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Corona-Impfstoff: Erste Lieferungen von Biontech sind in Berlin und Brandenburg eingetroffen


Corona-Impfstoff: Erste Lieferungen von Biontech sind in Berlin und Brandenburg eingetroffen

Einen Tag vor dem geplanten Start der Corona-Impfungen sind die ersten Lieferungen der Firma Biontech eingetroffen. Ab Sonntag sollen mobile Impfteams besonders gefährdeten Personen Impfungen anbieten.

In Brandenburg und Berlin sind am zweiten Weihnachtsfeiertag die ersten Lieferungen des Impfstoffs gegen Sars-CoV-2 eingetroffen.

In Brandenburg sind 9.750 Impfdosen eingetroffen, wie das Gesundheitsministerium am Vormittag mitteilte. Aus Sicherheitsgründen werde der Impfstoff von Biontech/Pfizer an einem geheimen Ort gelagert.

Die Impfungen in Brandenburg mit einem mobilen Team sollen am Sonntag in einer Pflegeeinrichtung im Landkreis Oberspreewald-Lausitz beginnen. Danach sind Impfungen in Heimen in den Landkreisen Havelland und in Cottbus geplant. Von Dienstag an sollen Mitarbeiter in den Krankenhäusern geimpft werden. Die Eröffnung zweier Impfzentren in Potsdam und Cottbus ist für den 5. Januar geplant. Anschließend sollen bis Anfang Februar weitere neun Impfzentren im ganzen Land aufgebaut werden.

Zur Terminvergabe soll vom 4. Januar an unter der Nummer 116 117 eine Hotline freigeschaltet werden, wie die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg berichtete. Dort sollen zunächst über 80-Jährige einen Termin bekommen. In den Zentren sollen sechs Impfteams jeweils bis zu zehn Bürger pro Stunde impfen. Dafür haben sich mehr als 1.000 Ärzte freiwillig gemeldet. Der weitere Ablauf der Impfungen hängt vor allem von der Verfügbarkeit des Impfstoffs ab.

Mobile Impfteams fahren ab Sonntag zu Berliner Pflegeheimen

Einen Tag vor dem geplanten Start der Impfungen ist auch in Berlin die erste Lieferung eingetroffen, teilte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit mit. Auch hier werde der Impfstoff aus Sicherheitsgründen zunächst an einem zentralen geheimen Ort gelagert. Die ersten Impfungen soll es am Sonntagmorgen geben. Zunächst sind die Bewohner der Berliner Pflegeheime an der Reihe, die als besonders gefährdete Gruppe gelten.

"Auch wenn es noch einige Zeit dauern wird, bis wir die sogenannte Herdenimmunität erreichen werden, ist der heutige Tag ein Tag der Hoffnung", sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Samstag. "Dennoch bitte ich alle, halten Sie die AHA-Regeln ein und bleiben Sie zu Hause." Die erste Lieferung für Berlin umfasst laut Kalayci ebenfalls 9.750 Impfdosen.

Für die Impfungen müssen die rund 29.000 Bewohner der Berliner Senioren- und Pflegeheime nicht in eines der sechs neuen Berliner Impfzentren kommen. Für sie sind in ganz Berlin mobile Impfteams unterwegs, von denen es insgesamt 60 gibt.

Deren Einsatzzentrale ist im alten Terminal C des Flughafens Tegel untergebracht. Das Einsatzzentrum hat die Routen für die Impftouren festgelegt. Zu den Impfteams gehören jeweils ein Arzt oder eine Ärztin, Fachkräfte zur Aufbereitung des Impfstoffs und zwei Bundeswehrsoldaten für die Betreuung und die Dokumentation.

Außerdem sollen auch die Mitarbeiter der Pflegeheime geimpft werden. Dafür geht am Sonntag um 14 Uhr das mit gut 80 Impfkabinen größte der sechs Berliner Impfzentren in Betrieb. Es ist in der Arena-Halle in Treptow untergebracht, die sonst zum Beispiel für Konzerte genutzt wird.

Über 80-Jährige sollen schriftlich Einladung erhalten

Weitere Impfzentren sind auf dem früheren Flughafen Tegel (Terminal C), in einer Halle auf dem Messegelände, im Hangar 4 auf dem früheren Flughafen Tempelhof, im Velodrom in Pankow und im Erika-Heß-Eisstadion in Wedding zu finden. Die Impfungen sollen künftig ausgeweitet werden – das ist allerdings abhängig von der Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffs. Derzeit ist noch nicht sicher, welche Impfzentren als nächstes starten und auch nicht wann.

Im neuen Jahr sollen zunächst Berlinerinnen und Berliner über 80 Jahre geimpft werden, die nicht in Pflegeheimen wohnen. Sie erhalten schriftlich eine Einladung. Das Schreiben enthält laut der Gesundheitsverwaltung einen Code, mit dem ein Termin in einem der sechs Impfzentren per Telefon oder online gebucht werden kann. Für eine Impfung ist rund eine Stunde Zeit zu veranschlagen.

Im Impfzentrum in der Arena sind die Abläufe am Mittwoch bereits getestet worden – mit der Hilfe von 300 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Sie haben beispielsweise die Anmeldeprozedur, das Weiterleiten der Menschen in Videoräume für eine erste Impfinformation und den Gang zu den gut 80 Impfkabinen durchgespielt.

Video: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) über die ersten Impfstoff-Lieferungen

Pflegekräfte sollen bis Mitte Februar Impfung erhalten können

Ab Sonntag sollen in der Arena Ärztinnen und Ärzte die Pflegeheimmitarbeiter über die Impfung aufklären und dann in den Oberarmmuskel piksen. Ein Dokumentar erfasst das alles. Danach geht es weiter in den Ruhebereich, wo mögliche Impfreaktionen abgewartet werden sollen.

Allein in der Arena in Treptow können täglich rund 5.000 Menschen geimpft werden – wenn genug Impfstoff für diese Größenordnung zur Verfügung steht. Das wird am Anfang noch nicht so sein. Kalayci geht davon aus, dass die Impfungen für die Bewohner in den Pflegeheimen bis Anfang Februar dauern werden, die der Pflegekräfte bis Mitte Februar.

Eine Quelle: www.rbb24.de

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