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Brandenburger (35) stellte sichHaftbefehl für DHL-Erpresser – aber er bleibt frei!

Brandenburger (35) stellte sichHaftbefehl für DHL-Erpresser – aber er bleibt frei!

Mit diesem Foto suchte die Polizei nach dem DHL-Erpresser „OMAR“. Es wurde vor einem Bitcoin-Geldautomaten stehend aufgenommen

Foto: Polizei Brandenburg
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27.05.2021 – 16:02 Uhr

Wurde der öffentliche Druck zu groß? Der mutmaßliche DHL-Erpresser hat sich am Mittwochmittag der Staatsanwaltschaft in Potsdam gestellt.

Potsdam – Es wurde Haftbefehl gegen den 35-jährigen Brandenburger erlassen! Die Vorwürfe: Versuchte räuberische Erpressung in zehn Fällen, davon in vier Fällen zugleich wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung. Aber: Der Mann ist frei!

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, sei der Haftbefehl bereits am Mittwoch erlassen worden. „Angesichts der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten und aufgrund der Tatsache, dass er sich den Ermittlungsbehörden selbst gestellt hat“, habe der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Potsdam den Haftbefehl aber gegen strenge Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Heißt: Der DHL-Erpresser ist wieder auf freiem Fuß!

Wie die Polizei weiter mitteilte, habe der Mann bei einer Vernehmung eingeräumt, für insgesamt zehn Erpressungen verantwortlich zu sein. Sein Ziel: Geldbeträge in Millionenhöhe in Form von Bitcoins. Die Überprüfung der Aussagen des Beschuldigten hätten den Tatverdacht bestätigt.

Brandenburger (35) stellte sichHaftbefehl für DHL-Erpresser – aber er bleibt frei!

SEK-Beamte stürmten einen Tag vor der Öffentlichkeitsfahndung eine Wohnung in Berlin-Pankow. Die Ermittler hatten den DHL-Erpresser darin vermutet, erwischten dort aber den falschen Mann

Foto: Mario Firyn

Bereits am Mittwoch seien „umfangreiche polizeiliche Durchsuchungsmaßnahmen an seiner Wohnanschrift im Land Brandenburg“ erfolgt. Dabei seien unter anderem PC-Technik, ein Mobiltelefon, eine Sturmhaube, eine Schreckschusswaffe mit Munition und auch eine rote Mund-Nase-Bedeckung gesichert worden. Die Beweismittel würden ausgewertet.

Zu den Fällen zählen insbesondere auch die Paketbombe auf dem Potsdamer Weihnachtsmarkt am 1. Dezember 2017. Der an eine Apotheke gelieferte Sprengsatz konnte nach Absperrung und Räumung von Teilen des Weihnachtsmarkts entschärft werden.

Die Fahndung nach dem DHL-Erpresser

Im April hatte die Polizei das Foto des Tatverdächtigen veröffentlicht. Das Foto des Gesuchten wurde am 22. Oktober vergangenen Jahres gegen 18.45 Uhr vor einem Bitcoin-Geldautomaten in einem Spätkauf in Friedrichshain aufgenommen.

► Darauf zu sehen ist ein Mann in einem hellen Kapuzenpulli, der eine rote Mund-Nase-Schutzmaske und auf dem Kopf ein dunkles Basecap trägt. Der Mann ist etwa 1,80 bis 1,85 Meter groß.

Die Brandenburger Polizei hatte die Fahndung veröffentlicht und bat die Bevölkerung um Mithilfe. 5000 Euro Kopfgeld wurden auf „OMAR“ ausgelobt – „für sachdienliche Hinweise, welche zur Ermittlung, Identifizierung oder Ergreifung des Täters führen“, hieß es in der Fahndung. 

Bombenalarm! Weihnachtsmarkt in
Potsdam evakuiert

Brandenburger (35) stellte sichHaftbefehl für DHL-Erpresser – aber er bleibt frei!

01:07 Quelle: BILD / Nonstop News
01.12.2017

Das war passiert

Am 1. Dezember 2017 war in einer Apotheke am Rande des Potsdamer Weihnachtsmarkts eine Paketbombe entdeckt worden, in der sich eine Sprengvorrichtung und Nägel befanden. Darin wurde auch ein als QR-Code verschlüsseltes Schreiben entdeckt, mit dem DHL um zwölf Millionen Euro in Bitcoins erpresst wurde.

Er habe beim Öffnen ein Zischen gehört und bemerkt, „dass da so komische Drähte rausguckten“, berichtete der Apotheker später. Daraufhin alarmierte er die Polizei.

Eine Quelle: www.bild.de

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