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0:5-Pleite gegen RB München : Die Eisbären schießen null Tore und haben null Chancen

Wenige Tage nach der klaren Niederlage setzt es die nächste Pleite für die Eisbären gegen München. Die Bayern machen dabei großartige Dinge mit dem Puck.

0:5-Pleite gegen RB München : Die Eisbären schießen null Tore und haben null Chancen

Die Eisbären waren chancenlos am Dienstag.Foto: imago images/Contrast

So ein Imagefilmchen ist ja an sich eine schöne Angelegenheit. Vor einem Spiel eingespielt, kann es die Stimmung in einer Arena noch mal so richtig aufheizen. Aber in diesen Tagen gibt es ja im Sport wenig zum Aufheizen in den leeren Stadien, auch im Eishockey nicht.

Da flimmerte also bei den Eisbären vor dem Heimspiel in der Mercedes-Benz-Arena gegen RB München am Dienstag der obligatorische Jubelfilm über den Videowürfel, in ihm waren unter anderem Don Jackson (mit Meisterpokal) und Steve Walker zwei Hauptdarsteller. Schließlich stehen die beiden für die erfolgreichste Zeit des Berliner Klubs aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Nur liegt diese Zeit schon ein paar Jahre zurück und Trainer Jackson und Ex-Eisbären-Kapitän Walker (heute als Cotrainer) arbeiten in München. Und das sehr erfolgreich zur Zeit. Die Eisbären durften das am Dienstag auch erfahren, sie unterlagen den von zwei einstigen Eisbären-Helden betreuten Bayern 0:5 (0:2, 0:2, 0:1).

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Nun war es nicht so, dass die Eisbären im falschen Film gewesen wären. Sie waren eher im falschen Spiel. Es lässt sich halt tausendmal sagen, dass man Meister werden will, wie das die Berliner gern betonen. Doch dazu müssen sie dann auch in der Lage sein, München zu schlagen. Sind sie aber – Stand jetzt – nicht. In den jüngsten Tagen gab es zwei deftige Niederlagen: Am Sonntag das 1:4 in München und nun das desillusionierende 0:5 von Berlin.

Genau genommen machte die Mannschaft von Don Jackson in Berlin da weiter, wo sie am Sonntag aufgehört hatte. Die Münchner waren schneller, zweikampfstärker und geistig frischer. Die Eisbären liefen von Anfang an hinterher und ihr Wille war schon nach nur 16 Spielminuten nach den Gegentreffern durch Derek Roy und Mathew Maione gebrochen.

Don Jackson: “Wir haben viele großartige Dinge mit dem Puck gemacht”

Es ist schließlich auch so, dass die Bayern vier Sturmreihen haben, von denen fast jede in einem anderen Klub der DEL auch die erste Reihe sein könnte. Und dass der dreimalige Meister – jeden Titel davon gab es mit Jackson – in der Hauptrunde auch schon mal schwächelte, heißt gar nichts, sondern ist vielmehr typisch für eine von Jackson betreute Mannschaft. Wenn es ernst wird, dann bekommt der mit acht Meistertiteln – fünf davon mit Berlin – erfolgreichste Trainer der Liga mit seiner Mannschaft meist die Kurve.

Nach weiteren Treffern von Chris Bourque und noch mal Maione wurde es dann ganz bitter für die Berliner, als Zach Redmond mit einem Powerplay noch einen draufsetzte im letzten Drittel. Hinter der Bank der Gäste stieg die Stimmung, unüberhörbar lachte Don Jackson im letzten Drittel auch mal durch die Arena. Nach dem Spiel sagte Münchens Trainer: „Wir haben viele großartige Dinge mit dem Puck gemacht.“

Auf der anderen Seite fand man das weniger großartig. 0:5 und null Chance – da rang Berlins Cheftrainer Serge Aubin sichtbar nach Worten. Er sagte: „Das war ein Weckruf für uns. Das ist für uns ein enttäuschender Abend, dazu gibt es nicht viel zu sagen.“ Lange Zeit, um über das trübe Spiel gegen München nachzudenken, bleibt Aubin nicht. Bereits am Mittwoch geht es für die Eisbären mit dem Heimspiel gegen Schwenningen weiter. Dann wird es sicher einfacher – und im Jubelfilm vor dem Spiel ist garantiert kein Ex–Eisbär zu sehen, der nun in Schwenningen spielt. Womöglich ein gutes Omen.

Eine Quelle: www.tagesspiegel.de

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