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Bett-Lift, Föhn-Dusche, Sturz-Sensoren – So sieht die Pflege der Zukunft aus

Bett-Lift, Föhn-Dusche, Sturz-Sensoren – So sieht die Pflege der Zukunft aus

Das Bett kann eine Person aus der Waagerechten in die Senkrechte befördern. Besucher-Guide Olaf Zimmermann, ehemaliger UKB-Unfall-Patient, steuert es per Fernbedienung
Foto: Ralf Günther

Das Bett hilft beim Aufstehen, die Toilette misst den Blutzucker und die Dusche föhnt den Körper auch gleich wieder trocken.

Wie Pflegebedürftige im eigenen Heim selbstbestimmt und unabhängig leben können, zeigt ab sofort das Haus der Zukunft in Marzahn.

Am Dienstag wurde es auf dem Gesundheitscampus des Unfallkrankenhauses Berlin (UKB) von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) und Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (56, SPD) eröffnet.

Bett-Lift, Föhn-Dusche, Sturz-Sensoren – So sieht die Pflege der Zukunft aus

Aus dem Spalt in der Dusch-Wand wird auf Knopfdruck warme Luft gepustet, sie föhnt die Haut trocken (Foto: Ralf Günther)

In dem Smart Living & Health Center können sich Besucher über digital gesteuerte Unterstützungssysteme für die eigenen vier Wände informieren und sie im Pflegestützpunkt sogar planen lassen.

Bett-Lift, Föhn-Dusche, Sturz-Sensoren – So sieht die Pflege der Zukunft aus

Im Waschbecken leuchten Farben, je nachdem wie warm das Wasser ist. Damit sich niemand verbrüht (Foto: Ralf Günther)

„Bis 2030 werden 800.000 Berliner über 65 Jahre alt sein. Viele werden ganz fit sein, viele brauchen aber auch Begleitung und die unterschiedlichsten Angebote“, sagte Müller. „Das Haus der Zukunft ist die Umsetzung einer Vision und ein großes Geschenk für Berlin.“

Bett-Lift, Föhn-Dusche, Sturz-Sensoren – So sieht die Pflege der Zukunft aus

Die Toilette misst im Urin den Blutzucker und ersetzt durch einen Wasserstrahl die manuelle Papier-Reinigung (Foto: Ralf Günther)

Ebenfalls eröffnet wurde ein neues Notfalltrainings-Zentrum.

Bett-Lift, Föhn-Dusche, Sturz-Sensoren – So sieht die Pflege der Zukunft aus

Überall in der Wohnung hängen Sturz-Sensoren an den Wänden. Sie lösen im Notfall Alarm bei Angehörigen aus (Foto: Ralf Günther)

Ärzte und Pfleger trainieren Notfall mit Puppe

Ein Schwerverletzter wird in den Schockraum geschoben. Der Pkw-Fahrer wurde mit seinem Auto unter einem Sattelschlepper eingeklemmt. Er blutet aus dem Brustkorb, der linke Unterschenkel wurde abgetrennt. Er verliert einen halben Liter Blut pro Minute. Im neuen UKB-Zentrum für Notfalltraining können Ärzte und Pflegekräfte Situationen wie diese üben.

„Notfälle sind dynamische Ereignisse, die bei allen Beteiligten im Team zu einem hohen Adrenalinlevel führen“, sagt Zentrums-Leiter Dr. Jan Baus, „da können Fehler passieren.“

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ITS-Klinik-Chef Prof. Marc Schmittner, Pflegeleiterin Jane Wilke und Notfallsanitäter Erik Haucke demonstrieren ein Simulations-Training (Foto: Ralf Günther)

Die Simulationspuppen reagieren mit Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung auf die Behandlung des Teams. Kameras zeichnen die Interaktion auf, anschließend wird ausgewertet. Auch eine Intensivstation und eine Rettungswagen-Anfahrt gibt es.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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