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Corona-Testpflicht : Vielen Menschen ist die Lust aufs Fliegen vergangen

Bis Ostermontag reisen 40.000 Urlauber nach Mallorca. Die Testpflicht macht Flugreisen für viele Deutsche aber unattraktiver. Das zeigt eine Umfrage.

Corona-Testpflicht : Vielen Menschen ist die Lust aufs Fliegen vergangen

Am Frankfurter Flughafen kontrolliert die Bundespolizei ankommende Passagiere aus Palma de Mallorca.Foto: Boris Roessler/dpa

Für Teile der deutschen Bevölkerung brachte der gestrige Dienstag wichtige Veränderungen: Die Ständige Impfkommission empfiehlt den Impfstoff von Astrazeneca nur noch für Menschen über 60 Jahre, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Ein entsprechender Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern folgte am Abend. 

Und die gestern in Kraft getretene generelle Testpflicht für alle Flugreisen nach Deutschland zeigte auf Mallorca schon Wirkung: Zwei Urlauber aus Deutschland durften nicht von Palma aus in die Heimat zurückfliegen, sondern wurden in einem der eigens dafür eingerichteten Hotels in der Inselhauptstadt unter Quarantäne gestellt.

Wer fliegen durfte, auf den wartete zum Beispiel am Frankfurter Flughafen die Bundespolizei: Direkt am Gate wurden ankommende Reisende kontrolliert und mussten vor dem Gang zum Gepäckband einen negativen Corona-Test nachweisen. Bei Reisenden, die aus Drittstaaten außerhalb der EU ankommen, hatte die Bundespolizei schon vorher geprüft, ob sie einen negativen Test vorweisen können.

Die neue Erschwernis verändert die Einstellung der Menschen in Deutschland gegenüber Flugreisen aber nicht grundlegend. Gut 40 Prozent finden diese Art des Reisens durch die Testpflicht unattraktiver, ergibt eine repräsentative Civey-Umfrage für Tagesspiegel Background.

Für ziemlich genau gleich viele der 2502 Befragten hat sich dagegen nichts geändert. Gut neun Prozent finden das Fliegen durch die Änderung sogar attraktiver. Da der Test von den wenigsten Menschen als angenehm empfunden wird, lässt sich das nur mit der erhöhten Sicherheit vor einer Infektion erklären.

Fast die Hälfte der Bürger:innen hat ihre Reisepläne aufgrund der gerade schnell steigenden Corona-Infektionszahlen geändert. Doch knapp 43 Prozent sahen dazu keinen Grund.

Touristische Auslandsreisen generell zu verbieten, ist derzeit ohnehin vom Tisch, wie ein Regierungssprecher bereits am Montagabend bestätigt hatte. Und auch Innenminister Horst Seehofer (CSU) sagte am Dienstag, sein Ministerium sei der Auffassung, dass „nach der derzeitigen Pandemielage ein generelles Ausreiseverbot rechtlich nicht möglich ist“. Und zwar vor allem, weil andere Mittel zur Verfügung stünden – Tests, Einreiseanmeldung und Quarantäne. Gleichzeitig appellierte Seehofer an die Bürger:innen, von Urlaubsreisen abzusehen.

Rund 40.000 Urlauber auf Mallorca

Trotz der Warnungen der Bundesregierung flogen an den vergangenen Tagen Tausende Urlauber nach Mallorca. Nach Branchenschätzungen werden bis Ostermontag rund 40.000 Besucher:innen aus Deutschland „Malle“ aufsuchen. Allein am Wochenende waren in Palma 129 Flugzeuge aus Deutschland gelandet.

Die Lieblingsinsel der Deutschen hatte bislang mit relativ niedrigen Infektionszahlen geglänzt. Das ist in Österreich anders. Doch hat sich die Infektionslage zumindest in Tirol so deutlich verbessert, dass die Grenzkontrollen nicht mehr verlängert werden, wie Seehofer ankündigte. In Tschechien sei die Lage dagegen noch nicht stabil. Daher werde er die Grenzkontrollen in Bayern und Sachsen um weitere 14 Tage verlängern.

Weltweit haben sich 127,45 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergab eine Zählung der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis offizieller Daten. Mehr als 2,9 Millionen Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus.

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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