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Ab Donnerstag verfügbar : Fünf wichtige Fragen zum digitalen Corona-Impfpass

Die EU-Länder hatten sich kürzlich auf ein europaweites Impfzertifikat geeinigt, nun geht es in Deutschland an den Start. Doch was bringt es? Ein Überblick.

Ab Donnerstag verfügbar : Fünf wichtige Fragen zum digitalen Corona-Impfpass

Den digitalen Impfnachweis können sich bereits Geimpfte ab Donnerstag in Impfzentren, Arztpraxen oder Apotheken abholen.Foto: Imago

Der digitale Corona-Impfpass soll an diesem Donnerstag in Deutschland an den Start gehen. Die Anwendung namens „CovPass“ werde Schritt für Schritt ausgerollt und in den App-Stores verfügbar sein, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Mittwoch. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Einzelheiten dazu am Donnerstag vorstellen. Ein Überblick über die drängendsten Fragen.

Wozu ist der digitale Corona-Impfpass da?

Der digitale Nachweis soll eine freiwillige Ergänzung des weiter verwendbaren gelben Impfheftes sein. Die EU-Länder und das EU-Parlament hatten sich kürzlich auf Details eines europaweiten Zertifikats geeinigt, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann.

Dies kann etwa bei Restaurantbesuchen oder bei Kulturveranstaltungen nützlich sein, falls dort ein Impfnachweis verlangt wird. Ab Juli soll der Pass auch für das grenzüberschreitende Reisen in der EU genutzt werden können.

Wer stellt mir den digitalen Impfpass aus?

Laut einem Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums gibt es drei Möglichkeiten, an einen QR-Code zu kommen, mit dem der Nachweis dann aufs Handy geladen werden kann.

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Erstens kann man den Code entweder in dem Impfzentrum oder der Arztpraxis bekommen, wo man die Zweitimpfung erhalten hat. Zweitens kann man sich den Code auch per Post zuschicken lassen. Und die dritte Möglichkeit besteht darin, den Code in einer Apotheke zu erhalten. Bereits am Dienstag hatte der Apothekenverband mitgeteilt, dass die ersten Apotheken am kommenden Montag damit beginnen, den digitalen Impfnachweis auszustellen, auch nachträglich.

Wie kann ich den digitalen Impfpass dann nutzen?

Der Nachweis kann über die App „CovPass“ digitalisiert werden und zudem auch in der offiziellen Corona-Warn-App des Bundes angezeigt werden. Die Macher der Tracing-App veröffentlichten in der Nacht zum Mittwoch die aktuelle Version 2.3.2 in den App-Stores von Apple und Google.

Der Unterschied der beiden Apps: „CovPass“ hat keine Kontaktverfolgungsfunktion. Sie kann also anders als die Corona-Warn-App nicht dabei helfen festzustellen, ob Nutzer in Kontakt mit einer infizierten Person geraten sind und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. Die Warn-App der Bundesregierung wurde bislang mehr als 28 Millionen Mal heruntergeladen. Experten schätzen, dass sie von rund 25 Millionen Menschen aktiv genutzt wird.

[Mehr zum Thema: Angst vor den Folgen: Welche Versicherungen bei Impfschäden helfen (T+)]

Welche Kosten entstehen für den Impfpass?

Der Nachweis und die Apps sind für den Nutzer kostenlos.

In welchen Ländern gibt es bereits ein digitales Impfzertifikat?

Mehr als eine Million Bürger in der EU verfügen bereits über ein digitales Impfzertifikat. Während in Deutschland seit Ende Mai erst einmal nur Feldtests liefen, wird der Impfpass in acht weiteren Mitgliedstaaten bereits ausgestellt: Bulgarien, Dänemark, Griechenland, Kroatien, Litauen, Polen, Spanien und Tschechien. (Tsp, AFP, dpa)

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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