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93 Polizisten bei 1. Mai-Demo verletzt! Geisel „fassungslos“, Müller „wütend“

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Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat Gewalt gegenüber Polizisten bei der sogenannten revolutionären 1. Mai-Demonstration am Samstag in Berlin-Neukölln kritisiert. Sie habe nichts mit politischem Protest zu tun, sagte Geisel am Sonntag.

„Wir werden nicht akzeptieren, dass einige gewaltsuchende Autonome uns den 1. Mai als Tag des friedlichen Demonstrierens nehmen wollen.“

Nach Angaben der Innenverwaltung sind am 1. Mai in Berlin mindestens 93 Polizistinnen und Polizisten verletzt worden. „Die hohe Anzahl von verletzten Beamtinnen und Beamten macht mich fassungslos“, sagte der Innensenator. Die Zahl der Festnahmen gab die Innenverwaltung mit 354 an.

93 Polizisten bei 1. Mai-Demo verletzt! Geisel „fassungslos“, Müller „wütend“

Demonstranten und Polizisten geraten am 1. Mai aneinander (Foto: AXEL SCHMIDT/REUTERS)

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sagte, es gehe dabei keinesfalls nur um Leichtverletzte, drei Kollegen seien mit Knochenbrüchen ins Krankenhaus gebracht worden.

„Dieser 1. Mai in Berlin hat zwei Gesichter gezeigt: Auf der einen Seite friedliche politische Demonstrationen, auf der anderen Seite dumpfer Wille zur Gewalt“, sagte Geisel. Die Normalität seien engagierte Bürger gewesen, die ihr Recht auf Versammlungsfreiheit wahrgenommen hätten.

93 Polizisten bei 1. Mai-Demo verletzt! Geisel „fassungslos“, Müller „wütend“

Innensenator Andreas Geisel (Archivfoto: picture alliance/dpa)

„Die hässlichen Bilder aus Neukölln dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Menschen in Berlin insgesamt friedlich und verantwortungsbewusst demonstriert haben.“

Polizeipräsidentin nennt Gewalt gegen Beamte „inakzeptabel“, Müller „wütend“

Geisel sagte, die Polizei sei gut vorbereitet gewesen und habe die Lage den ganzen Tag unter Kontrolle gehabt. „Sie hat wie angekündigt die Hygieneregeln zum Schutz aller durchgesetzt.“ Durch das konsequente Handeln der Einsatzkräfte habe sich ein Ausbreiten der Ausschreitungen verhindern lassen, sagte der Innensenator.

„Ich habe großen Respekt vor den vielen Einsatzkräften, die an diesem Tag unter den schwierigen Bedingungen in einer Pandemie die Kontrolle über die Lage nicht verloren haben“, so der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD). „Die vielen verletzten Einsatzkräfte sind eine bittere Bilanz, die mich wütend macht.“

„Ich habe kein Verständnis, wenn einige Gewaltbereite die angespannte und schwierige Lage ausnutzen und Polizistinnen und Polizisten angreifen, zündeln und damit auch viele friedlich demonstrierende Menschen gefährden“, sagte der SPD-Politiker am Sonntag.

93 Polizisten bei 1. Mai-Demo verletzt! Geisel „fassungslos“, Müller „wütend“

Polizisten gehen an einer brennenden Mülltonne vorbei (Foto: AXEL SCHMIDT/REUTERS)

Polizeipräsidentin Barbara Slowik verurteilte die gewaltsamen Angriffe als „inakzeptabel“. 

Der Berliner SPD-Innenexperte Tom Schreiber twitterte, Links- und Rechtsextremisten sei Covid-19 egal. Beide stünden für den Hass und die Gewalt gegen Polizisten. „Es sind Feinde der Demokratie“.

Berlins Grünen-Fraktionsvorsitzende Antje Kapek hat Gewalt bei Demonstrationen am 1. Mai kritisiert. „Wer glaubt, mit brennenden Mülltonnen auf der Sonnenallee für eine bessere Welt zu kämpfen, irrt“, sagte Kapek am Sonntag. „Flaschen- und Steinwürfe sowie andere Formen von Gewalt sind durch nichts zu rechtfertigen“, so die Grünen-Politikerin. „Wir verurteilen außerdem die Israelfeindlichkeit und den Antisemitismus, den einige Demonstrantinnen und Demonstranten gezeigt haben.“

Nach Angaben des Bündnisses, das zu der sogenannten revolutionären 1. Mai-Demonstration aufgerufen hatte, seien auch auf Seiten der Demonstranten Dutzende von Menschen verletzt worden.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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