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Corona-Piks bei Ikea! Ging ja schneller als Regale aufbauen

Corona-Piks bei Ikea! Ging ja schneller als Regale aufbauen

Die Impfbereitschaft für spontane Pikse ohne Anmeldung ist bei den Berlinern sehr hoch
Foto: Fabian Sommer/dpa

Berlins erster Drive-in für Corona-Impfungen öffnete Samstag auf dem Ikea-Parkplatz an der Landsberger Allee. Der Andrang war so groß, dass bereits am Nachmittag wieder geschlossen werden musste.

Von O. Wagner, L. Rossow und B. Trautwein

„Berlin impft und Berlin impft kreativ!“, erklärte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (54, SPD) am Mittag bei der Eröffnung. Um mehr Menschen für die Impfung zu gewinnen, sei es nun sehr wichtig, auf unkompliziertem Wege allen Berlinern ein Impfangebot machen zu können, erklärte Kalayci weiter.

Ohne Anmeldung und Terminbuchung wird jetzt in der Drive-in Impfstelle gepikst. Das Interesse an solchen spontanen Impfungen ist riesig! Schon bevor das Impfzelt um 12 Uhr öffnete, bildete sich eine lange Warteschlange.

Pro Tag sollen jetzt etwa 2000 Dosen (Moderna/Johnson & Johnson) auf dem Ikea-Parkplatz verimpft werden. Natürlich ist die Motorisierung keine Voraussetzung. Neben der Autospur wurde auch ein Wartebereich für Fußgänger eingerichtet (Walk-in).

„Nutzen Sie auch die kommenden Wochen. Bitte lassen Sie sich impfen. Jeder, der eine Impfung gegen das Corona-Virus bekommen möchte, wird auch eine erhalten!“, verspricht Kalayci.

Aufgrund der hohen Nachfrage mussten der Drive-in und Walk-in am Eröffnungstag bereits nach vier Stunden schon wieder schließen. Sonntag wird nur der Drive-in geöffnet sein. Ab Montag soll dann auch der Walk-in wieder Impfungen anbieten.

Die Impfung ohne Anmeldung steht zunächst für sechs Wochen von 11 Uhr bis 21 Uhr zur Verfügung.

Wito von Kuijeren (49) aus Lichtenberg

Corona-Piks bei Ikea! Ging ja schneller als Regale aufbauen

Foto: Olaf Wagner

„Super, dass man hier so spontan geimpft werden kann. Ich bin selbstständig und muss dadurch immer sehr flexibel bleiben. Meine Impftermine beim Hausarzt habe ich leider schon zweimal absagen müssen.“

Kathrin Müller (40) aus Weißensee

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Foto: Olaf Wagner

„Da ich in den Ferien noch vereisen möchte, habe ich mich um 10 Uhr mit meinem Auto in die Warteschlange gestellt. Solche Ideen sollten noch viel öfter umgesetzt werden.“

Mandy Schneider (48), Physiotherapeutin aus Köpenick

„Bis heute wurde mir kein Impfangebot gemacht. Deswegen habe ich mich hier angestellt und musste drei Stunden warten. Aber ich will mich und meine Patienten so gut es geht schützen.“

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Foto: Olaf Wagner

René (46, links), Handwerker aus Lichtenberg

„Ich will erst mal noch abwarten, wie sich alles entwickelt und traue dem Impfstoff noch nicht. Es gibt so wenig Erfahrungen über Langzeitfolgen, das schreckt mich ab.“

Corona-Piks bei Ikea! Ging ja schneller als Regale aufbauen

Foto: Olaf Selchow

Sorin B. (53) Maler aus Neukölln

„Ich gehöre selbst zur Riskikorgruppe, will mich aber nicht impfen lassen. Ich hatte einen Schlaganfall, schon im März hat mich mein Arzt angrufen, er hätte einen Termin für mich. Aber als ich dort war, wollte icht nicht. Ich finde, es gibt noch zu wenig Erfahrungen mit dem Impftsoff, vor alllem wenn man nicht ganz gesund ist. Ich bin deshalb auch gegen eine Impfpflicht. Aber mit meinem Vorarbeiter diskutiere ich ständig, der ist geimpft.”

Torsten Noack (51), Installateur aus Frohnau

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Foto: Olaf Wagner

„Die Idee finde ich klasse. Nur bei der Umsetzung hätte noch mehr Personal angestellt werden sollen. Dann wären die Wartezeiten nicht so lang. Ich freue mich, dass ich bald gut geschützt Urlaub machen kann.“

Martin (35), Angestellter in einer Spedition aus Köpenick

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Foto: Olaf Selchow

„Ich hatte schon Corona. Kurz vor Weihnachten letzten Jahres hat mich ein Kollege angesteckt. Ich konnte nichts mehr schmecken und riechen, ansonsten war es nicht so schlimm. Aber ich war noch in der Probezeit und habe meinen Job deshalb verloren. Im Moment bin ich noch immun und muss mich nicht impfen lassen. Danach werde ich es auch nicht tun. Das Mittel ist mir zu neu, ich bin da einfach skeptisch. Aber das Virus muss man trotzdem ernst nehmen, denke ich.”

Sarah B.* (36, Name geändert) aus Königs Wusterhauen

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Foto: Olaf Selchow

„Corona ist für mich nur eine Grippe und habe Angst, dass man sich irgendwann impfen lassen muss, weil man sonst nicht mehr zur Arbeit gehen darf. Oder dass meine beiden Kinder nicht mehr in die Schule dürfen. Sonst bin ich gegen alles geimpft, aber der Corona-Impfstoff ist mir zu nue. Ich werde mich deshalb auf keinen Fall impfen lassen, lese von viel zu vielen Nebenwirkungen. Und was in den Zeitungen steht und im Fernsehen kommt, halte ich für reine Panikmache.”

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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