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Coronakrise in Berlin : Neuer Höchstwert bei Covid-19-Intensivpatienten – Auslastung über 30 Prozent

Züge im Weihnachtsverkehr deutlich leerer als sonst + Müller rechnet mit Impfung von Risikogruppen bis Frühsommer + Der Corona-Blog.

Coronakrise in Berlin : Neuer Höchstwert bei Covid-19-Intensivpatienten – Auslastung über 30 Prozent

Das Krankenhaus-Personal kommt an seine Grenzen.Foto: Fabian Strauch/dpa

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Berliner Intensivstationen hat an Weihnachten einen neuen Höchstwert erreicht. Von Heiligabend auf den ersten Feiertag nahm sie um fast fünf Prozent von 364 auf 382 zu. Damit sind nun mehr als 30 Prozent der Intensivbetten mit Corona-Infizierten belegt. (Mehr dazu unten im Newsblog.)

Weitere Corona-Nachrichten: 

  • Appelle wirken: Züge der Deutschen Bahn im Weihnachtsverkehr nur zu 35 bis 40 Prozent ausgelastet.
  • Der Regierende Bürgermeister Müller hofft darauf, bis zum Frühsommer einen Großteil der Berlinerinnen und Berlin impfen zu können.
  • Mehr Service: Die Corona-Regeln. Hier können Sie sich in Berlin testen lassen. Positiv – was nun? Ein Leitfaden. Corona im Kiez: Newsletter kostenlos bestellen.

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Coronakrise in Berlin : Neuer Höchstwert bei Covid-19-Intensivpatienten – Auslastung über 30 Prozent

Neuer Höchstwert bei Covid-19-Intensivpatienten, Auslastung über 30 Prozent

Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Berliner Intensivstationen hat an Weihnachten einen neuen Höchstwert erreicht. Am ersten Feiertag waren 382 Betroffene mit einem schweren Krankheitsverlauf in intensivmedizinischer Behandlung. Das sind 18 mehr als noch an Heiligabend, was einer Zunahme um 4,9 Prozent innerhalb eines Tages entspricht. Damit sind nun mehr als 30 Prozent der Intensivbetten mit Corona-Infizierten belegt. 25 Prozent gelten bereits als kritische Marke, seitdem zeigt diese Corona-Ampel Rot an.
Die anderen Indikatoren im Lagebericht der Gesundheitsverwaltung vom Freitag sind weniger aussagekräftig. Zwar wurden nur 278 Neuinfektionen registriert. Allerdings übermittelten wegen der Feiertage auch nur drei von zwölf Gesundheitsämtern aktuelle Daten, nämlich die Bezirke Steglitz-Zehlendorf (151), Tempelhof-Schöneberg (83) und Marzahn-Hellersdorf (44). Es lässt sich daraus also kein Rückgang des Infektionsgeschehens ablesen. Dass die Sieben-Tage-Inzidenz von knapp 222 auf 188 zurückging, lässt sich ebenfalls darauf zurückführen: Der vergangene Freitag fällt als normaler Arbeitstag aus der Statistik. Zudem lagen am ersten Feiertag Meldungen über zwei weitere Todesfälle vor.

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Mehr als 900 Neuinfektionen in Brandenburg gemeldet

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt in Brandenburg auch über die Weihnachtstage auf hohem Niveau: Das Gesundheitsministerium meldete am Freitag 918 neu registrierte Fälle innerhalb eines Tages, am Vortag waren es mit 1181 Neuinfektionen etwas mehr. Allerdings hatten am ersten Weihnachtsfeiertag zwei Landkreise keine Meldung abgegeben. Weitere 19 Menschen starben mit einer Covid-19-Erkrankung, insgesamt stieg die Zahl der Verstorbenen auf 897.
Mit 223 Fällen meldete der Landkreis Teltow-Fläming mit Abstand die meisten Neuinfektionen. Corona-Hotspot war am Freitag wieder der Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit 566,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, dicht gefolgt vom Landkreis Elbe-Elster mit einem Wert von 551,9 und der Stadt Cottbus mit 418,3. Für ganz Brandenburg sank die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz leicht auf 288,7. (dpa)

Weihnachten auf der Intensivstation

364 Covid-19-Patienten waren an Heiligabend in Berlin in intensivmedizinischer Behandlung. Was diese zweite, viel stärkere Welle als im Frühjahr für die Arbeit auf den Intensivstationen bedeutet, schildert meine Kollegin Barbara Nolte in der folgenden Reportage bei Tagesspiegel Plus. Sie hat mit Beschäftigten des Unfallkrankenhauses Berlin in Biesdorf gesprochen.

tagesspiegel

Weihnachtsverkehr: Viele Züge nur zu gut einem Drittel besetzt

In der Pandemie ist der übliche weihnachtliche Ansturm auf Züge in Deutschland bisher ausgeblieben. Das Unternehmen rechne für den gesamten Weihnachtsreiseverkehr mit einer durchschnittlichen Auslastung der Züge von 35 bis 40 Prozent, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Donnerstagabend. Über alle Verkehrsträger hinweg liege das rund 60 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Um Abstandsregeln besser einzuhalten, setze die Bahn dennoch rund 100 Sonderzüge ein. Bis Ende des Jahres stünden Fahrgästen damit 13.000 zusätzliche Sitzplätze zur Verfügung. (dpa)

Mehr als 360 Menschen an Heiligabend auf Intensivstation 

In Berlin haben 364 Menschen Heiligabend nach einer Corona-Infektion auf der Intensivstation verbracht. 952 Menschen haben sich neu mit dem Coronavirus infiziert. Weitere elf Todesfälle sind am Donnerstag im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie registriert worden. Allerdings melden nicht alle Bezirke an Feiertagen ihre Zahlen. Insgesamt stieg die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Corona damit auf 1116, heißt es im jüngsten Lagebericht der Senatsverwaltung für Gesundheit.
Insgesamt waren fast 30 Prozent der Berliner Intensivbetten mit Pandemie-Patienten belegt – als Grenzwert gelten 25 Prozent. Die Corona-Ampel in diesem Bereich steht seit Wochen auf Rot. Auch die Zahl der Ansteckungen innerhalb einer Woche bleibt in Berlin auf einem hohen Niveau. Im Moment liegt sie stadtweit im Schnitt bei fast 222 Fällen pro 100.000 Einwohner. Als Grenzwert gilt 50. Die höchsten Zahlen hat im Moment der Bezirk Spandau mit 301 registrierten Fällen pro 100 000 Einwohner.

Mit 14,6 Prozent erreicht die Zahl der positiven regulären PCR-Tests einen neuen Höchststand in der Pandemie. Allerdings sollen seit mehreren Wochen nur noch Menschen mit Symptomen getestet werden – deshalb war ein Anstieg dieses Werts zu erwarten. (dpa)

Minister Stübgen warnt vor Konsequenzen bei gefälschten Masken-Attesten

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) hat nachdrücklich vor der Nutzung von gefälschten Attesten zur Befreiung von der Maskenpflicht gewarnt. Die Polizei akzeptiere bei Kontrollen künftig nur noch Atteste im Original, auf denen neben dem Arzt auch die Diagnose und die Gründe zur Befreiung von der Maskenpflicht vermerkt sein müssten, sagte Stübgen am Donnerstag der „Märkischen Allgemeinen“. Diese Daten werde die Polizei aufnehmen und an die Gesundheitsämter weiterleiten.
„Wer glaubt, man könne all dies auf die leichte Schulter nehmen, den warne ich: Urkundenfälschung ist ein Offizialdelikt“, warnte Stübgen. Ein Offizialdelikt wird als Straftat von einer Staatsanwaltschaft von Amts wegen verfolgt.
Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hatte in der vergangenen Woche im Landtag auch vor möglichen Konsequenzen für Ärzte gewarnt. Wenn sich ein Verdacht auf eine Fälschung oder eine mangelnde Begründung ergebe, würden diese Atteste an die Landesärztekammer weitergeleitet, erklärte Nonnemacher. Dort könnten dann berufsrechtliche Konsequenzen gegen Ärzte eingeleitet werden, wie dies in anderen Bundesländern bereits geschehen sei. (dpa)

Fast 1200 Corona-Neuinfektionen in Brandenburg

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Brandenburg unvermindert hoch. Das Gesundheitsministerium meldete am Donnerstag 1181 neue Fälle innerhalb eines Tages. Am Vortag war die Zahl der neu bestätigten Fälle auf den Höchstwert von 1580 hochgeschnellt. 22 Menschen starben von Mittwoch auf Donnerstag mit einer Covid-19-Erkrankung, insgesamt wurden in Brandenburg seit Beginn der Pandemie nun 878 Todesfälle registriert.
Corona-Hotspot blieb der Landkreis Spree-Neiße mit 617,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, gefolgt vom Kreis Oberspreewald-Lausitz mit einem Wert von 574,2 und Cottbus mit 411,3. Für ganz Brandenburg betrug die so genannte Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Ansteckungen auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, gegenüber dem Vortag kaum verändert 305,4.
Seit Beginn der Pandemie wurden damit in Brandenburg laut Ministerium mehr als 40.000 Corona-Infektionen statistisch erfasst. Die Zahl der aktuell Erkrankten stieg um gut 300 Patienten auf 14.828. Als genesen gelten 24.372 Menschen, 857 mehr als am Mittwoch. (dpa)

tagesspiegel

Sawsan Chebli berichtet über Corona in der eigenen Familie

Die Staatssekretärin in der Senatskanzlei Sawsan Chebli hat am Donnerstag zwei Corona-Fälle in ihrer Familie bekanntgemacht. Chebli teilte bei Twitter mit, dass ihre Mutter im Alter von mehr als 80 Jahren eine Infektion mit dem Virus überstanden hat. Cheblis Bruder hingegen liege mit einer Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation und müsse künstlich beatmet werden. 
Das Weihnachtsfest wird für Chebli auch aus einem anderen Grund anders als in früheren Jahren: Normalerweise feiere die Familie Weihnachten mit der deutschen Großmutter, doch die sei vor ein paar Tagen gestorben, schrieb die SPD-Politikerin in einem weiteren Tweet. “Das Weihnachtsfest wird mit Hella im Herzen dennoch gefeiert. Mit Gans und Knödel, Hummus und Falafel.” Woran ihre Großmutter starb, teilte Chebli nicht mit.

Müller: Risikogruppen bis zum Frühsommer geimpft

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hofft darauf, bis zum Frühsommer einen Großteil der Berlinerinnen und Berlin impfen zu können. Er rechnet zumindest damit, dass das für alle Menschen aus Risikogruppen gelingen wird. Das wird aus Äußerungen deutlich, die er im Sender rbb 88.8 tätigte.
Er hoffe, dass alle Berlinerinnen und Berliner die Möglichkeit der Corona-Impfung in Anspruch nehmen, sagte Müller. Millionen Menschen zweimal zu impfen werde allerdings “Monate in Anspruch nehmen”. Zur Frage, wie lange es dauert, bis die gesamte Bevölkerung in der Hauptstadt geimpft ist, sagte er: “Insofern rechne ich mit dem Frühsommer – dass wir bis dahin eine große Gruppe, hoffentlich alle, impfen konnten. Auf jeden Fall diejenigen, die es besonders dringend nötig haben, die mit den Vorerkrankungen und die Älteren.”
Die Impfungen in Berlin sollen an diesem Sonntag, 27. Dezember, beginnen. Etwa 60 mobile Teams werden zunächst Pflegeheime aufsuchen und pro Tag jeweils 50 Bewohnerinnen und Bewohner impfen. In Heimen gab es die meisten Todesfälle. Für die erste der beiden erforderlichen Impfungen stehen bis Jahresende rund 59.000 Impfdosen zur Verfügung. Etwa 29.000 Menschen leben in Berlin in Pflegeheimen. Das Personal könnte an erster Stelle in den sechs Impfzentren zum Zuge kommen. Ab Januar erwartet die Gesundheitsverwaltung wöchentliche Lieferungen von 29.750 Impfdosen. Menschen über 80 Jahren und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal soll dann an die Reihe kommen.
Wie schnell der weitere Nachschub erfolgen wird, ist noch nicht gesichert. Insofern sind verlässliche Prognosen über die Impfung der gesamten Berliner Bevölkerung derzeit noch nicht möglich.

„Wir erleben fast täglich neue Höchstzahlen“

Brandenburgs Ministerpräsident Woidke rechnet nicht damit, dass es bald größere Lockerungen der strengen Corona-Regeln geben könnte. „Wir erleben fast täglich neue Höchstzahlen. Damit rechne ich auch für die kommenden Tage“, sagte Woidke der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. „Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass es nach dem 5. Januar – der nächsten Konferenz mit der Bundeskanzlerin – deutliche Lockerungen der jetzigen Einschränkungen geben kann.“ Lesen Sie mehr im folgenden Artikel.

tagesspiegel

RKI meldet falsche Zahlen für Potsdam auf seiner Webseite

Auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts findet sich aktuell für die Stadt Potsdam eine falsche Sieben-Tage-Inzidenz von gerade einmal 40,7 Fällen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen. Dadurch wirkt Potsdam zwischen dem Landkreis Potsdam-Mittelmark und der Stadt Berlin wie eine Insel im Meer der Pandemie. Doch der Eindruck trügt
Die Stadt bestätigte gegenüber dem Tagesspiegel, dass es „Schwierigkeiten bei der Datenübermittlung” gegeben habe, weshalb die Inzidenz auf der Seite des RKI nicht korrekt ist. Tatsächlich hat die Inzidenz in Potsdam am Mittwoch erneut einen Höchststand erreicht. Der Wert stieg nach Angaben der Stadt auf 296,7.
Man prüfe in der Stadt die Meldewege zum RKI, damit auch dort „in Kürze wieder die aktuellen Zahlen ausgegeben werden.” Diese Antworten kamen bereits gestern. Auch am heutigen Mittwoch meldet die Landeshauptstadt weitere 106 neue Fälle. Doch auf der Webseite des RKI werden weiterhin falsche Werte angezeigt.
Die 7-Tage-Inzidenz der Stadt steigt seit dem 15. Dezember an. Zudem ist Potsdam nicht allein betroffen: Der brandenburgische Landkreis Oder-Spree hatte schon vor mehr als einer Woche mitgeteilt, dass das Gesundheitsamt bei der Datenweitergabe an das RKI nicht mehr Schritt halten kann. 
Aufgrund des hohen Infektionsgeschehens und der damit verbundenen Auslastung der Mitarbeiter durch das Fallmanagement und die Kontaktpersonennachverfolgung wird die umfassende Datenaufbereitung in diesem Programm derzeit nachrangig behandelt“, so der Landkreis. (Yannick Achternbosch/Sabine Schicketanz)

1593 Neuinfektionen und 39 Todesfälle in Berlin


Am Mittwoch meldet die Senatsverwaltung für Gesundheit 1593 Neuinfektionen in Berlin. 1203 Menschen gelten wieder als genesen. Insgesamt haben sich bisher 91.127 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert
Hinzu kamen 39 Todesfälle1105 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, sind bisher verstorben.
Zwei von drei Corona-Ampeln zeigen weiterhin Rot an. Die stadtweite Inzidenz, die in den vergangenen Tagen angestiegen ist, liegt aktuell bei 227,9. 34 Prozent der Berliner Intensivbetten werden zur Zeit von Covid-Patienten in Anspruch genommen. Nach wie vor auf Grün steht der R-Wert, der am Mittwoch bei 0,95 lag.

Berlins Bürgermeister: „Denken Sie an Einsame in Ihrer Nachbarschaft“ 

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller und seine Stellvertreter Ramona Pop und Klaus Lederer haben an die Berliner appelliert, sich an den Weihnachtsfeiertagen solidarisch zu verhalten. „Denken Sie bitte besonders an Einsame auch in Ihrer Nachbarschaft und in Ihrem Haus. Auch ein Telefonanruf kann ein gern empfangenes Zeichen von Solidarität und Anteilnahme sein, wenn man sich schon nicht besuchen kann“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der drei Senatsmitglieder vom Mittwoch.
Der Senat habe sich für bedrückende Beschränkungen entschieden, was das gewohnte Zusammensein mit der Familie, mit Freunden und Bekannten an den Feiertagen angehe. „Wir in der Landesregierung wissen, dass viele Menschen das als Zumutung empfinden und dass besonders unsere Seniorinnen und Senioren und die Familien, aber auch viele unter uns, die ohnehin einsam sind, dieses Fest schmerzlich erleben werden“, so die drei Berliner Bürgermeister.
Die Menschen in Berlin seien sich ihrer Verantwortung bewusst, dass jeder einzelne durch sein rücksichtsvolles Verhalten und durch das Respektieren der Regeln seinen Beitrag leisten könne, sich und seine Mitmenschen zu schützen. „Für diese tagtäglich in unserer Stadt geübte bürgerschaftliche Solidarität gilt den Berlinerinnen und Berlinern unser gemeinsamer Dank.“
Müller, Pop und Lederer erinnerten auch an diejenigen, die im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben sind: „Es gehört dazu, dass wir gemeinsam an diejenigen denken, die in unserer Stadt der Krankheit zum Opfer gefallen sind.“ Viele Familien beklagten an diesem Weihnachten den Verlust von Eltern, Geschwistern, Kindern, Freunden oder Bekannten und Nachbarn. „Ihnen allen gehört unser Mitgefühl.“ (dpa)

Was Weihnachten wichtig zu sein scheint – und was fehlt

Der legendäre Berliner Laden Deko Behrendt in Schöneberg hat natürlich wegen des Lockdowns geschlossen. Wie viele andere übergibt er aber telefonisch bestellte Ware an der Tür. Unser Kollege Ragnar Vogt hat heute beobachtet, wie regelmäßig Leute vorbeikommen – und alle kaufen sie Weihnachtsmann-Kostüme.
Vor dem LPG-Markt in Friedenau waren es heute rund 30 Minuten Wartezeit. Drinnen kam es unserem Kollegen Benjamin Reuter eher voller vor, als einem lieb ist. Manche müssen womöglich ihr Weihnachtsmenü umplanen: Mehlige Kartoffeln und Kloßteig waren schon am Mittag ausverkauft.

Potsdam erlässt Böllerverbot im gesamten Stadtgebiet

Die Landeshauptstadt Potsdam hat das Abbrennen von Feuerwerk im gesamten Stadtgebiet untersagt. Die am Mittwoch veröffentlichte Allgemeinverfügung gelte am gesamten Silvestertag und am kompletten Neujahrstag, teilte die Stadtverwaltung mit. 
Demnach dürften auf allen öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen pyrotechnische Produkte der Kategorie F2 nicht verwendet werden. Davon ausgenommen seien Feuerwerke der Kategorie F1 wie Wunderkerzen, Tischfeuerwerke oder Knallerbsen.
Die Stadt wies darauf hin, dass auch in der Silvesternacht der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur mit einem triftigen Grund und einer begrenzten Anzahl von Personen gestattet sei. Zudem gelte ein stadtweites Alkoholverbot im öffentlichen Raum. 
Neben dem Infektionsschutz gelte es, die in den Vorjahren aufgetretenen Verletzungen durch Feuerwerk zu vermeiden, weil die Krankenhäuser in der Region wegen der Corona-Pandemie keine freien Kapazitäten hätten, erklärte die Stadtverwaltung zur Begründung. (dpa)

Novemberhilfen: 75 Millionen Euro in Berlin ausbezahlt

Bei den Corona-Novemberhilfen für Firmen und Soloselbständige sind in Berlin bisher rund 19.000 Abschlagszahlungen in Höhe von 75,7 Millionen Euro geleistet worden. Davon seien 10.229 Anträge über 61,3 Millionen Euro an Unternehmen gegangen, weitere 8800 Anträge über 14,4 Millionen Euro an Soloselbständige, teilte die Investitionsbank Berlin (IBB) am Mittwoch mit.
Bundesweit seien 234.737 Anträge in Höhe von 1,107 Milliarden Euro ausbezahlt worden. Die Novemberhilfen richten sich an Unternehmen, die von Betriebsschließungen wegen des Teil-Shutdowns direkt oder indirekt betroffen sind. Firmen können über „prüfende Dritte“, etwa Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, die Anträge stellen. (dpa)

Berlin steht Schlange: Weihnachtseinkäufe unter Corona-Bedingungen

Am Tag vor Heiligabend sind viele Berlinerinnen und Berliner unterwegs um letzte Besorgungen zu machen. Und dabei müssen sie oft viel Geduld mitbringen. Insbesondere vor Lebensmittelgeschäften bildeten sich seit dem Morgen lange Schlangen. Nicht zuletzt die Jagd auf die Weihnachtsgans kann lange dauern.
Unsere Redakteurin Sigrid Kneist berichtete von dem Versuch, bei Fleischerei Albrecht in der Schöneberger Akazienstraße, bekannt für Wild und Geflügel, in den Laden zu gelangen. Dafür musste sie sich in eine rund 150 Meter lange Reihe von Kundinnen und Kunden auf dem Gehweg stellen. Es dauerte zwei Stunden, bis sie endlich bedient werden konnte.
Ähnliches ist von der Marheineke-Markthalle in Kreuzberg zu hören. auch dort gibt es einen Gänseverkauf, die Schlange bis ums Eck des langen Gebäudes reichen. Vom “Blutwurstritter”, einer bekannten Fleischerei in Neukölln, berichtet unser Kollege Sacha Nikelait, die Schlange sei etwa 100 Meter lang gewesen. Die Empfehlung des Chefs: Er solle sich am besten an Heiligabend schon eine halbe Stunde vor Ladenöffnung anstellen. Dann rechne er mit einem noch größeren Ansturm.

Coronakrise in Berlin : Neuer Höchstwert bei Covid-19-Intensivpatienten – Auslastung über 30 Prozent

Wo ist das Ende? Die Schlange bei Fleischerei Albrecht in Schöneberg.
 
Bild:
Sigrid Kneist

Hier sind Böllern und Aufenthalt zum Jahreswechsel verboten

Berlin schränkt das Böllern nun doch massiv ein. Hier gibt es die Liste mit den 56 Verbotszonen. In 54 von ihnen ist auch der Aufenthalt untersagt.

tagesspiegel

Corona-Infektionen schnellen in Brandenburg hoch – Fast 50 Tote

Die Zahl bestätigter Corona-Ansteckungen in Brandenburg schießt trotz des harten Lockdowns in die Höhe. Das Gesundheitsministerium meldete am Mittwoch einen neuen Höchstwert von 1580 zusätzlichen Fällen innerhalb eines Tages. Allerdings hatte die Stadt Potsdam am Dienstag wegen eines technischen Fehlers keine neuen Zahlen an das Land übermittelt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung lag am Mittwoch bei 49 – so viele wie bisher noch nicht im Land. Beim Wert neuer Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche übersprang Brandenburg die Schwelle von 300 und lag bei 306.
Als aktuell erkrankt gelten in Brandenburg 14.526 Menschen, das sind laut Ministerium 776 mehr als am Tag zuvor. Diese Zahlen sind geschätzt. Wegen einer Covid-19-Erkrankung werden 1078 Patienten in Krankenhäusern behandelt, davon 191 auf Intensivstation. Von ihnen werden 126 künstlich beatmet. Der Landkreis Elbe-Elster ist der neue Corona-Schwerpunkt mit 578 neuen Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche, gefolgt vom bisherigen Hotspot, dem Kreis Oberspreewald-Lausitz, mit einem Wert von fast 524. (dpa)

Berlin will am Sonntag mit Impfungen starten

Wie die Gesundheitsverwaltung den Start der Massenimpfung plant, lesen Sie im folgenden Artikel unseres Kollegen Hannes Heine.

tagesspiegel

Brandenburgs Linke für stärkere Berücksichtigung von Ärzten bei Impfung

Brandenburgs Linken-Co-Chefin Anja Mayer dringt auf schnellere Impfungen für Klinik- und Pflegeheimpersonal. „Gut ist, dass hoch vulnerable Gruppen zuerst geimpft werden sollen. Aber schlecht, dass die sie Betreuenden, Behandelnden und Pflegenden erst mit teilweise hohem zeitlichen Verzug dran kommen“, sagte Mayer, die gelernte Arzthelferin ist, der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. „Zudem müssen Ärzte in Krankenhäusern und Hausärzte stärker berücksichtigt werden.“ Sie wertete es positiv, dass die Landesregierung mobile Impfteams etwa für Bewohner in Pflegeheimen einsetzen will. „Allerdings muss die Versorgung in der Fläche ebenfalls durch sie gesichert werden“, forderte Mayer.
In Brandenburg gehen die Corona-Impfungen am kommenden Sonntag los. Der Auftakt ist in einem Pflegeheim im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, in den folgenden Tagen sind Heime im Havelland und Cottbus an der Reihe. Dann sollen Krankenhäuser vor allem im stark von dem Coronavirus betroffenen Süden des Landes folgen. Im Januar gehen die ersten Impfzentren in Potsdam und Cottbus an den Start. Die Ständige Impfkommission empfiehlt, zuerst Bewohner von Seniorenheimen, über 80-Jährige, Medizinpersonal in Notaufnahmen und mit engem Kontakt zu gefährdeten Gruppen sowie Personal in ambulanter Pflege und in Heimen zu impfen. (dpa)

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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