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2:3 – Schock in der Verlängerung : Die Eisbären verlieren das erste Finalspiel gegen Wolfsburg

In einem eher tristen Spiel kommen die Eisbären zwei Mal zurück und verlieren dann doch in der Overtime.

2:3 - Schock in der Verlängerung : Die Eisbären verlieren das erste Finalspiel gegen Wolfsburg

Enges Ringen. In Spiel eins ging es zäh zur Sache.Foto: dpa

Es war ein trister Sonntagnachmittag rund um die Arena am Ostbahnhof. Nur eine Handvoll Fans der Eisbären liefen vor dem Beginn des ersten Finalspiels um die Halle herum, ein kleiner Beistand für die Berliner Mannschaft, die sich die Euphorie rund um ihren ersten Auftritt gegen die Grizzlys Wolfsburg in der nach dem Modus „Best of three“ ausgespielten Play-off-Serie um den Titel dazu denken musste.

In der Halle nämlich gab es den akustischen Beistand von den Rängen natürlich nicht – abgesehen von einer Gitarreneinlage des nimmermüden Bernd Römer, der vor dem Spiel die Nationalhymne im leeren Rund erklingen ließ.

Danach folgte dann ein eher durchwachsener Auftritt der Berliner, die schließlich den ersten Teil der Serie 2:3 (0:0, 0:1, 2:1/ 0:1) nach Verlängerung verloren. Julian Melchiori traf in der 18. Minute der Verlängerung für die Gäste zum Sieg

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 Manche Dinge ändern sich auch in diesen unsicheren Zeiten nicht. So kam es also unmittelbar vor dem ersten Spiel zu einem Auftritt von Bernd Römer. Wie auch bei den acht Finalteilnahmen der Berliner zuvor schrammelte der Gitarrist der gesamtdeutschen Kultband Karat die deutsche Nationalhymne herunter.

Diesmal allerdings nicht auf dem Eis, sondern mit viel Abstand zu den Hauptdarstellern des Nachmittags. Der 68-jährige Römer, never too old to Rock’n’Roll, stand dort, wo sonst die Fankurve der Eisbären steht.

Der Vortrag des Rockers war dann etwas schmissiger als der Auftakt des Spiels. Beide Mannschaften achteten drauf, dass sich in ihrem Drittel nicht zu große Lücken für den Gegner boten. Es gab sie aber trotzdem, auch für die Berliner. Parker Tuomie und Ryan McKiernan tauchten jeweils frei vor Wolfsburgs Torwart Dustin Strahlmeier auf, scheiterten jedoch.

Der Rückhandschuss von Marcel Noebels, abgegeben zu Anfang des Mittelabschnitts, war da schon gefährlicher – aber Pfosten ist eben kein Tor. Phil Hungerecker auf Seiten der Wolfsburger hatte danach die beste Chance des Spiels, er scheiterte am guten Mathias Niederberger im Berliner Tor.

2:3 - Schock in der Verlängerung : Die Eisbären verlieren das erste Finalspiel gegen Wolfsburg

Fast immer in Bilde. Mathias Niederberger im Berliner Tor traf keine Schuld an der Niederlage.Foto: dpa

Der finnische Schiedsrichter Aleksi Rantala und seiner deutscher Kollege Marian Rohatsch ließen das Spiel laufen, wie es in solchen Situationen so heißt, im Eishockey. Es gab lange Zeit trotz einiger strittiger Szenen keine Strafminuten, nach einem eher heftigen Foul an Max Görtz erwischte es McKiernan dann aber doch gegen Mitte des Spiels. Das Powerplay der Niedersachsen war in den Play-offs bislang das gefährlichste aller Teams, im ersten Anlauf sah McKiernan dann von der Strafbank aus aber nichts, was ihn erschreckt haben dürfte.

Die Wolfsburger Wand stand lange

Hoffentlich nicht deshalb verschwand der Eisbären-Verteidiger kurz später schon wieder auf der Strafbank – und das war nicht gut für die Berliner: Nationalspieler Gerrit Fauser traf nach einem Abpraller zum 1:0 für die Wolfsburger, die nun sehr konsequent in Überzahl gespielt hatten.

Das zweite Drittel ging ganz klar an die Niedersachsen, von den Eisbären kam viel zu wenig – abgesehen von den Gastspielen auf der Strafbank, die Leo Pföderl auch noch aufsuchte. Kapitän Frank Hördler hatte vor dem Spiel noch davon gesprochen, dass die „taktische Disziplin“ entscheidend sein werde. Die Strafzeiten im Mittelabschnitt waren da eher kontraproduktiv.

Die Wolfsburger Wand stand im Abwehrdrittel. Schon die Adler Mannheim hatten die Grizzlys mit ihrer Mauertaktik frustriert. Am Sonntag war also die Mannschaft von Serge Aubin dran. Aber sechs Minuten vor dem Ende fand ein Schuss von Noebels dann doch den Weg ins Tor der Gäste – im dritten Powerplay der Berliner.

In den Schlussminuten legten die Wolfburger noch mal nach. Garret Festerling traf nach einem Konter – er stand dabei völlig frei. Ein ziemlich blöder Gegentreffer gut zwei Minuten vor Schluss, aber es war kein Wirkungstreffer. 38 Sekunden vor Ablauf der 60 Minuten traf Zach Boychuk tatsächlich zum 2:2.

Es ging in die Verlängerung. Und da bekam Melchiori von den Berlinern zu viel Raum, als er zum Siegtreffer für Wolfsburg kurvte. Die Eisbären waren geschlagen.

Aber das Schöne ist ja aus Sicht der Berliner, dass es weitergeht am Mittwoch mit dem zweiten Spiel der Serie und auch im Viertelfinale und im Halbfinale hatten sie jeweils das erste Spiel verloren und waren dann weitergekommen. Aber gegen diese Wolfsburger wird eine Leistungssteigerung im Vergleich zum Sonntag nötig sein bei den Eisbären.

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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