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Auch defensiv immer stabiler : Eisbären werden zum robusten Titelkandidaten

Trainer Serge Aubin lobt die Eisbären-Defensive. Sie hätte zuletzt einen „phänomenalen Job“ gemacht. Am Mittwoch wartet gegen Straubing die nächste Aufgabe.

Auch defensiv immer stabiler : Eisbären werden zum robusten Titelkandidaten

Jonas Müller bejubelt den ersten Treffer gegen die Straubing Tigers, den er selbst mit einem Check einleitete.Foto: imago/Stefan Ritzinger

Wenn ein Trainer stolz auf seine Spieler ist, müssen die normalerweise Außergewöhnliches geleistet haben. Das galt für die Eisbären beim 3:1 am Montag in Nürnberg nur bedingt. Serge Aubin war trotzdem zufrieden, selten mit der spielerischen, dafür jederzeit mit der kämpferischen Leistung seines Teams. Und dann sprach er einen zwar nur kurzen Satz, verpackte darin allerdings jede Menge Lob: „Gute Mannschaften gewinnen auch solche Partien.“
Die Eisbären sind in dieser Saison ein Spitzenteam. Daran gibt es inzwischen wenig Zweifel. Die anfängliche Auswärtsschwäche ist vergessen, sieben der vergangenen neun Spiele in der Fremde wurden gewonnen. Die Defensive, zunächst in engen Partien auch schon mal fahrig, wird immer stabiler. Zuletzt gab es in drei Spielen nur zwei Gegentore. Zwar kassieren die Eisbären immer noch zu viele Strafzeiten, aber der Trend geht auch hier in die richtige Richtung.

In der Defensive stabilisiert

Es ist keine neue Erkenntnis, dass die Defensive entscheidend ist für den Erfolg einer Mannschaft. In Nürnberg hätten seine Abwehrspieler Aubin zufolge einen „phänomenalen Job“ gemacht. Im Detail meinte der Trainer: „Sie haben die Zone vor dem Tor sauber gehalten und dort die entscheidenden Zweikämpfe gewonnen. Und obwohl sie müde waren, haben sie einen Weg gefunden.“ Natürlich hilft es auch immer, starke Torhüter hinter sich zu wissen, die notfalls zupacken können. Exemplarisch für die Mentalität der Eisbären dieser Tage war eine Szene im Spiel am Sonntag in Straubing. Vor dem 1:0 fuhr Jonas Müller im gegnerischen Drittel einen sauberen Check, provozierte so den Scheibenverlust und bereitete damit die Führung vor.

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In einem Pauseninterview bei Magentasport hatte Müller seinerzeit erklärt, dass die Spiele gegen die Südteams deutlich physischer wären als die gegen die Nordmannschaften. Auch in dieser Hinsicht haben sich die Eisbären bisher gut geschlagen. Vier von fünf Spielen gegen die als stärker eingestufte Südstaffel der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) haben sie gewonnen. Als einzige Mannschaft aus dem Norden haben die Berliner eine positive Bilanz gegen die Konkurrenz aus der anderen DEL-Gruppe. Die wollen sie am Mittwoch in eigener Halle erneut gegen die Straubing Tigers nach Möglichkeit ausbauen (18.30 Uhr/ live auf Magentasport).

Kurze Verschnaufpause vor den Nord-Süd-Gipfeln

Dafür stehen womöglich auch einige der zuletzt verletzungsbedingt pausierenden Profis vor einer Rückkehr in den Kader. Wichtig wird für die Berliner auch sein, sich gut und schnell zu regenerieren. Nach zwei Spielen binnen 30 Stunden stand am Dienstag eine Zugfahrt zurück in die Heimat an. Für ein Mannschaftstraining ist im Moment kaum Zeit, die Spieler müssen sich individuell fit halten. „Wir müssen versuchen, die Beine wieder locker zu kriegen. Vielleicht auf dem Fahrrad“, sagte Jonas Müller. Auch die medizinische Abteilung kann helfen: „Wer was braucht, muss zum Physio gehen“, sagte Müller.
Immerhin haben die Eisbären nach dem Straubing-Spiel ein bisschen mehr Luft. Dann allerdings geht es gegen die ganz großen Kaliber aus dem Süden. Ostersonntag auswärts in München, am Dienstag danach im Rückspiel zuhause gegen den Südzweiten. „It’s a grind“, sagte Serge Aubin und meint damit die harte und kräftezehrende Arbeit, die seine Spieler momentan verrichten müssen, um weiter erfolgreich zu sein. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass das für die Gegner der Eisbären in dieser Saison genauso gilt.

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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