Deutsche Historische Museum (DHM) ein. Nach einer mehrtägigen Pause soll der Pei-Bau an diesem Freitag wieder öffnen. Die Öffnungszeiten werden nach hinten verschoben, auf 12.00 bis 20.00 Uhr. 
“Das veränderte Besuchsfenster soll es den Museumsgästen ermöglichen, vor dem Ausstellungsbesuch einen Schnelltest in einem Testzentrum wahrzunehmen“, teilte das Museum am Donnerstag mit. Gezeigt wird unter anderem die Ausstellung “Von Luther zu Twitter. Medien und politische Öffentlichkeit”, sie ist noch bis Sonntag zu sehen. (dpa)

Amtsarzt plädiert für Schulöffnung in Berlin

Neuköllns Amtsarzt Nicolai Savaskan hat sich für eine Öffnung von Berlins Schulen nach den Osterferien ausgesprochen. „Bei Fragen der Öffnung geht es um eine Nutzen- und Schadensabwägung“, sagte er. „Da ist nach jetziger Studienlage ganz klar, dass der Benefit für Schülerinnen und Schüler und das soziale Wohl in den Familien höher ist als der mögliche Schaden durch das höhere Infektionsrisiko.“
Savaskan empfahl Eltern von Schulkindern regelmäßige kostenlose Schnelltests. „Durch die nun dominierende Virus-Variante B 1.1.7. scheint die Übertragung von Jüngeren zu Älteren erhöht zu sein.“ Das sei ein Unterschied zum vergangenen Jahr. Auch Geschwisterkinder sollten mitgetestet werden.
Grundsätzlich gebe es in Schulen in der Pandemie eine Risikosituation, sagte Savaskan. „Die Problematik, die wir bei viralen Infektionskrankheiten immer haben, sind viele Menschen auf engem Raum.“ Der Vorteil im Schulsetting sei aber, dass dort früher als anderswo Test- und Kontrollsysteme eingeführt worden seien. „Die Schulen können sich ein Schutzschild aufbauen“, sagte Savaskan. Die Antwort auf das Risiko müsse eine engmaschige Testung sein. Dazu kämen jetzt Impfangebote an Lehrerinnen und Lehrer.

Die Rückkehr zur Notbetreuung in Kitas hält Savaskan dagegen für hilfreich. Die Verunsicherung unter Erzieherinnen und Erziehern sei größer als die bei Lehrern. „Weil die Kontaktnähe in Kitas enger und weniger steuerbar ist.“ Schon bei Grundschülern gebe es eine bessere Auffassungsgabe und auch eine höhere soziale Kompetenz.

Amtsärzte mit ihren Erfahrungen in der Pandemie würden vor politischen Entscheidungen auf der Berliner Landesebene nach wie vor nicht einbezogen, kritisierte Savaskan. „Obwohl die Daten für das Robert Koch-Institut letztendlich aus den Gesundheitsämtern kommen.“ (dpa)

Linken-Expertin plädiert für Homeschooling nach den Osterferien

Nach den Osterferien sollte es nach Ansicht der Berliner Linke möglichst wenig Unterricht in den Schulen geben. Vor den Ferien seien die Werte für die Sieben-Tage-Inzidenz in den Schulen deutlich gestiegen, in den Ferien gesunken, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Schulsprecherin, Regina Kittler, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir müssen darauf reagieren“, sagte Kittler. „Ich bin dafür, nach den Ferien erstmal in den Distanzunterricht zu wechseln.“
Kittler wies auf das gestiegene Infektionsrisiko durch die britische Virusvariante hin. „Wir müssen jetzt erst mal die Sieben-Tage-Inzidenzen runterkriegen, und zwar deutlich“, sagte sie. „Und das auch über mehrere Tage, so dass der Wert nicht nur mal kurz unter 100 ist.“
Kittler plädiert dafür, die Schülerinnen und Schüler so weit wie möglich zu Hause lernen zu lassen. Ausnahmen seien etwa für die Abiturjahrgänge möglich, die ohnehin nur noch kurz und nur in den Prüfungsfächern Unterricht hätten. Weitere Ausnahmen seien am ehesten für die kleineren Kinder, also die 1. bis 3. Klassen, denkbar. Kritik am Distanzunterricht wies die bildungspolitische Sprecherin der Linken zurück. Es sei falsch, dass die Schülerinnen und Schüler dabei kaum etwas lernten. „Wir haben sehr engagierte Lehrkräfte, die sich darauf besser eingestellt haben.“
„Es ist eine ganz schwierige Situation“, gestand Kittler ein. Aber so weiter zu machen wie bisher, sei nicht zu verantworten. In jedem Fall müsse die Präsenzpflicht ausgesetzt bleiben – Schülerinnen und Schüler sind derzeit nicht verpflichtet, am Unterricht in der Schule teilzunehmen. „Das müssen wir weiter gewährleisten.“ Wichtig sei außerdem, dass nach den Ferien sichergestellt sei, dass Schülerinnen und Schüler zweimal in der Woche einen Selbsttest machen könnten. (dpa)

Coronakrise in Berlin : Weiter kein Präsenzunterricht für Klassen 7 bis 9 nach den Ferien

Regina Kittler ist die bildungspolitische Sprecherin der Linken im Abgeordnetenhaus.
 
Bild:
Jörg Carstensen/dpa 

Berliner Senat berät über Vorgehen bei den Schulen – Kitas im Notbetrieb

Der Berliner Senat berät am Donnerstag über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Eine zentrale Frage ist, wie es nach dem Ende der Osterferien ab Montag mit den Schulen weitergeht. Seit geraumer Zeit absolvieren die meisten Schüler Wechselunterricht in kleinen Gruppen – sie lernen abwechselnd in der Schule oder zu Hause. Lediglich Schüler der Klassen sieben bis neun sind noch komplett zu Hause. Ob sie nunmehr eine Rückkehrperspektive erhalten, ist offen. In der rot-rot-grünen Koalition gibt es dazu unterschiedliche Meinungen.
Denn das Infektionsgeschehen, das sich nicht zuletzt wegen Virus-Mutationen verschärft hat, macht auch vor den Schulen nicht halt. Und so fordern die Gewerkschaft GEW und der Deutsche Philologenverband, dass an den Schulen nur noch gegen Corona geimpfte Lehrkräfte unterrichten sollen. Zudem halten beide Verbände eine Fortführung des Präsenzunterrichts in der jetzigen Form wegen der dritten Corona-Welle für nicht mehr vertretbar.
Unterdessen sind wegen Corona die Berliner Kitas ab Donnerstag erneut formal geschlossen. Sie sollen aber eine Notbetreuung anbieten für Kinder aus Familien, die dringend darauf angewiesen sind und in denen mindestens ein Elternteil in einem besonders wichtigen, sogenannten systemrelevanten Beruf arbeitet. Auch Alleinerziehende, die keine andere Betreuungsmöglichkeit organisieren können, und Eltern, bei deren Kindern aus besonderen pädagogischen Gründen eine Betreuung erforderlich ist, sollen das Angebot in Anspruch nehmen können. (dpa)

tagesspiegel

Inzidenz sinkt auf 110,5 – Intensivbetten-Belegung nimmt zu

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Berlin gesunken. Der Wert liegt aktuell bei 110,5 – so viele Menschen pro 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus dem Lagebericht der Senatsverwaltung für Gesundheit vom Mittwoch hervor. Damit steht die Corona-Ampel allerdings noch immer noch auf Rot.

Die Intensivbetten in Berlin sind zunehmend mit Covid-19-Patienten belegt. Der Wert ist erneut auf nun 23,7 Prozent gestiegen und nähert sich damit der kritischen 25-Prozent-Marke, wie aus dem Lagebericht der Senatsverwaltung für Gesundheit vom Mittwoch hervorgeht. Am Dienstag lag er noch bei 21,7 Prozent.

Die Corona-Warnampel zeigt an dieser Stelle weiter auf Gelb. Wenn ein Viertel der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt ist, schaltet sie auf Rot um. In den vergangenen zwei Wochen ist der Wert deutlich gestiegen

Seit dem Vortag sind dem Bericht zufolge 545 Neuinfektionen hinzugekommen. Insgesamt sind 150.377 Corona-Fälle in Berlin registriert. Ihnen gegenüber stehen 728.951 Impfungen: Fast 13 Prozent der Berliner:innen haben bereits die erste Dosis erhalten. Und rund die Hälfte von ihnen (6,41%) hat auch die zweite Impfung hinter sich. (mit dpa)

Brandenburger Pädagogenverband: Abiturprüfungen müssen stattfinden

Der Brandenburger Pädagogenverband hat sich für die Durchführung der Abiturprüfungen im Land ausgesprochen. „Das Schlimmste, was einem Absolventen jetzt noch auf dem letzten Meter passieren kann, ist, dass er ein Notabitur bekommt“, sagte Präsident Hartmut Stäker der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Er stellte sich damit auch hinter Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), die die Abiturprüfungen im Land wie geplant am 21. April in den Schulen starten will. Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlies Tepe, hatte am Montag gefordert, die Abiturprüfungen bei sehr hohen Infektionszahlen notfalls ausfallen zu lassen.
Stäker sieht noch ein anderes ungeklärtes Problem – die Bewertung der Leistungen der elften Klassen, die im nächsten Jahr ihr Abitur absolvieren sollen. Leistungen aus diesem Jahrgang zählten auch schon ins Abitur mit rein, sagte der Präsident des Pädagogenverbandes. Drei Semester von vier in dieser Klassenstufe seien aber wegen der Corona-Pandemie nicht „anständig“ bewertet worden, da es überwiegend Homeschooling gab. Der 11. Klasse müsse deshalb dringend noch zu Präsenzunterricht verholfen werden, damit die Leistungen bewertbar werden. „Sonst haben die nächstes Jahr mit dem Abitur Probleme, auch, wenn Corona schon vorbei ist“, warnte Stäker.
Zur Ausweitung des Distanzunterrichts an den Schulen nach den Osterferien sagte Stäker, es gebe kaum eine Wahl. Entweder müssten Schulen ganz dicht machen, bis alle geimpft seien – das sei vermutlich nicht vor den Sommerferien. Oder aber es werde eben auf Risiko gefahren mit Testungen und Hygienemaßnahmen, so Stäker.
Vom kommenden Montag findet Wechselunterricht zwischen Schule und zu Hause nur noch für Grundschulen und Abschlussklassen statt. Die mittleren Jahrgänge sollen vorerst komplett zum Distanzunterricht zurückkehren. Eine Pflicht zur Teilnahme am Unterricht gibt es weiter nicht. Ab dem 19. April soll zudem eine Testpflicht für alle Schüler, Lehrer und weiteres Schulpersonal im Präsenzunterricht gelten – sie sollen sich dann zwei Mal pro Woche selbst testen. (dpa)

Coronakrise in Berlin : Weiter kein Präsenzunterricht für Klassen 7 bis 9 nach den Ferien

Bild:
Jonas Güttler/dpa

Berliner Kudammbühnen wollen Coronatests anbieten

Die Berliner Theater sind wegen der Pandemie seit Monaten geschlossen. Die Kudammbühnen wollen nun in ihrem Foyer ein öffentliches Testzentrum einrichten. Natürlich würden sie viel lieber öffnen und spielen, sagte Theaterleiter Martin Woelffer der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. „Aber wir akzeptieren, dass es derzeit noch nicht möglich ist.“
In Berlin gibt es bereits Dutzende Teststationen, etwa auch Apotheken, die zum Beispiel kostenlose Bürgertests anbieten. Ab Freitag sollen sich Menschen nun auch bei den Kudammbühnen im Schiller Theater auf das Coronavirus testen lassen können.
„Ich bin ganz froh, dass wieder was los ist im Theater“, sagte Woelffer. Sie wollten damit etwas Sinnvolles für die Gesellschaft tun, zudem falle hoffentlich finanziell etwas ab. Auch die Mitarbeiter des Theaters sollen künftig dort getestet werden, bisher sei dafür eine Ärztin ins Haus gekommen.
Eine weitere Idee: Sollten in Zukunft mal Theaterbesuche mit negativem Coronatest möglich sein, wäre schon eine Testmöglichkeit im Theater vorhanden. Derzeit brauchen zum Beispiel Kunden in vielen Geschäften einen negativen Test. Die Kudammbühnen arbeiten bei dem Projekt nach Angaben Woelffers mit dem Kitkat-Club zusammen. (dpa)

Corona-Mutation B117 in 86 Prozent der Proben

Die in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 hat sich in Berlin weitestgehend durchgesetzt. Ihr Anteil an rund 5300 positiven Proben aus der Woche vom 29. März bis 4. April betrage 86 Prozent, sagte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit am Mittwoch auf dpa-Anfrage. Noch vor rund einem Monat war die Mutante noch in weniger als jeder zweiten untersuchten Probe gefunden worden. Der erste Nachweis in der Hauptstadt war am 8. Januar publik geworden.
Bundesweit war der Anteil von B.1.1.7 seit Jahresbeginn ebenfalls rasch gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) bezifferte ihn in einem Bericht von voriger Woche auf 88 Prozent, bezogen auf Proben aus dem Zeitraum vom 22. bis 28. März.
Über die mittlerweile erreichte Dominanz der Variante schrieb das RKI in seinem Lagebericht, dies sei besorgniserregend, weil B.1.1.7 „nach bisherigen Erkenntnissen deutlich ansteckender ist und vermutlich schwerere Krankheitsverläufe verursacht als andere Varianten“. Alle in Deutschland verfügbaren Impfstoffe schützen demnach jedoch sehr gut vor einer Erkrankung durch B.1.1.7; und auch vor schweren Erkrankungen durch zwei andere Varianten.
Die beiden anderen Varianten den Coronavirus, die als besorgniserregend gelten, spielen bislang hierzulande und auch in Berlin eine untergeordnete Rolle: Die in Südafrika verbreitete Variante (B.1.351) sei in 1,4 Prozent der darauf untersuchten positiven Proben nachgewiesen worden, sagte der Sprecher der Gesundheitsverwaltung. Die stark in Brasilien zirkulierende Variante P.1 sei lediglich vereinzelt gefunden worden. Beide Varianten können die Wirkung der Antikörper des Immunsystems etwas vermindern. (dpa)

Verwaltungsgericht: Kundenbegrenzung von einer Person auf 40 Quadratmetern nicht rechtens

Das Berliner Verwaltungsgericht hat Eilanträgen gegen die Begrenzung der Kundenanzahl in Geschäften teilweise stattgegeben. Mehrere Händler hatten sich an das Gericht gewandt, da sie sich an Regeln halten müssen, die für Geschäfte wie Supermärkte oder Drogerien nicht gelten – so die Begrenzung von einem Kunden pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche, die Testpflicht und die Kontaktnachverfolgung. 
Zwar wies das Gericht die Eilanträge hinsichtlich der Testpflicht und der Kontaktnachverfolgung zurück. Diese Regeln seien “nicht zu beanstanden”. Die 40-Quadratmeter-Regel hält das Gericht jedoch für unangemessen und in einem engeren Sinne unverhältnismäßig, wie es in einer Pressemitteilung heißt. 
Der Richtwert bringe “kein signifikantes Mehr an Infektionsschutz”, das noch in einem angemessenen Verhältnis zu den erwartbaren Umsatzeinbußen stehe – da in Geschäften bereits FFP2-Masken getragen, tagesaktuelle Tests vorgewiesen und Kontakte elektronisch nachverfolgt werden müssen. Auch sei die Beschränkung nicht für die Öffnung des Einzelhandels vereinbart worden, sondern hätte sich auf das Terminshopping bezogen – wofür kein Schnelltest notwendig war. Eine Begründung, warum die Begrenzung trotzdem nötig sei, habe der Verordnungsgeber jedoch nicht geliefert. Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.

Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg sinkt weiter  

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb einer Woche je 100 000 Einwohner ist in Brandenburg weiter gesunken. Nach einem Wert von 127 am Dienstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei rund 109, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Vor einer Woche betrug der Wert noch 142,6. Acht Landkreise und die kreisfreien Städte Cottbus und Frankfurt (Oder) lagen über der Marke von 100. Corona-Schwerpunkt im Land bleibt der Landkreis Elbe-Elster mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 175,8. Der Kreis Uckermark verzeichnet mit 64,7 Fällen den niedrigsten Wert.  

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In Potsdam lag die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage hintereinander unter 100.
 
Bild:
Ottmar Winter/PNN

Das RKI wies jedoch darauf hin, dass rund um die Osterfeiertage weniger Menschen zum Arzt gegangen seien und außerdem die zuständigen Gesundheitsämter und Landesbehörden möglicherweise nicht an allen Tagen ihre Daten an das RKI übermittelt haben. 
Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 gilt die Notbremse: Die Lockerungen vom 8. März werden zurückgenommen. Ein Haushalt darf sich dann nur noch mit einer weiteren Person treffen, Einkaufen und der Museumsbesuch mit Termin fallen weg, ausgenommen Supermärkte, Apotheken und Drogerien. Die Notbremse gilt für mindestens 2 Wochen, auch wenn ein Kreis wieder 3 Tage lang unter den Wert von 100 fällt.

Nur die Städte Potsdam und Brandenburg an der Havel sowie die Kreise Potsdam-Mittelmark und Uckermark lagen 3 Tage hintereinander unter dem Wert von 100 Ansteckungen binnen 7 Tagen je 100 000 Einwohner. (dpa)

Eilantrag: Berliner Arzt will in Privatpraxis gegen Corona impfen

Ein Berliner Arzt will per Gerichtsbeschluss erreichen, dass er in seiner Privatpraxis Patienten gegen das Coronavirus impfen darf. Ein entsprechender Eilantrag sei am Verwaltungsgericht der Hauptstadt eingegangen, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Zuvor hatte die “Berliner Zeitung” berichtet.
Demnach hatte der Mediziner bereits Impfstoff bestellt und Patienten eingeladen, als die Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums in Kraft trat, wonach Privatpraxen von der Impfkampagne ausgenommen seien. Bundesweit darf jetzt in Hausarztpraxen die Corona-Schutzimpfung verabreicht werden.

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Bisher dürfen nur Kassenärzte Impfungen in ihren Praxen durchführen.
 
Bild:
Christoph Schmidt/dpa

Der Sprecher des Verwaltungsgerichts sagte, zunächst müsse geprüft werden, ob über den Eilantrag in Berlin entschieden werden könne. Das Verfahren richte sich gegen das Bundesgesundheitsministerium. Dessen Hauptsitz sei Bonn, damit wäre das Verwaltungsgericht Köln zuständig. (dpa)

Apotheker-Verein hält Corona-Impfungen in Apotheken für möglich

Der Berliner Apotheker-Verein hält Corona-Impfungen in Apotheken für möglich. Man sei grundsätzlich bereit, bei der Impfkampagne mitzumachen, sagte die Vereinsvorsitzende Anke Rüdinger am Mittwoch im Inforadio des RBB.
“Tatsächlich bin ich ein großer Freund von Impfen in Apotheken”, so Rüdinger. “Wir sind in Berlin auch in Verhandlungen mit den Krankenkassen, um ein Grippe-Impfen in Apotheken als Modellprojekt zu etablieren. (…) Prinzipiell stehen wir durchaus zur Verfügung, wenn die Aufgabe steht, in Apotheken auch zu impfen. Aber das ist eine Entscheidung, die von der Politik getroffen werden muss.”
Momentan sei erstmal die Aufgabe der Apotheken, die Hausärzte mit den Corona-Impfstoffen zu beliefern, so Rüdinger. Sie sei froh, dass die Vakzine über den bewährten Weg vom Großhandel über die Apotheken in die Arztpraxen verteilt würden.

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Das Impfen in Apotheken wäre theoretisch möglich, ist bisher aber von der Bundesregierung nicht vorgesehen.
 
Bild:
imago/Westend61 

“Die Verteilung in der Fläche – und wir dürfen nicht immer von Berlin ausgehen – kann wirklich nur über die Apotheken geleistet werden. Die Zwischenhändler wären dort überfordert, weil die vielen Arztpraxen, die mit eingebunden sind in die Verimpfung der Impfstoffe, nicht so schnell und sicher erreicht werden könnten.”
Die Apotheken hätten zudem Erfahrung mit der Impfstofflagerung und -verteilung, so Rüdinger. Der Impfstoff erfordere eine Kühlung bei zwei bis acht Grad. Das sei kein Problem für die Apotheken, weil es immer kühlungspflichtige Medikamente gebe. (dpa)

GEW: Nur noch geimpfte Lehrkräfte an Schulen einsetzen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert, nach den Osterferien ab nächster Woche nur noch gegen Corona geimpfte Lehrkräfte im Unterricht an Berlins Schulen einzusetzen. “Präsenzangebote sollten nur von Kolleginnen und Kollegen durchgeführt werden, die ein Impfangebot wahrnehmen konnten und einen ausreichenden Immunschutz haben”, sagte GEW-Geschäftsführer Markus Hanisch am Mittwoch.
Allen Beschäftigten an den Schulen im Kontakt mit Kindern und Jugendlichen müsse schnellstmöglich ein Impfangebot unterbreitet werden, forderte er. Für Ärger und Unverständnis unter den Lehrern habe die Absage bereits vereinbarter Impftermine mit dem Vakzin von Astrazeneca gesorgt. Wegen bestimmter Nebenwirkungen wird es aktuell nur für Menschen ab 60 empfohlen. (dpa)

Kassenärzte: Rund 466.000 chronisch Kranke zum Impfen eingeladen

Rund 466.000 Berlinerinnen und Berliner mit chronischen Erkrankungen sind laut der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) zum Impfen gegen das Coronavirus eingeladen worden. Der Versand der Briefe an Patienten zwischen 16 und 70 Jahren sei abgeschlossen, teilte die Organisation am Mittwoch mit. Die Aktion, die die KV als “absolutes Neuland” bezeichnete, hatte Mitte März begonnen. Ziel war es demnach, den Menschen den zusätzlichen Weg in die Praxen für ein Attest zu ersparen. Mithilfe des Schreibens kann ein Termin in einem Impfzentrum vereinbart werden.
Eingeladen wurden nach KV-Angaben Menschen, die unter Bestimmungen der Impfverordnung fallen: etwa Patienten mit Krebs, schweren Lungen- und Nierenerkrankungen oder Diabetes. Für die Einladung wurden Abrechnungsdaten vom vergangenen Jahr herangezogen. Dies hat allerdings zur Folge, dass nicht alle Menschen mit einem Anspruch auch bereits eingeladen wurden, wie die KV ausführte. Das betrifft zum Beispiel Menschen, die im ersten Quartal 2021 erstmals wegen einer solchen Krankheit in Behandlung waren und deren Abrechnungsdaten noch nicht vorliegen.
Betroffene, die bis einschließlich diese Woche keine Einladung erhalten haben, sollen sich laut KV an ihren Arzt wenden. Praxen, die selbst Impfungen gegen Covid-19 anbieten, könnten die Impfung dann durchführen. Ist in der Praxis noch keine solche Impfung möglich, sollen Patienten ein Attest erhalten, hieß es. Damit sei bei der Impfhotline des Senats (030/9028 2200) ein Impfcode erhältlich. So sollen auch Privatpatienten vorgehen.
Wer per Post eingeladen wurde, zuvor aber ein Impfangebot direkt vom Hausarzt bekommt, muss den Code aus der Einladung nicht nutzen, erklärte die KV. Die Beteiligung der Hausärzte an der Corona-Impfkampagne war am Dienstag bundesweit angelaufen. Dadurch sollen schneller mehr Menschen einen Schutz vor dem Virus bekommen. (dpa)

Handelsverband: Zu wenige Testzentren für Einzelhandel in Berlin

Mit der Schnelltest-Pflicht zum Einkaufen hat sich die Lage des Einzelhandels in Berlin aus Sicht des Handelsverbands noch einmal verschlechtert. “Es gibt viel zu wenige Testzentren in Berlin”, sagte der Geschäftsführer des Landesverbands Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, am Mittwoch. Bei langen Wartezeiten vor den Zentren würden viele Menschen auf den Einkauf verzichten. 
“In den ersten Tagen hatten wir eine Frequenz in den Geschäften zwischen zwei und zehn Prozent. Da können wir auch gleich zu machen.” Zwar baue der Handel auch selbst Testzentren auf. Doch das reiche noch nicht aus.
Seit Mittwoch vergangener Woche ist ein negativer Corona-Schnelltest für den Einkauf im Einzelhandel Pflicht. Ausgenommen sind unter anderem Lebensmittelgeschäfte und Drogerien. Zuvor mussten Kunden lediglich ein Zeitfenster in den Geschäften buchen. Der Berliner Senat weist inzwischen rund 230 Testzentren in der Hauptstadt aus, bei denen ein Schnelltest gemacht werden kann. (dpa)

Biontech irritiert über Aussagen der Berliner Gesundheitsverwaltung

Das Biotechnologieunternehmen Biontech hat sich verwundert über Aussagen der Berliner Gesundheitsverwaltung gezeigt. Diese hatte am Dienstag mitgeteilt, dass die zwei Impfzentren der Messe und Arena Berlin wegen einer ausbleibenden Nachlieferung von Impfstoff um 14 Uhr schließen mussten und gab als Grund technische Probleme bei der Lieferung an. In beiden Zentren wird der Impfstoff von Biontech verimpft. Der Tagesspiegel hatte darüber berichtet. Biontech widerspricht dieser Darstellung.
“Wir sind irritiert über die Mitteilung, dass die beiden Corona-Impfzentren Messe und Arena Berlin wegen ‘ausbleibender Nachlieferung von Impfstoff’ am Dienstag schließen mussten”, sagte eine Biontech-Sprecherin dem Tagesspiegel am Mittwoch. “Die Lieferung war ursprünglich für Mittwoch geplant gewesen und so auch an alle Beteiligten kommuniziert worden. Der Senat hatte beim BMG eine frühere Lieferung am Dienstag angefragt – es war demnach eine vorgezogene Lieferung.” Die Lieferung sei dann am Dienstagnachmittag gegen 15 Uhr angekommen, sagte die Sprecherin weiter. “Ohne ein technisches Problem und eine Routenumstellung wäre sie sogar bereits am Dienstagmorgen eingetroffen.”

Eine Mitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) vom Dienstag bestätigt die Darstellung von Biontech. „Die Länder wurden seitens des BMG am 25. März über die eintägige Verschiebung der Liefertermine mit dem Impfstoff von Biontech aufgrund des gestrigen Feiertags informiert. Die Lieferung nach Berlin wurde für den 7. April 2021 geplant und dementsprechend kommuniziert”, hieß es aus dem Ministerium. Die Senatsverwaltung sei am Montag an das BMG mit der Bitte herangetreten, die Lieferung um einen Tag vorzuziehen, da andernfalls Engpässe zu erwarten seien. “Es ist zum wiederholten Male vorgekommen, dass Lieferpläne kurzfristig für Berlin angepasst wurden“, teilte das Ministerium mit. “Trotz des zeitlich kurzen Vorlaufs und der Feiertage erfolgte die Lieferung nach Berlin insbesondere Dank der Flexibilität seitens Biontech gegen 16.00 Uhr am 6. April 2021 und damit kurzfristig einen Tag früher als ursprünglich avisiert.“

Die Berliner Gesundheitsverwaltung hatte am Dienstag angegeben, dass wegen “mutmaßlich technischer Probleme in der Nachlieferung” die Zentren Messe und Arena Berlin am 14 Uhr schließen müssten, in beiden wird mit Biontech geimpft. Die Termine würden jedoch von Mittwoch bis Freitag nachgeholt, mit folgender Reihenfolge:- Menschen, deren Nachname mit A bis I beginnt erhalten die Impfung zur ursprünglichen Uhrzeit, jedoch am Mittwoch, dem 7. April– Menschen, deren Nachname mit J bis Q beginnt erhalten die Impfung zur ursprünglichen Uhrzeit, jedoch am Donnerstag, dem 8. April– Menschen, deren Nachname mit R bis Z beginnt erhalten die Impfung zur ursprünglichen Uhrzeit, jedoch am Freitag, dem 9. April 

Berliner Kinobetreiber: Unsicherheit ist zermürbend

Seit Monaten sind die Berliner Kinos wegen der Pandemie geschlossen. Die Betreiber hoffen auf eine Perspektive, um ihre Filmtheater wieder zu öffnen. “Es ist die Unsicherheit, die uns gerade alle zermürbt”, sagte Christian Bräuer von der Yorck-Kinogruppe. Im November hatten Filmtheater und andere Einrichtungen in der Hauptstadt schließen müssen.
“Die Verunsicherung und vor allem die wirtschaftliche Not wächst, solange wir nicht mal ansatzweise wissen, wann, wie und mit welchen Auflagen wir wieder öffnen”, sagte Bräuer. Mut und Freude machten die unverändert hohen Solidaritätsbekundungen des Publikums. Und auch die Politik habe sich für die Kulturorte eingesetzt.
Zu der Kinogruppe gehören mehrere Filmtheater in Berlin. In einigen davon wird während der Zwangspause nach Angaben des Kinoverbunds auch das eine oder andere renoviert, auch mittels Hilfsgeldern.
“Im Odeon etwa haben wir umfangreich energetisch saniert und die Bestuhlung ausgetauscht und in anderen Kinos wie dem Yorck, Neuen Off oder Rollberg finden kleine Malerarbeiten statt”, teilte das Unternehmen mit. “Ganz intensiv arbeiten wir gerade an der Vorbereitung der Generalsanierung des Kino International.” Dieses Kinodenkmal zu pflegen und zu erhalten, sei eine Mammutaufgabe. (dpa)

Impfungen in Brandenburgs Arztpraxen beginnen – “Wir impfen alles, was wir haben”

Am Mittwoch beginnt in Brandenburgs Arztpraxen das Impfen gegen das Coronavirus. Die Auslieferung des Vakzins läuft nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) bereits seit Dienstagnachmittag. Spätestens am Mittwochvormittag sollten dann die ersten Praxen beliefert worden sein. Wie viele Praxen es landesweit sind, die ab dieser Woche gegen das Coronavirus impfen, ist laut KVBB noch unklar, da sie ihre Impfdosen direkt über die Apotheken bestellen.
“Wir impfen alles, was wir haben”, sagte etwa Allgemeinmedizinerin Antonia Stahl aus Falkensee (Havelland). Die Praxis sollte für diese Woche 18 Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer erhalten, hinzu sollten noch einmal 100 Astrazeneca-Dosen kommen. In Stahls Praxis in Falkensee etwa sollen diese Woche rund 50 bis 60 Menschen bei Hausbesuchen geimpft werden. Hinzu kämen Termine in der Praxis am Mittwoch und am Freitag.
Nach Angaben des Innenministeriums soll Brandenburg rund 67.000 Impfstoffdosen im April pro Woche erhalten: davon rund 50.000 von Biontech/Pfizer. Die restlichen Mengen verteilen sich auf Moderna und Astrazeneca. Arztpraxen sollen nach Angaben des Ministeriums im April 29.000, 36.000, 30.000 und 95.000 Impfstoffdosen erhalten. (dpa)

Berliner Elternvertretung sieht Ferienende mit gemischten Gefühlen

Die Berliner Elternvertretung sieht dem Ende der Osterferien in wenigen Tagen mit gemischten Gefühlen entgegen. Noch gebe es viele Unwägbarkeiten bei der Entwicklung der Corona-Zahlen, sagte der Vorsitzende des Landeselternausschusses, Norman Heise.
Die Elternschaft sei gespalten im Hinblick auf die Frage, ob der zuletzt praktizierte Wechselunterricht mit teilweiser Präsenz in der Schule ab kommendem Montag fortgeführt werden soll oder ob es eine Rückkehr zum angeleiteten Lernen nur zu Hause geben soll. Das gelte auch für eine mögliche Rückkehr der 7. bis 9. Klassen in die Schulen, die als einzige nach wie vor noch keinen Präsenzunterricht haben.
“In jeden Fall ist es wichtig, die Präsenzpflicht weiter auszusetzen“, sagte Heise. Denn dann könnten die Eltern selbst entscheiden, ob sie ihren Nachwuchs in die Schule schicken oder nicht.
Zudem müssten in dieser Woche mehr Selbsttests verfügbar und an den Schulen abholbar sein, forderte er. “Ich appelliere an die Familien, diese Tests dann zu Hause auch zu nutzen”, so Heise. “Wir haben eine gemeinsame Verantwortung für unsere Kinder und für uns selbst.”
Für einen möglichst sicheren Schulstart nach den Ferien hält es Heise außerdem für wichtig, dass an den Schulen die Corona-Regeln konsequent eingehalten werden. Das betreffe etwa die FFP2-Maskenpflicht, regelmäßiges Lüften der Unterrichtsräume, Hygiene und Mindestabstand. (dpa)

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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