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Arbeitgeber-Nachweise, weitere Lockerungen : Berliner Senat berät über Impfthemen

Wieder Einzelunterricht an Musikschulen möglich + Brandenburg erwägt Öffnung von Außengastronomie zu Pfingsten + Inzidenz in Berlin rückläufig + Der Virus-Blog.

Arbeitgeber-Nachweise, weitere Lockerungen : Berliner Senat berät über Impfthemen

Impflinge warten im Corona Impfzentrum Messe Berlin auf ihre Impfung.Foto: Michael Kappeler/dpa

Der Berliner Senat berät heute über das Thema Impfen: Unter anderem auf der Tagesordnung steht der Start der Impfungen in der Prioritätsgruppe drei am Montag, bei dem noch organisatorische Details offen sind. Klärungsbedarf gibt es auch bei der Frage von Standards für die Bescheinigungen von Arbeitgebern, die als Nachweis für einen Impfanspruch gelten sollen. Außerdem will sich der Senat darüber austauschen, welche weiteren Lockerungen für Geimpfte und Genesene möglich sind. (Mehr dazu weiter unten im Newsblog.)

Weitere Corona-Nachrichten:

  • Wieder erlaubt: An den Musikschulen in Berlin ist der Einzelunterricht wieder möglich.
  • Aktuelle Zahlen: Für Dienstag meldet die Senatsverwaltung eine 7-Tages-Inzidenz von 111,2.
  • Lockerungen: Die Brandenburger Kenia-Koalition erwägt die Öffnung der Außengastronomie zum Pfingstwochenende.
  • Mehr Service: Hier gibt es kostenlose Schnelltests. Positiv – was nun? Ein Leitfaden. Corona im Kiez: Newsletter kostenlos bestellen.
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Arbeitgeber-Nachweise, weitere Lockerungen : Berliner Senat berät über Impfthemen

Arbeitgeber-Bescheinigungen, Aufhebung der Priorisierung, Lockerungen: Berliner Senat berät über ImpfthemenDas Thema Impfen nimmt auf der Tagesordnung des Berliner Senats bei seiner Sitzung am Dienstag (10.00 Uhr) eine zentrale Rolle ein. So beraten die Senatsmitglieder über den Start der Impfungen in der Prioritätsgruppe drei, zu der zum Beispiel die über 60-Jährigen, enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen, Menschen mit hohem Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf, Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher an weiterführenden und an beruflichen Schulen gehören.
Seit Montag können sie Impftermine vereinbaren. Dafür ist keine Impfeinladung mit Buchungscode mehr nötig. Einige organisatorische Details sind noch offen. Das betrifft zum Beispiel den Öffentlichen Dienst.
Mitarbeiter der Berliner Verwaltungen sind nur impfberechtigt, wenn sie „in besonders relevanter Position“ tätig sind. Darüber soll die Dienststellenleitung in Abstimmung mit dem jeweiligen Personalrat bestimmen. Allerdings sollen nur 12 Prozent der Beschäftigten eine für die Impfung notwendige Bescheinigung bekommen. Bei dem Thema gibt es dem Vernehmen nach noch Klärungsbedarf.
Das gilt auch für die Frage nach Standards für die Bescheinigungen von Arbeitgebern, die als Nachweis für einen Impfanspruch gelten sollen. Besprechen wollen die Senatorinnen und Senatoren außerdem, was die Aufhebung der Impfpriorisierung für Berlin bedeuten würde, die für Juni erwartet wird. Dann gibt es keine festgelegte Reihenfolge mehr dafür, welche Gruppen einen Impfanspruch haben. Kritiker fürchten ein Hauen und Stechen um die Impftermine.
Austauschen wollen sich die Senatsmitglieder darüber, welche weiteren Lockerungen für vollständig Geimpfte und Genesene möglich sind. In Berlin sind Geimpfte schon seit Mitte April Menschen mit aktuellem negativem Testergebnis gleichgestellt.
Erst vergangene Woche hatte der Senat beschlossen, dass das auch für Genesene gelten soll. Sie können also beispielsweise ohne Corona-Test zum Einkaufen oder zum Friseur. Wie viel ihnen darüber hinaus erlaubt werden soll, ist umstritten. Auch auf Bundesebene ist das ein Thema, die Bundesregierung plant eine einheitliche Regelung. (dpa)
Lesen Sie mehr zum Thema: Mehr Berliner seit Montag impfberechtigt – Hotline überlastet, nur Termine für Moderna buchbar

tagesspiegel

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Gesundheitsämter zögern noch mit dem Einsatz der Luca-App 

Die Berliner Gesundheitsämter halten sich mit dem Einsatz der Luca-App noch weitgehend zurück. Technisch möglich ist die Nutzung im Bezirk Reinickendorf bereits seit der ersten Aprilwoche. In der Praxis wurde sie aber bisher nicht zu einer Kontaktpersonennachverfolgung genutzt, teilte das Bezirksamt mit, „da dies noch nicht erforderlich war.“ Ähnlich sind die Erfahrungen im Berliner Südwesten: Das Gesundheitsamt in Steglitz-Zehlendorf sei EDV-technisch mit der Luca-App verbunden. „Ein Datenaustausch hat allerdings hierüber bislang noch nicht stattgefunden.“
So lauten die Erfahrungen fast unisono in annähernd allen Bezirken. Alle „technischen und rechtlichen Voraussetzungen“ für den Einsatz der Luca-App seien erfüllt, heißt es vom Bezirksamt Pankow. „Im Alltag wurde die App bisher noch nicht eingesetzt“, so Gesundheitsstadtrat Torsten Kühne. Der CDU-Politiker weist in dem Zusammenhang auf offene Fragen im Zusammenhang mit dem Datenschutz hin.
Die Luca-App, für die unter anderem der Hip-Hop-Sänger Smudo von den „Fantastischen Vier“ geworben hatte, lässt sich im App-Store von Apple und im Google-Play-Store für Android-Smartphones herunterladen. Sie kann bereits in vielen Bundesländern genutzt werden. (dpa)

Wieder Einzelunterricht an Berliner Musikschulen möglich

Tausende Kinder und Jugendliche können in die Berliner Musikschulen zurückkehren und ihren Einzelunterricht wieder aufnehmen. Der Berliner Senat habe dies unter Auflagen wieder genehmigt, teilte der Landesmusikrat mit. „Nun hoffen wir, dass unter dem sich anscheinend bessernden Infektionsgeschehen bald auch die Ensemblearbeit wieder aufgenommen werden kann, die für Motivation und  Entwicklung junger Musikerinnen und Musiker so wichtig ist“, sagte die Präsidentin des Musikrates, Hella Dunger-Löper. Der Wiederbeginn des Einzelunterrichts an den Musikschulen sei ein Hoffnungszeichen. Der Einzelunterricht in Präsenz war wegen der Corona-Pandemie seit Dezember 2020 ausgesetzt. (dpa)

Brandenburg erwägt Öffnung von Außengastronomie zu Pfingsten

Die rot-schwarz-grüne Kenia-Koalition erwägt die Öffnung der Außengastronomie in Brandenburg zum Pfingstwochenende. Darauf habe sich der Koalitionsausschuss verständigt, teilte die SPD-Landesgeschäftsstelle am Montag im Namen des Regierungsbündnisses mit. „Die Infektionslage stabilisiert sich weiter“, hieß es in der Pressemitteilung. „Unter der Voraussetzung, dass sich dieser Trend in den nächsten 2 Wochen fortsetzt, besteht die gute Chance, zu Pfingsten die Außengastronomie zu öffnen.“

Außerdem könne über weitere Öffnungen in den Bereichen Sport, Kultur und Tourismus nachgedacht werden. „Dabei gilt das Prinzip außen vor innen zu öffnen und Testkonzepte umzusetzen.“ Eine Öffnung zu Himmelfahrt am 13. Mai sei aber noch nicht möglich.

Unterdessen forderte Kulturministerin Manja Schüle, auch die Kultureinrichtungen rasch wieder zu öffnen. „Mein Vorschlag: Sobald die Inzidenzen es zulassen, könnten relativ schnell Open-Air-Veranstaltungen starten“, sagte die SPD-Politikerin auf Anfrage. „Parallel starten wir Modellprojekte in Theater- und Kinosälen, Konzerthallen und auf Soziokultur-Bühnen.“ Diese sollten wissenschaftlich begleitet Kultur wieder erlebbar machen. „Kultur braucht Perspektive und Zukunft. Und wir brauchen Kultur.“

Außer in den Landkreisen Elbe-Elster, Spree-Neiße und Elbe- Elster sind nach Angaben der Sprecherin des Bildungsministeriums derzeit alle weiterführenden Schulen im Wechselunterricht.

Die Brandenburger Hotel- und Gaststättenbranche hatte am Montag eine sofortige Öffnung der Betriebe für Geimpfte, Genesene und negativ auf Corona getestete Gäste gefordert. „Viele von uns sind am Ende ihrer Kräfte – finanziell, physisch und psychisch“, sagte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Brandenburg, Olaf Schöpe. „Hotellerie und Gastronomie drohen an dem seit nunmehr sechs Monate dauerndem zweiten Lockdown innerhalb eines Jahres zu zerbrechen!“

Der Verband forderte weiter eine umfassende Teststrategie mit personalisierten „Eintrittskarten“ und einer Gültigkeit von 48 Stunden. Dabei müssten alle digitalen Kontakterfassungen genutzt werden. Zudem solle sich die Landesregierung für eine dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer für alle Leistungen der Branche einsetzen. (dpa)

Inzidenz in Berlin wieder rückläufig

Die Corona-Inzidenz ist in Berlin wieder rückläufig: Nach einem leichten Anstieg am Wochenende lag die Zahl der Infizierten je 100.000 Einwohner am Montag bei 121,7, für Dienstag meldet die Senatsverwaltung sogar nur eine Inzidenz von 111,2. Am Sonntag waren es 122,9. Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten seit Beginn der Pandemie stieg um 550 auf 169.565, wie aus dem Lagebericht der Senatsverwaltung für Gesundheit hervorgeht. 
Zwölf weitere Menschen starben, die Zahl der Todesfälle liegt damit bei insgesamt 3228.Als wichtige Schwelle für die Bundes-Notbremse gilt die Marke 100. Wenn der Wert fünf Tage hintereinander darunter liegt, sind wieder Lockerungen der Corona-Regeln etwa im Einzelhandel möglich. Seit Inkrafttreten der Bundes-Notbremse liegen dem Inzidenzwert die Daten des Robert Koch-Instituts zugrunde.
Fast unverändert ist die Lage auf den Berliner Intensivstationen: So sind aktuell 26 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt; nach 25,8 Prozent am Vortag. Als kritischer Schwellenwert gelten 25 Prozent. Berlin liegt hier damit, genau wie bei der Sieben-Tage-Inzidenz, weiterhin im roten Bereich. (mit dpa)

Personalrat kritisiert Gesundheitssenatorin scharf

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat wieder Ärger wegen ihrer Kommunikation. Der Hauptpersonalrat der Verwaltung kritisiert, dass Kalayci „eigenmächtig“ verkündet habe, dass sich zwölf Prozent der Beschäftigten der Berliner Verwaltung nun impfen lassen dürfen. Sie gehören zur Impfkategorie 3, die sich seit Montag Termine besorgen kann.
Nur sei völlig unklar, wen das betrifft, es gebe überhaupt keine Regelungen, schreibt die Vorsitzende Daniela Ortmann in einem Brief, der dem Tagesspiegel vorliegt: „Praktisch alle Fragen sind unbeantwortet und unvorbereitet. Es ist nicht zu fassen.“ 
Ortmann kritisierte außerdem, Kalayci betreibe “Ankündigungspolitik”. Immer mehr Beschäftigte hätten den Eindruck, “die da oben bekämen es einfach nicht hin”. Auch im Senat gab es am Montag dem Vernehmen nach breite Kritik an Kalaycis Alleingang. „Das ist ja nicht das erste Mal”, heißt es aus dem Senat. 
Die Gesundheitssenatorin hatte am Freitag mitgeteilt, dass ab Montag in der Gruppe 3 unter anderem Mitarbeitende der Berliner Verwaltung impfberechtigt sind – allerdings nur, wenn sie in besonders relevanter Position arbeiten. Zudem gilt eine Obergrenze von zunächst zwölf Prozent der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst. Wer darunter fällt, wurde aber wohl nie besprochen. 

Berlin startet Corona-Impfungen in Flüchtlingsunterkünften  

In 80 Berliner Flüchtlingsunterkünften starten in dieser Woche die Corona-Schutzimpfungen. Dazu werden mobile Ärzte-Teams die Heime anfahren und allen volljährigen Bewohnerinnen und Bewohnern ein Impfangebot machen, wie die Senatsintegrationsverwaltung am Montag in Berlin mitteilte. Jugendliche zwischen 16 Jahren und 17 Jahren würden zu einem gesonderten Termin geimpft.
Bereits am vergangenen Freitag haben demnach mobile Teams die ersten Impfungen mit dem Vakzin des Herstellers Johnson & Johnson in drei ausgewählten Unterkünften durchgeführt. Für eine Immunisierung muss dieser Impfstoff nur einmal gespritzt werden.
„Geflüchtete Menschen in Gemeinschaftsunterkünften gehören aufgrund ihrer Lebenssituation zu den besonders gefährdeten Gruppen und haben deshalb laut der Bewertung der Ständigen Impfkommission eine hohe Priorität“, sagte Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke). Sie hoffe, dass sich viele Menschen für eine Impfung entscheiden. „Doch auch geflüchtete Menschen haben Bedenken, so wie in allen Teilen der Bevölkerung“, so Breitenbach. Mit mehrsprachigen Informationen solle eine mögliche Impfskepsis verringert und Fehlinformationen richtiggestellt werden.
Die Impfkampagne wird den Angaben zufolge mit Informationsvideos in 15 Sprachen und weiteren Informationen begleitet. Ärztinnen und Ärzte der Charité sowie Mitarbeitende des Familienplanungszentrums Balance und des Runden Tisches Geflüchtete Frauen sollen überdies vor allem Frauen und Mütter in den Unterkünften über den Impfstoff aufklären. (epd)

Arbeitgeber-Nachweise, weitere Lockerungen : Berliner Senat berät über Impfthemen

Seit Montag werden nun auch Geflüchteten Impfangebote unterbreitet.
 
Bild:
Jens Büttner/dpa

Berliner Praxen können mehr Astrazeneca-Impfstoff bestellen

Die Impfärzte in Berlin dürfen für die kommende Woche (ab dem 10. Mai) so viel Impfstoff des Herstellers Astrazeneca bestellen, wie sie benötigen und verimpfen können. Wie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin mitteilt, entfällt die bisher übliche Obergrenze bei der Bestellmenge
Für den Impfstoff von Biontech/Pfizer gilt auch weiterhin eine Begrenzung. Ärzte dürfen in der kommenden Woche maximal 36 Dosen des Vakzins ordern. Dies hat den Grund, dass bisher von der Ärzteschaft mehr Impfstoff von Biontech/Pfizer bestellt wurde als der Bund bereitgestellt hatte. Bei Astrazeneca scheint es nicht zu derartigen Überbuchungen gekommen zu sein. 
Laut KV stellt das Bundesgesundheitsministerium für die Woche vom 10. bis 16. Mai deutschlandweit rund drei Millionen Impfdosen bereit – genauso viel Impfstoff wie für die erste Maiwoche. Rund 1,6 Millionen Dosen davon entfallen auf den Impfstoff von Biontech/Pfizer, rund 1,3 Million auf Astrazeneca

Ob Impfärzte ohne die Obergrenze nun deutlich mehr Astrazeneca bestellen und entsprechend auch mehr Impftermine anbieten, bleibt abzuwarten. Die KV geht davon aus, dass eine Praxis pro Woche rund 100 Dosen verimpfen kann, ohne dass der reguläre Praxisbetrieb zu sehr in Mitleidenschaft gerät. Dadurch setzt nunmehr also eher die Praxisorganisation ein Limit, als es die Impfstoffmenge tut. 
Immer wieder hatte der Berliner Senat angekündigt, das Impftempo ab Anfang Mai aufgrund von Großlieferungen deutlich erhöhen zu können. Das zeigt sich bereits bei den Impfärzten: Mit 26.683 Impfungen war der 28. April der bisher stärkste Impftag in den Praxen. 
“Dieses Ergebnis freut uns natürlich und zeigt, dass sich das Impftempo in Berlin durch die Vertragsärzte deutlich erhöht hat“, heißt es seitens des Vorstands der KV. Gerade in den vergangenen Tagen habe es in den Praxen einen großen Patientenansturm gegeben, der so schnell nicht abebben wird.

Komische Oper Berlin streicht wegen Bundes-Notbremse reguläre Spielzeit

Die Komische Oper Berlin bleibt in dieser Saison geschlossen. Wegen der bis Ende Juni gültigen Hygieneregelungen der bundesweiten Corona-Notbremse werde das Haus für das Publikum in dieser Spielzeit nicht mehr öffnen, teilte die Komische Oper am Montag mit. 
Ausnahmen seien voraussichtlich zwei Vorstellungen der Neuproduktion „Der „Zigeuner“baron“ voraussichtlich Ende Juni als Teil des Berliner Pilotprojektes „Perspektive Kultur“. Geplant ist auch ein Sinfoniekonzert als Stream am 18. Juni. Die Proben für Neuproduktionen und Wiederaufnahmen für die Spielzeit 2021/2022, die am 29. August eröffnet wird, liefen weiter. Das vollständige Programm soll am 22. Juni veröffentlicht werden. (dpa)

Müller fordert schnelle Lockerungen für Geimpfte in ganz Deutschland

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat eine schnelle Entscheidung über Lockerungen für Geimpfte und Genesene gefordert. „Wenn von Menschen, die geimpft oder genesen sind, keine relevante Infektionsgefahr mehr ausgeht und sie zudem geschützt sind, entfällt der Grund für die harten Corona-Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie“, sagte der SPD-Politiker der „Rheinischen Post“. 
Müller ist derzeit Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK). „Es ist daher eine Selbstverständlichkeit, dass diese Menschen ihre Grund- und Freiheitsrechte so schnell wie möglich zurückerlangen.“ Es handele sich dabei nicht um Privilegien, sondern um Rechte und den Weg zurück in die Normalität, sagte Müller. 
„Und natürlich gilt dies auch für die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, die dann aufgehoben werden müssen“, so der Regierende Bürgermeister. „Die Entscheidungen dazu sollten jetzt sehr schnell im Bundestag und Bundesrat getroffen werden.“ 
Müller wies in dem Zusammenhang auf die Regelungen in seinem Bundesland hin: „In Berlin haben wir schon Mitte April Menschen mit vollem Impfschutz den Menschen gleichgestellt, die negativ getestet sind – inzwischen sind auch die Genesenen hinzugekommen.“
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält eine rasche Einigung über einheitliche bundesweite Erleichterungen für vollständig Geimpfte und von Covid-19 Genesene für möglich. Das Corona-Kabinett werde am Montag einen ersten Entwurf zu Geimpften, Genesenen und tagesaktuell Getesteten diskutieren, sagte Spahn am Montag in Berlin. Wenn man diesen Entwurf in der Bundesregierung schnell abstimmen könne, könnten die neuen Regeln sicherlich in dieser oder in den nächsten ein, zwei Wochen umgesetzt werden. (dpa)

Impftermin vereinbaren: Wahlhelfer bekommen Bescheinigung vom Amt

Berliner Wahlhelfer bekommen in den nächsten Wochen Post vom Bezirksamt mit einer Bescheinigung für das Vereinbaren eines Impftermins. Wer sich bereit erklärt hat, das Ehrenamt am Wahlsonntag 26. September zu übernehmen und für den Einsatz vorgesehen ist, wird demnächst angeschrieben, wie die Geschäftsstelle der Landeswahlleiterin am Montag mitteilte. „Nach Erhalt des Schreibens kann ein Termin für eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus vereinbart werden.“ Wegen der großen Zahl derjenigen, die sich gemeldet haben, werde sich das Verschicken der Bescheinigungen aber voraussichtlich bis Ende Mai hinziehen.
Wahlhelfer haben Anspruch auf eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus. Sie gehören zur Prioritätsgruppe drei, für die seit Montag Impftermine vereinbart werden können. „Die Terminvergabe sollte so rechtzeitig klappen, dass für alle Wahlhelfenden am Wahltag der volle Impfschutz besteht“, so Landeswahlleiterin Petra Michaelis. „Wenn die Wartezeit für einen regulären Impftermin jedoch zu lang ist, um einen vollständigen Impfschutz am Wahltag zu erreichen, erwarte ich, dass für Wahlhelfende Sondertermine eingerichtet werden.“ Sie sei dafür mit der Gesundheitsverwaltung im Gespräch.
Berlin sucht für den 26. September mehr als 34.000 ehrenamtliche Wahlhelfer. Das sind rund 14.000 mehr als bei vergangenen Wahlen. Weil in Berlin am gleichen Tag Wahlen zum Deutschen Bundestag, zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen anstehen, sind deutlich mehr Wahllokale und Briefwahllokale geplant als üblich. Hinzu kommt möglicherweise der Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co enteignen“, wenn die Initiative dazu ausreichend Unterschriften sammeln kann. (dpa)

tagesspiegel

Ehrenamtliche Betreuer von Behinderten beim Impfen benachteiligt

Die ehrenamtlichen rechtlichen Betreuer von Behinderten haben in Brandenburg noch keinen Anspruch auf eine vorrangige Corona-Impfung. „Von der Landesregierung haben wir noch immer keine verbindliche Zusage, dass sich auch die ehrenamtlichen Betreuer impfen lassen können“, sagt der Geschäftsführer des Betreuungsvereins Lebenshilfe Brandenburg, Kay-Uwe Lambrecht. 
Rund 45.000 Brandenburgern mit einem Handicap steht ein gerichtlich eingesetzter Betreuer zur Seite. Die Ehrenamtlichen sind bei den Impfungen im Unterschied zu den Berufsbetreuern nicht priorisiert. Dies kritisiert auch die CDU-Landtagsabgeordnete Kristy Augustin in einer Anfrage an die Regierung. Sie findet, die Lebenswirklichkeit der rechtlichen Betreuer sei in Brandenburg ein Stück weit vergessen worden. (dpa)

Gesundheitsverwaltung: Zukunft der Impfzentren noch offen

Über die Zukunft der Berliner Impfzentren ist noch nicht im Detail entschieden worden. „Wie viele noch bis Ende September betrieben werden, ist nicht klar“, sagte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit am Sonntag. Es sei aber nicht vorgesehen, dass alle sechs Impfzentren weiter genutzt würden. Für das dritte Quartal seien für sie zusätzliche 214 Millionen Euro geplant. Zuvor hatte die „Berliner Morgenpost“ (Sonntag) über das Thema berichtet. Danach ist das Personal der größte Kostenfaktor, weit vor der Miete.
Das Impfzentrum in der Arena-Halle in Treptow startete als berlinweit erstes bereits kurz nach Weihnachten. Es folgten die Impfzentren im Erika-Heß-Eisstadion im Wedding, auf dem Messegelände in Charlottenburg, im ehemaligen Flughafen Tegel, im Velodrom in Pankow und im Hangar 4 des früheren Flughafens Tempelhof. Der Betrieb der Impfzentren war zunächst nur bis Mai geplant.
Wie lange sie in welchem Umfang noch gebraucht werden, wenn immer mehr Arztpraxen in die Corona-Impfungen einbezogen werden, gilt als umstritten. Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller (SPD), hatte am vergangenen Montag nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern betont, Impfzentren würden noch lange gebraucht, auch wenn die Infrastruktur aufwendig und teuer sei. Gerade wenn zunehmend mehr Impfstoff zur Verfügung stehe, hätten die Impfzentren „noch sehr lange ihre Berechtigung“. (dpa)

Inzidenz steigt leicht auf 122,9 – Intensivbetten-Ampel weiter auf Rot

In Berlin ist die 7-Tage-Inzidenz wieder leicht angestiegen. Am Sonntag meldet das Robert Koch-Institut einen Wert von 122,9 (Samstag: 121). Insgesamt ist der Wochentrend aber um 15 Prozent rückläufig.
57 Neuinfektionen wurden gemeldet. Allerdings ist die Zahl am Wochenende in der Regel niedriger, da nicht alle Gesundheitsämter ihre Fälle melden. Zwei Todesfälle sind hinzugekommen.
Auf den Intensivstationen ist die Lage weiter angespannt: 25,8 Prozent der Patienten werden wegen einer Covid-Erkrankung behandelt, das sind 312 Personen. Von ihnen müssen 233 beatmet werden. Die Corona-Ampel steht hier weiter auf Rot. Die Ampel schlägt auf Gelb um, wenn der Wert unter 25 liegt.
Fast 25 Prozent (24,82) der Berlinerinnen und Berliner haben inzwischen ihre erste Impfung erhalten. Knapp 10 Prozent (9,22) auch ihre zweite. Insgesamt sind 1.249.178 Impfungen verabreicht worden.

Zahl der Neuinfektionen  in Brandenburg leicht gesunken

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Brandenburg leicht gesunken. 338 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden meldete das Gesundheitsministerium am Sonntag. Am Samstag waren es 398 Fälle, am Freitag 534 und vor einer Woche 365 Fälle. Sechs Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen pro 100 000 Einwohner in einer Woche lag im Land am Sonntag bei 107,7 und ist damit ebenfalls leicht gesunken. Allerdings melden die Ämter Daten am Wochenende verzögert. Am Samstag lag der Wert nach Ministeriumsgaben bei 109,7. Vor einer Woche waren es 125,9.

In 6 von 14 Landkreisen lag die Sieben-Tage-Inzidenz wie auch am Samstag über 100. Daneben kamen auch die vier kreisfreien Städte Potsdam (118,7), Cottbus (160,5), Frankfurt (Oder) (140,3) und Brandenburg/Havel (124,7) über die 100er-Marke. Die meisten Neuinfektionen meldete am Sonntag der Landkreis Havelland mit 50 Fällen. Bei der Zahl neuer Ansteckungen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner in einer Woche liegt der Kreis Elbe-Elster mit 194,4 Fällen vorn.

Ab einer Inzidenz von 100 greift in Brandenburg nach der Eindämmungsverordnung eine nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr. Ab einem Wert von 165 an drei aufeinanderfolgenden Tagen müssen Schulen in den Fernunterricht. Für Kitas gilt dann nur noch eine Notbetreuung.

92 881 Menschen gelten in Brandenburg als genesen, das sind 230 mehr als am Vortag. Die Zahl der aktuell Infizierten liegt demnach bei aktuell 6227, das sind 102 Fälle mehr als am Samstag. (dpa)

Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 121 – Intensivbettbelegung weiter kritisch

Die Zahl der Neuinfektionen und der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz sind in Berlin erneut gesunken. So wurden nach dem Lagebericht der Senatsverwaltung für Gesundheit vom Samstag 499 neue Corona-Fälle gemeldet. Am Tag zuvor hatten sich noch 616 Berlinerinnen und Berliner nachgewiesenermaßen neu mit dem Virus angesteckt. Am Samstag der vergangenen Woche waren es 485 Corona-Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle ist um einen gestiegen.

Einen Rückgang verzeichnet der Lagebericht auch bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100 000 Einwohner sich in einer Woche mit dem Virus infiziert haben. Aktuell liegt er bei 121,0 im Vergleich zu 126,1 am Tag zuvor und 132,6 am Samstag der Vorwoche. Als wichtiger Schwellenwert gilt die Marke 100.

Am Wochenende sind die Werte in der Regel etwas niedriger als an Wochentagen, unter anderem, weil dann weniger getestet wird. Seit Inkrafttreten der Bundes-Notbremse liegen dem Inzidenzwert außerdem die Daten des Robert Koch-Instituts zugrunde.

Seit Beginn der Pandemie im vergangenen Frühjahr hat es in Berlin inzwischen 168.958 nachgewiesene Corona-Fälle gegeben. Von den betroffenen Menschen gelten 155.563 inzwischen als genesen. Im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion sind berlinweit 3214 Menschen gestorben.

Keine Entwarnung gibt es bei der Situation der Berliner Intensivstationen. Derzeit sind 26,1 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Das ist sogar ein etwas höherer Wert als am Tag davor mit 25,8 Prozent. Als kritischer Schwellenwert gelten 25 Prozent. (dpa)

Brandenburg: Zahl der Neuinfektionen sinkt leicht

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Brandenburg leicht gesunken. 398 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden meldete das Gesundheitsministerium am Samstag. Das sind 136 Fälle weniger als am Freitag (534) und 308 weniger als am Donnerstag (706). Vor einer Woche waren es 461 Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl neuer Corona-Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche ist im Land ebenfalls leicht gesunken. Sie lag am Samstag nach Ministeriumsgaben bei 109,7. Am Freitag lag dieser Wert bei 113,9 nach 113,4 am Donnerstag, vor einer Woche waren es 129,5. Acht Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung.

Die meisten Neuinfektionen meldete am Samstag der Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit 43 Fällen, Potsdam kam auf 40 neue Infektionen. In 6 von 14 Landkreisen lag die Sieben-Tage-Inzidenz über 100, hinzu kommen die 4 kreisfreien Städte Potsdam (123,1), Cottbus (148,5), Frankfurt (Oder) (152,4) und Brandenburg/Havel (130,2). Ab 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche an drei aufeinanderfolgenden Tagen greift in Brandenburg nach der Eindämmungsverordnung eine nächtliche Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 05.00 Uhr, mit Ausnahmen. Ab einem Wert von 165 an drei aufeinanderfolgenden Tagen müssen Schulen in den Fernunterricht. Für Kitas gilt dann nur noch eine Notbetreuung.

In den Krankenhäusern sind derzeit 583 von 694 Intensivbetten belegt, 111 sind demnach noch frei, das sind nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) am Samstag im Durchschnitt 2,3 Betten pro Standort. 317 Betten stehen laut den Zahlen als Notfallreserve bereit.

Im Impfzentrum am Flughafen BER wurde am Samstag eine Sonderimpfaktion für Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr durchgeführt. (dpa)

Inzidenz geht in einer Woche deutlich zurück – fast 25 Prozent der Berliner geimpft

Die Sieben-Tage-Inzidenz war in Berlin am Freitag erneut rückgängig. Sie sank von 130,2 auf 126,1. Für Sonnabend weist der Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung sogar nur noch 121,0 aus. Zum Vergleich: Am Freitag vergangener Woche, als die Berliner Statistik auf die Berechnung des Robert-Koch-Instituts umgestellt wurde, lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 135,0.
Auch wenn durch die Verbreitung von Schnelltests Infektionen inzwischen früher erkannt werden können, dürfte diese Entwicklung bisher kaum auf die am vergangenen Sonnabend in Kraft getretene Bundesnotbremse zurückzuführen sein, da es immer mehrere Tage dauert, bis Ansteckungen verlässlich erkannt und die Gesundheitsämter informiert sind.
Besonders weit zurückgegangen ist die Inzidenz inzwischen im Bezirk Pankow, dem einwohnerstärksten Berlins: von 95,5 vor einer Woche auf 55,7 an diesem Freitag. Mit einer Inzidenz von 172,5 ist die Inzidenz in Spandau am höchsten. Dort waren es vor einer Woche lediglich 143,6.
Nachgelassen hat auch die Auslastung der Intensivstationen. Waren vor einer Woche noch 334 Covid-19-Patient:innen wegen eines schweren Verlaufs in intensivmedizinischer Behandlung, was 27,9 Prozent der Betten entsprach, so waren es an diesem Freitag nur noch 25,8 Prozent, was 315 Patient:innen entsprach. Am Donnerstag war es noch einer mehr – 25,9 Prozent Auslastung.
Mit 616 Neuinfektionen meldete Berlin am Freitag auch deutlich weniger Fälle als noch vor einer Woche, als es 886 waren. Drei weitere Menschen starben. Die Reproduktionszahl lag mit 0,83 erneut deutlich unter der Schwelle von 1. Ist dies über längere Zeit der Fall, deutet das auf ein nachlassendes Infektionsgeschehen hin. In Berlin lag der R-Wert zuletzt am Montag mit 1,05 darüber.
Fast 1,25 Millionen Impfungen sind in Berlin bis Freitag verabreicht worden. In dieser Zahl sind Erst- und Zweitimpfungen zusammengerechnet. Fast 25 Prozent der Berlinerinnen und Berliner haben mindestens eine Impfung erhalten, 9,2 Prozent sogar schon beide Spritzen. Zum Vergleich: Am Freitag vergangener Woche waren es gut 160.000 Impfungen weniger – da hatten er 21,2 Prozent der Berlinerinnen mindestens eine Impfung erhalten.

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Lehrer:innen in Berlin können ab 3. Mai Impftermine buchen

Die etwa 50.000 Beschäftigten an den weiterführenden und beruflichen Schulen können ab dem 3. Mai umgehend einen Impftermin buchen, um sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. Das teilte die Senatsverwaltung für Bildung am Freitag mit.
Per Brief werde die Senatsverwaltung umgehend das Dienstpersonal an den Schulen mit weiteren Details über diese Möglichkeit informieren. Auch die rund 4.000 Beschäftigten in den Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe in den bezirklichen Jugendämtern werden ab 3. Mai eine Impf-Möglichkeit erhalten. 
Zuvor hatte die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung mitgeteilt, dass hinreichend Impfkapazitäten zur Verfügung stünden.
In den vergangenen Monaten hatten bereits etwa 46.000 Beschäftigte an den Kitas, 36.000 Beschäftigte in den Grundschulen und der ergänzenden Förderung und Betreuung, 7.000 Beschäftigte an den Förderschulen, 1.500 Personen in der Kindertagespflege, 8.000 Beschäftigte der Eingliederungshilfe im Bereich Jugend und 500 Beschäftigte der Kinder- und Jugendambulanzen ihre Impfeinladung erhalten. Viele Beschäftigten haben schon ihre Erstimpfung bekommen.

Gymnasiallehrer aus Mitte kritisieren Corona-Schulpolitik

Lehrkräfte des John-Lennon-Gymnasium kritisieren in einem Brief an die Schulsenatorin Scheeres die aktuelle Situation an den Berliner Schulen, wie die Berliner Zeitung am Donnerstag berichtete. 
Die Lehrkräfte des Gymnasiums in Berlin-Mitte fordern unter anderem ein neues Impfangebot. So lange sollten die Schulen bei einer Inzident von über 100 bei Jugendlichen geschlossen werden. 
Zudem solle für die Testungen an Schulen externes Personal eingesetzt werden, da die zeitlichen Ressourcen dafür aktuell nicht reichen würden. Bei den Lehrkräften des Gymnasiums sorgt das Handeln des Senats scheinbar zunehmend für Unmut und Unverständnis. 
Eine interne Umfrage im Kollegium der Schule habe nach Angaben der Berliner Zeitung ergeben, dass sich 81 Prozent der Lehrer:innen in ihrer Gesundheit gefährdet fühlten, 87,5 Prozent sähen sich in einer übermäßigen Arbeitsbelastung ausgesetzt und 98,5 Prozent hätten nicht den Eindruck, von der Bildungsverwaltung unterstützt zu werden. Die Lehrkräfte hätten aber betont, die Kritik und der Unmut richte sich nicht an die Schulleitung.  
Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderte am Donnerstag in einer Pressemitteilung, “schnellstmöglich Impfangebote für die Beschäftigten der weiterführenden Schulen zu ermöglichen”. Der Vorsitzende der GEW Berlin kritisierte in der Mittelung, die Inzidenz bei Schüler:innen sei deutlich höher als im Durchschnitt der Bevölkerung. Nichtsdestotrotz sei ein Großteil der Lehrkräfte nicht geimpft. (Nicolas Lepartz)

Berlin hält an Regeln für Reiserückkehrer fest – auch für Geimpfte

Anders als in vielen anderen Bundesländern gilt in Berlin weiterhin die Regel, dass auch vollständig Geimpfte nach der Rückkehr aus einem Corona-Risikogebiet in Quarantäne müssen. In Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, NRW und Rheinland-Pfalz ist das inzwischen anders. Hier besteht die Quarantänepflicht nur fort, wenn man aus einem vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Virusvariantengebiet zurückkehrt.
Dass sich Berlin dem Vorbild der anderen anschließt, ist derzeit nicht geplant, heißt es auf Tagesspiegel-Anfrage bei der Senatsverwaltung für Gesundheit. Man warte auf die für Mai erwartete bundeseinheitliche Regelung. Reisende müssen in Berlin derzeit zehn Tage in Quarantäne, wenn sie aus einem Risikogebiet kommen, und 14 Tage bei Rückkehr aus einem Virusvariantengebiet. Im ersten Fall kann man die Quarantäne nach fünf Tagen mit einem negativen Corona-Test beenden. (Heike Jahberg)

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Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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