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2021 – Jahr der Offenbarungen

2021 – Jahr der Offenbarungen

Sören Benn (52, LINKE), Bezirksbürgermeister von Pankow
Foto: picture alliance / Jörg Carsten

Einmal die Woche schreiben in der B.Z. Berlins Bezirksbürgermeister über Themen, die sie bewegen. Heute ist wieder Sören Benn (52, LINKE) dran, der Bezirksbürgermeister von Pankow.

Das nun begonnene Jahr wird zeigen, ob wir Corona in den Griff bekommen, ob wir es schaffen, schnell eine ausreichend große Zahl von Menschen für das Impfen zu gewinnen. Je besser wir das hinbekommen, desto eher können wir uns wieder uneingeschränkt begegnen.

Bei der Frage, wer zuerst bei möglich werdenden Lockerungen wieder tätig werden kann, sollten wir nicht vergessen, wer bereits am Längsten unter den Einschränkungen leidet. Das ist der weite Bereich von Kunst und Kultur, der unser Leben so reich beschenkt. Er darf daher nicht der Letzte sein, der wieder an den Start gehen kann.

Corona hat bereits enorme Summen gekostet und wird weiterhin Geld verschlingen. Viele Menschen sind finanziell am Ende, andere, wie der Versandhandel, haben erhebliche Gewinne gemacht. 2021 werden die Weichen dafür gestellt werden, wer die Kosten der Pandemie begleichen wird: Alles wie immer, die Gering- und Normalverdienenden zahlen? Oder können ausnahmsweise mal Vermögende einen stärkeren Beitrag leisten, zum Beispiel über eine Vermögensabgabe?

Die Berliner Bezirke haben in der Bekämpfung der Pandemie, allem Geläster zum Trotz, Herausragendes geleistet. Sie waren und bleiben das Rückgrat der Pandemiebekämpfung weit über die Gesundheitsämter hinaus. In den kommenden Monaten werden wir erleben, ob das die Landesebene auch so sieht und die Bezirke finanziell über die Krise trägt oder coronabedingte Minderleistungen in anderen Bereichen zum Anlass nimmt, Geld einzusparen.

Im September werden Wahlen stattfinden und vielleicht noch ein Volksentscheid darüber, ob große Bestände privater Wohnungsunternehmen kommunal werden sollen, um so langfristig leistbare Mieten zu sichern.

Der Klimawandel wird uns weiter beschäftigen und wir müssen klären, wie wir in einer heißer werdenden Stadt Lebensqualität erhalten, städtisches Grün bewahren und den Verkehr organisieren wollen.

Überall Entscheidungen mit erheblicher Tragweite und Langzeitwirkung für jedes einzelne Leben. Ich wünsche uns allen darin für dieses Jahr Achtsamkeit, Klugheit und Weitsicht.

Eine Quelle: www.bz-berlin.de

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